14.06.2006 - 5.4 Wirtschaftl. Stärkung und Attraktivitätssteiger...

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Leisten erläutert detailliert die Begründung des vorliegenden Beschlussvorschlages und die Situation des Einzelhandels in der Innenstadt. Im Januar dieses Jahres seien in der Hohenlimburger Innenstadt 52 Geschäfte persönlich besucht und ein Fragenkatalog vorgestellt worden. Die Geschäftsleute in der Freiheitstraße seien im Grunde mit der allgemeinen Situation ganz zufrieden, während die Geschäftsleute in der Herrenstraße die Situation völlig anders beurteilten. Dort sei man der Ansicht, die Fußgängerzone möglichst wieder dem Verkehr zu öffnen, zumindest eine Einbahnregelung zu ermöglichen. Man müsse sich ernsthaft Gedanken machen, in der Herrenstraße eine ähnliche Situation wie in Letmathe herzustellen. Es sei nicht daran gedacht, die komplette Fußgängerzone für den Autoverkehr freizugeben. Dies sei aber nicht die einzige denkbare und sinnvolle Maßnahme, die man ergreifen könnte. Die Umstrukturierung der Hohenlimburger Innenstadt solle auch den Busbahnhof umfassen, der nicht der erwartete Verkehrsumschlagplatz, was öffentliche Verkehrsmittel betreffe, geworden sei. Im wesentlichen werde immer noch in der Preinstraße ein- und ausgestiegen. Diesem Umstand solle man Rechnung tragen, indem man sich überlegen müsse, ob man nicht den dort wartenden Fahrgästen Unterstellmöglichkeiten schaffen könne und die ganze Fläche so umgestalte, dass sich die Leute dort ungefährdet bewegen könnten.

In der Bahnstraße, die ja künftig eine ganz andere Verkehrssituation erleben werde, könnte man nicht mehr parallel zur Fahrbahn Parkplätze anbieten, sondern schräge Parkbuchten anlegen, auch zu Lasten des Bürgersteiges, der zum jetzigen Bahnübergang führe, da dieser dort entfallen werde. Man solle nicht den Fehler begehen,  Dauerparkplätze für Beschäftigte einzurichten, sondern Kurzzeitparkplätze für Leute, die ihre Einkäufe einladen und weiterfahren wollen. Er denke an einen Rahmen von 20 Minuten.

 

Herr Palsherm meint dazu, den Wunsch nach wirtschaftlicher Stärkung und Attraktivitätssteigerung könne man nur unterstützen. Er hege jedoch Zweifel bezüglich der Begründung des Beschlussvorschlages.

 

Frau Sauerwein ergänzt, man könne das Ergebnis den angestrebten Prüfauftrages abwarten, anschließend könne man dann noch einmal intensiver darüber diskutieren. Durch den geplanten Brückenbau werde manches einen ganz anderen Charakter bekommen. Es sei sehr viel vom Autoverkehr die Rede, sie selbst sei überzeugte Fußgängerin. Näher an der Fußgängerzone könnten Parkplätze kaum sein als in dem vorhandenen Parkhaus. Je größere Flächen man verkehrsfrei halte, desto besser für die Fußgänger, auch für die Luftqualität in der Innenstadt. Sie selbst halte die Einkaufszone von Hohenlimburg für attraktiv, wirtschaftliche Stärkung sei jedoch trotzdem notwendig. Die neugestaltete Hagener Innenstadt verfüge über eine Sogwirkung. Fraglich sei auch, über wieviel Kaufkraft man in der Region verfüge.

 

Herr Dr. Schmidt schlägt vor, das ganze Thema auf eine größere Basis zu stellen. Er würde einen Zwischenschritt einfügen und anbieten, die Kollegen Planer zu bitten, gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung, Vertretern der Bezirksvertretung und Geschäftsinhabern, eventuell auch mit dem Ordnungsamt ein oder zwei “runde Tische” zu veranstalten, zu diskutieren und vor Ort einen Rundgang zu machen um einen Eindruck zu bekommen, was umsetzbar sei. Danach könne man sagen, man habe nun mehrere Maßnahmen, die auf den Weg zu bringen seien. Er biete an, dies organisatorisch im Sommer in den Stiel zu stoßen. Er halte dies für einen Weg, der am ehesten Ergebnisse bringe.

 

Herr Eisermann greift Frau Sauerweins Beitrag auf und meint, dass das Einkaufen in Hohenlimburg von vielen Hagenern als angenehm empfunden werde. Aber nichtsdestotrotz lehnten viele Hohenlimburger das Parkhaus einfach ab. Von daher sei man zum Handeln gezwungen. Wenn das Gebäude Grünrockstr. 2 verkauft werde, falle auch dort der öffentliche Parkplatz weg. Bezüglich des Parkhauses müsse man generell überlegen, ob es von Nutzen sei. Die meisten Geschäftsleute hätten es positiv gesehen, wenn sich in Hohenlimburg ein kleines Kaufhaus wie z.B. Karstadt in Herdecke ansiedeln würde. Warum nehme man nicht die Fläche dieses Parkhauses und vermarkte diese Fläche neu? Eventuell könne man auch eine Tiefgarage bauen und die oberen Stockwerke anders nutzen. Es sei klar, dass man sich mit den bislang geäußerten Überlegungen nicht nur Freunde schaffen werde.  Es gebe aber ein Problem in der Innenstadt und man könne nicht einfach darüber hinwegsehen.

 

Herr Buschkühl freut sich über die seitens der CDU-Fraktion geäußerten Anregungen, da er diese bereits seit 20 Jahren verfolge. Er erläutert weiterhin die Notwendigkeit, den Einzelhandel mit dem PKW anfahren zu können.

 

Herr Palsherm meint, schließlich wollten alle dasselbe. Er spricht sich dafür aus, Herrn Dr. Schmidts Vorschlag zu akzeptieren und die Debatte zu beenden.

 

Herr Hulvershorn bekräftigt, man werde auf Herrn Dr. Schmidts Vorschlag eingehen, darüber brauche man nicht abzustimmen.

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Beschluss:

 

Die Fachverwaltung wird beauftragt, eine Planung zu erstellen mit dem Ziel, die Hohenlimburger Innenstadt als Stadtteilzentrum wirtschaftlich zu stärken und für die Besucher und Kunden attraktiver zu gestalten. Die Entwicklungen hier sich durch Maßnahmen der Geschäftsinhaber allein nicht mehr nachhaltig zu beeinflussen und erfordern daher dringend gestalterische Eingriffe durch Politik und Verwaltung.

Die Planung soll in der Sitzung nach der Sommerpause 2006 mit ersten Vorschlägen auf den Weg gebracht werden, mit dem Ziel, das abschließende Maßnahmenpaket frühzeitig in den Investitionshaushalt 2007 einzubringen.

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Abstimmungsergebnis:

 

 Einstimmig beschlossen

 

 Mit Mehrheit beschlossen

 

 Einstimmig abgelehnt

 

 Mit Mehrheit abgelehnt

 

 Abgelehnt bei Stimmengleichheit

x

 Ohne Beschlussfassung

 

 Zur Kenntnis genommen