06.12.2006 - 6.2 Zukunftskonzept Lennebad
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.2
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Mi., 06.12.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Eschenbach begrüßt die Gäste von Hagenbad GmbH, Herrn Bense und
Herrn Kleinsorge und bezieht sich auf die schriftliche Stellungnahme von
Hagenbad, die als Tischvorlage vorgelegen habe. Die Bezirksvertretung habe im
Oktober beschlossen, Hagenbad möge ihr Zukunftskonzept für das Lennebad in der
Novembersitzung persönlich vorstellen. Dies solle nun heute geschehen.
Herr Kleinsorge entschuldigt das Fehlen von Herrn Grünhagen. Dieser habe
mitgeteilt, an der Sitzung am 31.01.2007 gerne teilnehmen zu wollen. Er wolle
auf den Sachverhalt hinweisen, dass durch Ratsbeschluss eine Deckelung des
Jahreszuschusses für das Lennebad in Höhe von 1.000.000,00 € für die
Jahre 2007, 2008 und 2009 vorgenommen worden sei. Ab 2010 seien nach Erstellung
des Zentralbades Beträge von jährlich 500.000,00 € vorgesehen. Bis zum
Jahre 2009 werde es aus der Sicht von Hagenbad keine Probleme für das Lennebad
geben, jedoch ab dem Jahre 2010 werde der Weiterbetrieb des Lennebades
schwierig werden. Man denke darüber nach, das Schul- und Vereinsschwimmen
sicherstellen zu können, das Öffentlichkeitsschwimmen werde aufgrund der
geringeren Zuschüsse schwierig werden. Man denke daran, wie auch heute, in
kleineren Gesprächskreisen Konzepte aufzustellen, wie man auch in kommenden
Jahren ein Öffentlichkeitsschwimmen sicherstellen könnte, wenn auch eventuell
in etwas geringerem Umfang.
Herr Bense äußert sich zu den gewünschten Änderungen der Öffnungszeiten
an Samstagen und Sonntagen. Man habe vor Ort mit den Frühschwimmern diskutiert
und vorgeschlagen, den Beginn von 09.00 Uhr auf 08.00 Uhr vorzuziehen. Dies sei
bei den Schwimmern gut angekommen. Diese Regelung könne kurzfristig ohne
Mehrkosten auf den Weg gebracht werden.
Frau Fischbach hält es für gut, die Zeiten am Wochenende auf 08.00 Uhr
vorzuziehen. Sie frage sich aber auch ob es nicht möglich sei, die
Schwimmzeiten nach hinten auszudehnen. Eine Schließung um 15.00 Uhr halte sie
für sehr früh. Eventuell könne man in der Woche morgens dafür jeweils eine
halbe Stunde einsparen.
Herr Bense erwidert, dies habe man mit den 20 – 30 Frühschwimmern
diskutiert, die während der Woche regelmäßig zum Schwimmen kämen. Es habe keine
Anfragen gegeben, die Öffnungszeiten nach hinten zu verlängern. Ab 13.00 Uhr,
14.00 Uhr werde es auch deutlich ruhiger. Der Fokus liege auf der frühen Zeit.
Frau Schönke erkundigt sich nach der Dauer der Revisionspause in den
Sommerferien.
Herr Bense antwortet, das Bad werde in den Sommerferien für drei Wochen
geschlossen. Die Zeit sei günstig, da in den Ferien kein Schul- und
Vereinsschwimmen stattfinde.
Herr Palsherm erklärt, er habe ebenfalls mit einigen Frühschwimmern
gesprochen, auch diese seien mit dem Beginn des Badebetriebes um 08.00 Uhr am
Wochenende zufrieden. Er hätte jedoch gern etwas mehr zum Zukunftskonzept
gehört. Dabei gehe es eigentlich um Attraktivitätssteigerung.
Herr Strüwer erinnert daran, dass Hagenbad im Rahmen des Bürgerbegehrens
Werbung dafür gemacht habe, attraktives Ganzjahresschwimmen in Hohenlimburg
dauerhaft sicherzustellen. Man habe das Lennebad zur Lenne hin öffnen wollen.
Dem Bürger sei etwas vorgegaukelt worden. Dies sei ein Skandal.
Er wolle wissen, ob Hagenbad im Jahre 2006 mit dem Zuschuss in Höhe von
1.000.000,00 € ausgekommen sei. Zweitens wolle er fragen, ob in der
Wirtschaftsplanung für 2007 diese Million eingesetzt sei und damit die
angegebenen Öffnungszeiten ganzjährig abgedeckt werden können. Handele es sich
bei den angegebenen Zeiten um das öffentliche Schwimmen, oder müssten noch
Zeiten für Vereins- und Schulschwimmen herausgenommen werden? Zudem hätte er
gern Auskunft darüber, wie ein Konzept zur Attraktivitätssteigerung aussehe.
Für das Lennebad bestehe ein Investitionsbedarf in Höhe von 2 Millionen Euro.
Er frage nun, ob dieses Volumen eingeplant sei, und welche Maßnahmen wann
daraus finanziert würden.
Herr Leisten unterstreicht die Aussagen von Herrn Strüwer. Es sei
blamabel, was unter der Überschrift „Zukunftskonzept“ geboten
werde. Er befürchte, dass Hagenbad plane, das Lennebad noch vor 2009 zu
schließen. Die ganze Planung stehe derzeit ja noch unter der Prämisse, dass das
Zentralbad am Ischeland gebaut werde. Seine stille Hoffnung sei, dass das ganze
Vorhaben nicht realisiert werden könne. Dann werde Hagenbad froh sein, noch über
Bäderstandorte zu verfügen auf die zurückgegriffen werden könne. Er wüsste zudem
gern, wann im Lennebad die nach DIN vorgesehene Strömungsanlage, welche im
Kirchenbergbad angeblich Hunderttausende Euro gekostet hätte, eingebaut werde.
Herr Buschkühl fordert Klartext. Wenn das Lennebad geschlossen werden
solle, könne dies doch gleich gesagt werden.
Frau Sauerwein stellt fest, dass im Grunde alles gesagt sei.
Herr Kleinsorge geht auf Herrn Strüwer ein. Die Zahlen für 2006 lägen
bereits vor, über die müsse er seit mehreren Tagen verfügen. Polemik solle aus
dem Spiel bleiben. Er weist darauf hin, dass Hagenbad als Dienstleister für die
Stadt gewissen finanziellen Regeln unterliege. Er habe nicht von einer
Schließung des Lennebades gesprochen, sondern von einer neuen Situation ab
2010. Seine Anregung sei, mit allen ins Gespräch zu kommen, um nach
Möglichkeiten für eine Zukunftsgestaltung zu suchen. Für die Jahre 2007, 2008,
und 2009 könne er sagen, dass in den jährlichen Zuschüssen in Höhe von
1.000.000,00 € Investitionen und Sanierungsmaßnahmen enthalten seien,
auch die derzeitigen Öffnungszeiten seien eingeplant. Bezüglich der
Attraktivitätssteigerung im Außenbereich habe die Bezirksvertretung Hagenbad
eine Absage erteilt. Im Innenbereich sei man auf Anregungen und Wünsche
angewiesen, er erinnere allerdings an den vorgegebenen Kostenrahmen. Beim
Kirchenbergbad habe man seinerzeit über eine Grundsanierung diskutiert, wobei
der Bestandsschutz entfalle, der jedoch für DIN-Vorschriften maßgeblich sei. In
laufenden Betrieben gelte der Bestandsschutz weiterhin.
Herr Eschenbach bemerkt, dass die Bezirksvertretung nicht generell gegen
eine Neugestaltung der Außenanlagen am Lennebad eingestellt gewesen sei. Ohne
weiteres sei dies gar nicht durchzuführen gewesen, es hätte neues Planungsrecht
geschaffen werden müssen.
Herr Bense geht noch einmal auf die Öffnungszeiten ein. Die genannten
Zeiten seien die reinen Öffentlichkeitsnutzungsmöglichkeiten. Die Vereine
nutzten das Bad noch bis annähernd 22.00 Uhr. Die Schulen seien ab 08.00 Uhr in
der Anlage, des Weiteren gebe es natürlich noch den Kombinationsbetrieb.
Herr Leisten bemerkt, seit 1999 werde ein neues Konzept für den Lennepark
entwickelt und verwirklicht. Ein integraler Bestandteil dieses Konzeptes sei
immer der Hallenbad-Innenhof gewesen. Man habe sich nie gegen Ideen von
Hagenbad zur Ausgestaltung des Außenbereichs des Lennebades gewehrt, sondern
seit diesem Zeitpunkt Hagenbad aufgefordert, hier ein schlüssiges Gesamtkonzept
vorzustellen, um eventuell einen gemeinsamen Nenner finden zu können.
Herr Eschenbach ist mit der Ausgestaltung der Öffnungszeiten
einverstanden, wolle aber in der nächsten Zeit endlich ein Gesamtkonzept
vorgestellt bekommen, über welches – auch im Zusammenhang mit den
Planungen für den Lennepark - diskutiert werden könne. Ständig würden Bäderdiskussionen
geführt, und es sei endlich an der Zeit, gemeinschaftlich ein Konzept auf die
Beine zu stellen, in welchem alle Aspekte von Hagenbad und auch der
Bezirksvertretung berücksichtigt würden. Herr Grünhagen habe zugesagt, am
31.01.07 an der Sitzung der Bezirksvertretung teilzunehmen. Eventuell habe Herr
Grünhagen ja dann schon einen zu diskutierenden Entwurf dabei, vielleicht
könnten Herr Bense und Herr Kleinsorge dies Herrn Grünhagen antragen. Man müsse
endlich mal einen Schritt weiterkommen, von Hagenbad müsse nun endlich
Initiative gezeigt werden.
Herr Leisten erkundigt sich nach dem im Hallenbad vorhandenen Spielzeug
bzw. den entsprechenden Regularien. Die Austeilung dieses Spielzeugs an Kinder
werde je nach Personal sehr unterschiedlich gehandhabt.
Herr Bense erwidert, er werde diese Information mitnehmen. Seitens
Hagenbad gebe es keine Einschränkung, er werde mit den Schwimmmeistern
sprechen. Eventuell auftretende Schwierigkeiten würden abgestellt.
Herr Palsherm fragt, ab wann die Öffnungszeit am Wochenende auf 08.00 Uhr
vorverlegt werden könne.
Herr Bense antwortet, man könne direkt im neuen Jahr damit beginnen, vor
Weihnachten werde dies aus dienstlichen Gründen nicht möglich sein.
Herr Eschenbach bedankt sich bei Herrn Bense und Herrn Kleinsorge für
ihre Teilnahme an der Sitzung.
