05.04.2006 - 3.2 Jahresbericht der Polizei Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.2
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Mi., 05.04.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Feldhaus stellt sich kurz
vor und erläutert einige Angaben aus dem vorliegenden Jahresbericht der Polizei
Hagen.
Im Jahre 2005 habe es 6908
Unfälle gegeben, dies sei die niedrigste Zahl seit Bestehen dieser Statistik.
Allerdings habe die Schwere der Unfälle und die Zahl der Todesfälle und
Verletzten zugenommen.
Zahlenmäßig liege man im
Landesdurchschnitt auf einem guten Mittelwert.
Man habe eine deutliche
Zunahme bei den durch Verkehrskontrollen festgestellten folgenlosen
Trunkenheitsfahrten zu verzeichnen, hier sei die Zahl von 254 auf 374
gestiegen. 50% der Fahrer hätten durchschnittlich einen hohen Promillewert
gehabt.
Zum Kinderunfallgeschehen
könne er sagen, dass Hohenlimburg sich wie bei den anderen Unfällen auch
auf einem guten Platz befinde. Es gebe keine wirklichen Unfallschwerpunkte.
Auch bei den hier aufgeführten Straßen in Hohenlimburg gebe es einen Rückgang
bei den Verletztenzahlen. Bei der Iserlohner Straße sei die Zahl von 12 auf 6
zurückgegangen, und auch bei der Hohenlimburger Straße habe es einen Rückgang
gegeben. Aus polizeilicher Sicht sei der Bezirk Hohenlimburg völlig
unproblematisch.
Herr Niederköppern erkundigt
sich nach der Intensität der stattfindenden Verkehrserziehungsmaßnahmen durch
die Polizei.
Herr Feldhaus erläutert, die
Polizei betreibe ihre Verkehrserziehung auf drei Säulen fußend. Da gebe es zum
einen die Verkehrserziehung/Verkehrsaufklärung, wozu ein besonders aktives
Tätigwerden in Kindergärten und Grundschulen gehöre. Die zweite Säule sei eine
intensive Verkehrsüberwachung, die dritte Säule beinhalte die Frage nach der Sicherheit
im Verkehrsraum. Gerade bezüglich der Frage nach der Sicherheit im Verkehr
bewege man sich in Hagen oberhalb der bestehenden Erlasslage. Man setze gerade
im Bereich der Kinderunfälle eine eindeutige Favorisierung. Man liege in Hagen,
was die Kindersicherheit betreffe, in Nordrhein-Westfalen von 49 Behörden auf
Platz 6 der sogenannten Bestenliste.
Herr Leisten sagt, er lese nun
zum wiederholten Male, dass der Anteil der verunglückten türkischen und anderen
ausländischen Kinder erheblich höher sei als derjenige der deutschen Kinder. Er
wolle sich hiermit nach den Konsequenzen aus dieser Erkenntnis erkundigen.
Herr Feldhaus erwidert, an
diesem Problem werde bereits von vielen Institutionen gearbeitet. Das
Unfallverhältnis betrage 1:3, dies sei keine akzeptable Größe. Man habe daher
schon sehr früh einen Elternführerschein entwickelt, der bereits im März zu
ersten Aktionen geführt habe. Vor allem türkische Eltern und Kinder seien die
Zielgruppe.
Am 23.4. werde es ein
Kinderfest geben, an welchem ganz gezielt in diesem Bereich gearbeitet werde.
Herr Dr. Neimeier möchte noch
zu einem anderen Thema zwei Fragen stellen. Vor einem Jahr habe man
beschlossen, eine verdeckte Verkehrsüberwachung mit Hilfe einer durch eine
Tonne getarnten Kamera durchzuführen. Er möchte wissen, wann diese eingesetzt
werde. Zweitens wolle er sich erkundigen, ob Herr Feldhaus der Meinung sei,
dass der geplante Zebrastreifen an der Sauerlandstraße tatsächlich mehr
Sicherheit schaffe oder nur mehr Sicherheit suggeriere.
Herr Feldhaus antwortet, die
Radartonne sei bereits angeschafft und im Einsatz. Die Messstellen seien mit
der Polizei abgesprochen, die Wirksamkeit, auch in Zusammenhang mit anderen
Maßnahmen, werde zukünftig bewertet.
Zur Sauerlandstraße wolle er
sagen, dass diese Maßnahme gemeinsam getragen worden sei, die Beschlüsse seien
vorhanden. Sobald das Wetter besser sei, werde die Maßnahme durchgeführt. Er
gehe davon aus, dass der Überweg zusätzliche Sicherheit schaffen werde.
