27.09.2006 - 3.4 Bürgerantrag der Frau Ute Flaßnöcker, Am Weitbl...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.4
- Sitzung:
-
Sitzung des Beschwerdeausschusses
- Datum:
- Mi., 27.09.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Elke Kramer
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Romberg ruft den Bürgerantrag auf und erteilt zunächst der Antragstellerin, Frau
Flaßnöcker, das Wort. Frau Flaßnöcker führt mit Hinweis auf die
Ortsbesichtigung des Ausschusses aus, dass sie den Eindruck gewonnen habe, dass
über den Änderungsbedarf Einigkeit bestehe. Nach zwei Jahren Betrieb des
Fun-Parks sei festzustellen, dass die Anwohnerinnen und Anwohner der Umgebung
nicht zur Ruhe kämen. Neben dem Fun- Park gebe es noch weitere
Gastronomiebetriebe, durch die die Umgebung belastet werde. Besonders die
Dödterstraße sei durch den Durchgangsverkehr und die Parkplatzsuche,
insbesondere der Besucher des Fun- Parks, sehr belastet. Mit den bisher
getroffenen Maßnahmen der Verwaltung sei nur eine geringfügige Entlastung erreicht
worden. Der Flyer, der von den Betreibern des Fun- Parks herausgegeben werde,
leite den Besucherverkehr immer noch in die Dödterstraße, deshalb würden
Parkplätze vorzugsweise in diesem Bereich gesucht. Es sei erforderlich, kurzfristig
Maßnahmen zur Entlastung einzuleiten, bis eine andere Erschließung realisiert
sei. Zumindest ordnungsrechtliche Maßnahmen seien erforderlich, um das
Durchfahrverbot in der Dödterstraße durchzusetzen und auch die
Geschwindigkeitsüberschreitungen zu verringern. Auch müsse durch eine
entsprechende Beschilderung dafür gesorgt werden, dass die Besucher rechtzeitig
über die Frankfurter Straße zum Parkhaus geleitet werden. Der Betreiber des
Fun- Parks habe den Anwohnerinnen und Anwohnern vor der Eröffnung der Diskothek
versprochen, dass sie unter dem Betrieb so wenig wie möglich zu leiden hätten,
in dieser Hinsicht müsse der Betreiber nun beim Wort genommen werden. Im Anschluss an den Vortrag von Frau
Flaßnöcker nimmt Frau Grebe, Liegenschaftsamt, zum Sachstand Stellung. Frau
Grebe berichtet, dass durch die bisherigen Maßnahmen eine leichte
Verbesserung der Situation eingetreten sei. Insbesondere das Ordnungsamt habe
sich in dieser Hinsicht sehr stark engagiert. Für die Realisierung der Erschließung des Elbers- Geländes über die
Elisabethstraße gebe es inzwischen positive Aussichten, die Maßnahme gehöre zum
Programm „Stadtumbau West“ und sei, versehen mit einer hohen
Priorität, inzwischen auch dort angemeldet worden. Wann die Umsetzung erfolgen
könne, sei noch nicht abzuschätzen, die Bürgerinnen und Bürger könnten sich jedoch
im Rahmen der Bürgerbeteiligung selbst dafür einsetzen, dass die Maßnahme
schnellstmöglich umgesetzt werde. Zwar seien
noch verschiedene Probleme zu lösen, diese würden jedoch verstärkt angegangen.
Unabhängig von dieser Maßnahme, deren Umsetzung wenn auch zeitnah, aber nicht
kurzfristig erfolgen werde, seien mit dem Betreiber des Fun- Parks Gespräche
geführt worden, um die Situation zu verbessern. Dieser habe zugesagt, künftig
das Parkhaus im ehemaligen Busdepot stärker zu bewerben. Sowohl der Internet-
Auftritt des Fun- Parks als auch der Flyer sollen entsprechend geändert werden.
Zudem soll eine große Hinweistafel aufgestellt werden, die auf das Parkhaus
hinweise. Man setze darauf, dass es sich unter den Besucherinnen und Besuchern
des Fun- Parks schnell herumspreche,
dass das Parkhaus die einfachere und günstigere Variante zum Parken darstelle,
zumal die Gebühren gering seien. Der gesamte Bereich werde durchgängig
überwacht, auch daraus ergebe sich ein entsprechender Effekt. Herr Schmidt,
Amt für Sicherheit und Ordnung, Verkehr und Personenstandswesen, ergänzt den
Vortrag von Frau Grebe um eine Schilderung der verkehrsrechtlichen Maßnahmen,
die im Bereich des Medienzentrums/ Elbers- Geländes bisher getroffen wurden.
Was verkehrsrechtlich möglich sei, sei auch getan worden. Kontrollen des
ruhenden Verkehrs fänden bis 24.00 Uhr statt, auch am Wochenende. Auch der
fließende Verkehr sei von der Polizei überwacht worden. Es schließt sich eine
Diskussion an, in der von den Ausschussmitgliedern zum Ausdruck gebracht wird,
dass die Belastungen der Anwohnerinnen und Anwohner nachzuvollziehen sind und
daher kurzfristig Verbesserungen herbeigeführt werden müssen. Frau Kramps
macht darauf aufmerksam, dass bei der heutigen Ortsbesichtigung des Ausschusses
über die Möglichkeit gesprochen wurde, im Haupteingangsbereich des Fun- Parks
ein Drehkreuz anzubringen, durch das die Besucher zwar hinein, aber nicht
hinaus gelangen könnten und daher gezwungen seien, den Ausgang zum Parkhaus
hin zu benutzen. Frau Grebe teilt
hierzu mit, dass dieser Idee zunächst entgegenstehe, dass der Fun- Park eine
Anbindung an die Innenstadt haben sollte. Dennoch bestehe beim Betreiber die
Bereitschaft, auch über eine solche Lösung zu sprechen. Herr Schmidt weist
darauf hin, dass eine Beschilderung den
verkehrsrechtlichen Vorgaben entsprechen müsse. Die Art und Größe der Schilder
sei genau vorgeschrieben. Zudem führe die Aufstellung zusätzlicher Schilder
nicht immer zu mehr Information, sondern könne sich auch gegenteilig auswirken.
Nach einer weiteren Diskussion über mögliche Standorte für eine Beschilderung
spricht sich Herr Romberg dafür aus, den Bürgerantrag zunächst zu
vertagen und inzwischen Gespräche über mögliche Lösungen zur Verbesserung der
Situation mit den Betreibern zu führen. An diesen Gesprächen solle der
Ausschuss, vertreten durch die Sprecherinnen und Sprecher der Fraktionen,
beteiligt werden. Frau Grebe sagt zu, die entsprechenden Veranlassungen
zu treffen.
Beschluss:
Der Bürgerantrag wird vertagt.
Dem Oberbürgermeister wird empfohlen, zu
veranlassen, dass mit dem Betreiber des Fun- Parks Gespräche über mögliche
Lösungen zur Verbesserung der Situation geführt werden. An diesen Gesprächen
soll der Ausschuss, vertreten durch die Sprecherinnen und Sprecher der Fraktionen,
beteiligt werden.
