16.08.2006 - 3.3 Neubau eines Lebensmittel-Nahversorgungsmarktes...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.3
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Mi., 16.08.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Eschenbach macht darauf
aufmerksam, dass zu diesem Punkt ein Antrag von der CDU-Fraktion vorliege.
Herr Dr. Schmidt hat zur
Verdeutlichung Zeichnungen von dem geplanten Gebäude und einen Bebauungplan aus
dem Jahr 1968 mitgebracht. Nach der derzeitigen Rechtslage bestehe ein
Rechtsanspruch auf Verwirklichung des Vorhabens, da die von der Behörde gestellten
Bedingungen erfüllt würden. Die vorliegende Mitteilung habe ausschließlich
rechtlichen Charakter und werde zu Recht im Hinblick auf das
Einzelhandelskonzept diskutiert.
Herr Leisten erinnert an das
zähe Ringen um eine vernünftige Folgenutzung des EGA-Geländes in Elsey. Nun
werde durch das geplante Bauvorhaben eine Konkurrenzsituation geschaffen. Er
sehe daher die bisherigen Planungen der REWE-Gruppe auf dem EGA-Gelände
gefährdet. Der neu gebildete Runde Tisch, der sich mit der
Innenstadtsituation und dem Einzelhandelskonzept befasse, habe erstmals am
09.08.06 getagt und noch keine Ergebnisse erarbeiten können. Diese Ergebnisse
sollten jedoch zunächst abgewartet werden, weshalb er die dringende
Notwendigkeit sehe, zu diesem Zeitpunkt noch einmal Ruhe in die Angelegenheit
zu bringen und die Planung bis zu 12 Monaten auszusetzen. Er bitte daher um
Zustimmung.
Herr Strüwer unterstützt Herrn
Leistens Argumentation. In der Baugesuchskonferenz habe man sich offenbar
überhaupt nicht darum gekümmert, dass es sich hier um einen bereits älteren
Bebauungsplan handele. Die Ladengemeinschaft in Elsey habe von der
Angelegenheit erst aus der Presse erfahren, es seien einfach Tatsachen
geschaffen worden. Es habe in anderen Stadtteilen bei Neuansiedlung von
größeren Lebensmittelgeschäften Diskussionen gegeben, die bis in den HFA und
den Rat hineingestrahlt hätten. Hier habe es offenbar in Politik und
Verwaltungsspitze keine Abstimmung gegeben.
Herr Eschenbach meint, es sei
ihm nicht anders gegangen. Auch er sei von der Nachricht völlig überrascht
worden. Die Angelegenheit sei nicht gelaufen, wie es sich gehöre.
Herr Arnusch sieht die
Konkurrenzsituation genauso wie Herr Leisten und unterstützt den
Beschlussvorschlag.
Daraufhin ergeht folgender
Beschluss:
Die Verwaltung wird
beauftragt, für das betreffende Plangebiet eine Veränderungssperre als Satzung
vorzubereiten und dem Rat der Stadt Hagen umgehend zur Beschlussfassung
vorzulegen.
Hilfsweise wird beantragt, die
Baugenehmigungsbehörde möge die Entscheidung über die Zulässigkeit des
betreffenden Bauvorhabens maximal 12 Monate aussetzen.
(Anm. der Schriftführerin: Der
Beschlussvorschlag ist Anlage 1 zur Niederschrift)
