17.09.2024 - 3 Vortrag zum Thema "Präsenz im Quartier" durch H...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Sitzung:
-
Sitzung des Seniorenbeirates
- Gremium:
- Seniorenbeirat
- Datum:
- Di., 17.09.2024
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Klein ruft den Tagesordnungspunkt auf und bittet Herrn Zündorf um seinen Vortrag.
Herr Zündorf stellt sich und seine Kollegin, Frau Ross (Quartier in Eilpe), vor und führt aus, dass das niederschwellige Angebot „Präsenz im Quartier“ für Bürgerinnen und Bürger im Sozialraum Altenhagen geschaffen worden sei. Neben seinem Arbeitsplatz, der sich im Büro mit zwei Kolleginnen der Familienbegleitung in der Friedensstraße 109 in Altenhagen befinde, gäbe es noch vier weitere Büros von Präsenz im Quartier in den Stadtteilen Eilpe, Wehringhausen, Haspe und Mitte. Hauptziel sei es, die Lebenswirklichkeit von Bewohnerinnen und Bewohnern nachhaltig zu verbessern und zu stärken. Es solle als zentrale, niederschwellige Anlaufstelle eines Beratungsangebotes für alle Bewohnerinnen und Bewohner verstanden werden. Die Menschen finden vor Ort frühzeitige Unterstützung und Begleitung.
Inhaltlich ginge es darum, neben der bereits etablierten Vernetzung der Familienbegleitung, alle Bürgerinnen und Bürger im Sozialraum Altenhagen zu erreichen, die als Zielgruppe außerhalb der Familienbegleitung in Frage kommen. Da im Sozialraum Altenhagen/Eckesey-Süd ca. 20.000 Bürgerinnen und Bürger wohnen und davon ca. 20% Senioren, Alleinstehende, Partnerschaften ohne Kinder seien, spreche man hier von ungefähr 4.000 Personen, die als mögliche Zielgruppe in Frage kämen. Es ginge hauptsächlich um Menschen ab 18 Jahren, die das Kriterium "Familie" nicht erfüllen. Weiter solle inhaltlich der Aufbau und die Koordination eines Netzwerkes im Sozialraum unter Einbeziehung der bestehenden Jugendhilfenetzwerke und stadtweiter Maßnahmen und Angebote ausgebaut werden. Das Angebot habe sich inzwischen herumgesprochen und die Kontakte haben sich seit Beginn verdreifacht.
Darüber hinaus werde eine Lotsenfunktion wahrgenommen, die vermittelt und gegebenenfalls zu Fachdiensten, anderen Einrichtungen und Institutionen/Behörden Kontakt herstellt. Die Koordination erfolge durch Frau Julia Pollmeier von der Stadt Hagen. Eine jährliche Statistik werde anonymisiert aufgestellt, die Altersgruppen und Herkunftsländer sowie die jeweiligen Anliegen erfasse. Es seien ca. 50 % der Menschen aus nicht-EU-Ländern stammend, ca. 30 % sind deutsche Staatsbürger und ca. 17 % kommen aus EU-Ländern.
Es werde angestrebt Angebote zu installieren, die dauerhaft bleiben sollen. Seit Januar biete man ein Seniorencafé speziell für den Stadtteil Altenhagen an, das derzeit noch geringen Zulauf habe.
Herr Klein erfragt, wie es zu dem Namen „Wegbereiter“ gekommen sei.
Herr Zündorf erklärt dazu, dass die ursprünglich von Privatpersonen gegründete „Kita Hegemann“ den Namen durch die Gesellschafter vor einigen Jahren auf „Wegbereiter gGmbH“ geändert worden sei.
Man habe inzwischen 16 Kindertagesstätten und 350 Mitarbeiter verteilt über Hemer, Hagen, Iserlohn und Menden.
Herr Klein erfragt, ob es weitere Angebote für Senioren gäbe.
Herr Zündorf erklärt, dass nach vorheriger Abfrage verschiedene Themengebiete angeboten werden. Kürzlich sei die Pflegeberatung da gewesen und zurzeit sei man im Kontaktaufbau mit den Krankenkassen, dies gestalte sich gerade durch die Corona-Auswirkungen etwas schwieriger.
Herr Homm erinnert an das Projekt Soziale Stadt Wehringhausen, dass nach ausbleibender Förderung eingestampft worden sei. Er hoffe, dass das bis 2025 finanzierte Projekt nicht dasselbe Schicksal ereilt und die Menschen dann wieder allein gelassen werden. Wie könne man – auch als Seniorenbeirat – hier unterstützen?
Herr Zündorf hofft, dass das durch Landesmittel und zum Teil durch kommunale Mittel geförderte Angebot weiter Bestand haben werde.
Frau Ross erklärt dazu, dass man sich auf Fördergelder vom Land bewerben könne, gerade weil das Thema „Vereinsamung bei Senioren“ und auch bei jungen Erwachsenen derzeit viel diskutiert werde.
Herr Klein berichtet, dass im SID eine „Streichliste“ eingesehen werden konnte und dort einige Positionen aufgeführt worden seien, die zukünftig nicht mehr gefördert würden. Zu diesem Thema müssen man dann im SID vortragen.
Herr Zündorf erklärt, er habe das Signal erhalten, dass man stark bemüht sei, das Projekt in allen fünf Stadtteilen aufrecht zu erhalten.
Herr Klein bedankt sich für den Vortrag und die Ausführungen und wünscht alles Gute für den Erhalt dieses wichtigen Angebotes.
