06.12.2006 - 2 Einwohnerfragestunde

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Wortprotokoll

Frau P. teilt mit, im Jugendhilfeausschuss sei beschlossen worden dem Rat der Stadt Hagen vorzuschlagen, den Kindergarten in Holthausen zu schließen. Nur eine politische Entscheidung könne den Kindergarten retten. Sie wolle fragen, ob der BV bewusst sei, dass mit dem Kindergarten der letzte Rest an Infrastruktur des Dorfes Holthausen zerstört werde.

 

Frau K., Leiterin des Kindergartens Auf der Heide e.V., berichtet ebenfalls über die Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Auch ihre Einrichtung drohe geschlossen zu werden. Sie bitte die BV um Unterstützung, neben den zwei geplanten Tagesstättengruppen auch die kleine altersgemischte Gruppe mit den Geschwisterkindern zu erhalten. Man wolle verhindern, diese Kinder, die teilweise noch unter drei Jahre alt sind, umsetzen zu müssen.

 

Herr F. macht darauf aufmerksam, dass vom Kultusministerium als Folge der PISA-Studie eine enge Zusammenarbeit zwischen den Kindergärten und Grundschulen angestrebt werde. Eine konstruktive Zusammenarbeit könne nicht stattfinden, wenn die Holthauser Kinder auf verschiedene Kindergärten verteilt würden. Er bitte, dies bei den Überlegungen zu berücksichtigen.

 

Frau B. erinnert daran, dass zu Jahresbeginn das Kindergartenkonzept seitens der Stadt Hagen und des Landesjugendamtes befürwortet worden sei.

 

Frau C. gibt zu Bedenken, dass einige Mütter in Holthausen ihren Beruf aufgeben müssten, wenn sie ihre Kinder in weiter entfernt liegende Kindergärten bringen müssten. Sie frage, ob der Stadt damit gedient sei, wenn diese Mütter anschließend von staatlicher Unterstützung abhängig würden.

 

Frau S., Elternratsvorsitzende des Ev. Kindergartens Holthausen macht darauf aufmerksam, dass das Dilemma um die Schließung des Kindergartens auf einer Fehlinterpretation des Presbyteriumsbeschlusses durch den Superintendenten beruhe. Das Presbyterium habe den Kindergarten definitiv nicht schließen wollen, was in den Sitzungsprotokollen nachzulesen sei. Sie frage, ob es im Sinne der BV sei, dass durch die Bestätigung dieses Fehlers den betroffenen Kindern und Eltern größte Probleme bereitet würden.

 

Frau K. fragt, wie es für eine berufstätige Mutter möglich sein soll, ihr Kind morgens und mittags mit dem Bus zum Kindergarten zu begleiten. Könne man verantworten, dass aus diesen Gründen einige Kinder nie einen Kindergarten besuchen werden?

 

Frau P. gibt zu dem Thema Verkauf Klippchen 1 zu bedenken, dass dies das einzige Grundstück sei, auf welchem der Verein später einmal ein Vereinsheim bauen könne. Die Möglichkeit, die alte Schule für Vereinstreffen zu nutzen, sei erst einmal nur für 15 Jahre gesichert.

 

Herr Eschenbach schlägt vor, die vorgebrachten Anregungen unter den betroffenen TOP noch einmal aufzugreifen und zu diskutieren.

 

Herr Leisten regt in Anbetracht des großen öffentlichen Interesses an, die Tagesordnungspunkte vorzuziehen.

 

Herr Eschenbach erwidert, wenn keine Bedenken bestünden, sei dies unproblematisch.

 

Bedenken gegen die Änderung der Tagesordnung werden nicht geäußert.

 

Herr Eschenbach erklärt, es werde daher zuerst der Tagesordnungspunkt I.7.3. „Zuschüsse für Kindertageseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft und Anpassung der bestehenden Kindergartenbedarfsplanung“ und anschließend der TOP I.5.2. „Veräußerung des Grundstückes am Holthauser Dorfplatz“ behandelt.

 

(Anm. der Schriftführerin: In der Niederschrift bleibt trotz der zeitlichen Verschiebung die Reihenfolge unverändert.)

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