15.02.2006 - 7.2 Zukunftskonzeption und Neuausrichtung der Hagen...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7.2
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Nord
- Datum:
- Mi., 15.02.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- OB/BC Beteiligungscontrolling
- Bearbeitung:
- Jürgen Reiß
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr
Gerbersmann macht darauf aufmerksam, dass der Beschlussvorschlag
der Verwaltung zu Punkt 2 nicht vollständig sei, da die Politik vorschlagen
müsse, welche Bäder erhalten bleiben sollten.
Herr
Daniels spricht sich dafür aus, das vorliegende Zahlenwerk
insgesamt zur Kenntnis zu nehmen obwohl es Risiken beinhalte. Die Konzeption
eines Zentralbades verfolge an erster Stelle das Ziel Geld einzusparen und
solle zu einer Zuschussreduzierung von 6 Mio. auf 3 Mio. Euro führen, was nur
durch Schließung aller Bäder erreichbar sei. Er betont, dass die Versorgung der
Nutzer, also der Hagener Bürger, der Vereine und des Schulschwimmens,
sicherzustellen sei. Der Bereich des Spaßbades, der den Standort Hagen fördern
solle, beinhalte dabei das größte Risiko. Herr Daniels regt an, das
Neubauvorhaben in zwei getrennte Bauabschnitte zu unterteilen, zunächst die
Errichtung eines konventionellen Bereiches und anschließend die des Spaßbades.
Nur so könne garantiert werden, dass die beabsichtigten Einsparungen auch
tatsächlich erreicht werden könnten. Darüber hinaus könnten während dieses
Prozesses auch Erkenntnisse darüber gewonnen werden, welche Bäder aus
finanziellen Gründen zusätzlich geöffnet bleiben können.
Herr
Hennemann führt aus, dass die CDU-Fraktion vorschlage, die Punkte
2 und 3 fallen zu lassen. Der Punkt 3 beinhalte einen Freibrief für die
Schließung der nicht im Bäderkonzept genannten Bäder.
Herr
Pejic schlägt für die SPD-Fraktion vor, den Absatz 2 um die
Freibäder Hengstey und Hestert sowie um ein Hohenlimburger Bad zu ergänzen und
im Absatz 3 die Worte in einem zukünftigen Bäderkonzept durch die Formulierung
im jetzigen Bäderkonzept zu ersetzen. Dies solle für die in dem derzeitigen
Konzept genannten und beschlossenen zusätzlichen Bäder einen zukünftigen
Bestandsschutz garantieren.
Unter
Bezugnahme auf die Ausführungen von Herrn Daniel räumt Herr Gerbersmann
ein, dass unter rein kaufmännischen Gesichtspunkten alle Bäder geschlossen
werden müssten, die jedoch im Rahmen der Daseinsvorsorge nicht möglich sei.
Eine vorgeschlagene Unterteilung in zwei Bauabschnitte sei nicht möglich, da
die Konzeption des neuen Bades darauf beruhe, den Bereich des sportlichen
Schwimmens vom Freizeitbereich zu trennen. Er macht darauf aufmerksam, dass das
gesamte Konzept finanziell nur vertretbar sei, wenn mit dem Neubau eines
Zentralbades auch die Schließung anderer Bäder einhergehe.
Herr
Kohaupt stellt den von Herrn Pejic formulierten
Beschlussvorschlag zur Abstimmung.
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Nord empfiehlt dem Rat der Stadt
folgenden Beschluss zu fassen:
1.
Der
Rat der Stadt Hagen befürwortet die Errichtung eines zentralen Sport- und
Freizeitbades am Freibadstandort Ischeland und beauftragt schon jetzt den/die
noch zu bestellende/n Vertreter/in in einer noch anzuberaumenden
Gesellschafterversammlung, die Geschäftsführung der Hagener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft
mbH (HVG) bzw. der HAGENBAD GmbH zu beauftragen, dieses Konzept umzusetzen und
alle dafür notwendigen Genehmigungsverfahren und Ausführungsplanungen
einzuleiten. Dies erfolgt unter tarifvertraglicher Absicherung der derzeitigen
Beschäftigten.
2. Im
übrigen beauftragt der Rat der Stadt Hagen den/die Vertreter/in in einer noch
anzuberaumenden Gesellschafterversammlung, der Neuausrichtung der Hagener
Bäderlandschaft mit dem Weiterbetrieb folgender Bäder zuzustimmen:
-
Familienbad Hengstey,
-
Freizeitbad Hestert und
-
einem Hohenlimburger Bad.
3. Die Anlagen, die nicht im
jetzigen Bäderkonzept vorgesehen sind, sind nach Fertigstellung des
zentralen Sport- und Freizeitbades am Standort Ischeland zu schließen und einer
Nachnutzung zuzuführen.
Die
Umsetzung der Vorlage erfolgt bis zum 31.12.2006.
