19.09.2006 - 5.10 Programm " Stadtumbau-West" Oberhagen/Eilpehier...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.10
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Mitte
- Datum:
- Di., 19.09.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Berichterstatter: Herr Schumacher und Herr Bauer
Zunächst wird von Herrn Schumacher ausgeführt, dass im Bezug auf den Verkehr in diesem Quartier eine Untersuchung durchgeführt wurde. Im Rahmen des Programms „Stadtumbau West“ könnten jedoch keine verkehrstechnischen Probleme (z.B. Neubau von Straßen) gelöst werden. Man könne nur versuchen für schwächere Verkehrsteilnehmer, insbesondere Fußgänger und Radfahrer, die verkehrliche Situation zu verbessern. Es wurde geprüft, welche Spielräume zur Verfügung stehen, um bessere Bedingungen für diese Verkehrsteilnehmer zu schaffen. Die Prüfung galt insbesondere dem Bereich Frankfurter Straße/Eilper Straße, die als Achse durch das gesamte Gebiet führt. Um weitere städtebauliche und förderungstechnische Spielräume zu schaffen, habe man diesen Straßenzug im neuen Flächennutzungsplan nur noch quartiersbezogene Bedeutung gegeben und sei dadurch nicht mehr Teil des so genannten „relevanten Straßennetzes“.
Insbesondere die Eilper Straße und in Verlängerung ein Teil der Frankfurter Straße sind zu 50% mit reinem Durchgangsverkehr belastet. Wenn dieser reduziert werden könne, würde sich die Situation erheblich verbessern. Im gesamten Bereich bestehe hoher Überquerungsbedarf für Fußgänger, der im Eilper Zentrum auf 150 Überquerungen in 10 Minuten gipfelt.
Im gesamten Straßenzug könnten Fahrradwege in die Straße integriert werden, ohne eigene Radwege zu installieren. Diese sollen dann für verschiedene umliegenden Fahrradrouten an Bedeutung gewinnen.
Er bittet die späteren Ausführungen von Herrn Bauer auch in diesem städtebaulichen Gesichtspunkt zu werten.
Die Nachfrage von Herrn Thormählen wird von Herrn Schumacher so beantwortet, dass der Durchgangsverkehr aus der Selbecke und Eilpe über die Volmetalstraße in die Innenstadt abgeleitet werden soll. Hierzu müsse eventuell die Linksabbieger-Situation an der Marktbrücke verbessert werden, um diese Umgehung attraktiver zu machen.
Herr Homm bittet in diesem Zusammenhang auch verkehrslenkende Maßnahmen durch eventuelle Veränderungen an Kreuzungen vorzunehmen, um die Lebensqualität der Anwohner zu verbessern.
Herr Glaeser begrüßt Herrn Schäfer, als Quartiersmanger und Herrn Bauer vom Planungsbüro „Planquadrat“ aus Dortmund und bittet Herrn Bauer mit seiner Präsentation zu beginnen.
Herr Bauer stellt anhand einer Beamer-Präsentation den gegenwärtigen Stand der Planungen zum Programm „Stadtumbau West – Oberhagen/Eilpe“ vor. Hierzu geht er ausführlich auf die einzelnen Maßnahmenbereiche ein.
Hinweis der
Schriftführerin:
Der vorgestellte Maßnahmenkatalog in Form einer Vorschlagsliste ist als Anlage 12 Gegenstand der Niederschrift.
An der anschließenden Diskussion beteiligen sich die Herren Homm, Löwenstein und Stroschein sowie Frau Purps und für die Verwaltung Herr Schäfer und Herr Schumacher sowie Herr Bauer vom Planungsbüro „Planquadrat“.
Herr Homm bittet auch Wünsche der Bezirksvertretung mit in die Planungen einzubinden, insbesondere den Bereich Frankfurter Straße/Ecke Dödterstraße. Bezüglich der Überquerungshilfe an der Frankfurter Straße in Höhe Elisabethstraße bittet er möglichst keine Parkflächen zu opfern, da der Parkraum dort schon sehr knapp bemessen sei.
Dieses gelte auch für den Parkraum am Oberhagener Bahnhof.
Im Zusammenhang mit der Fassadensanierung an den Elbershallen werde mit Vertretern des Landesministeriums im November 2006 geklärt werden, welche Maßnahmen förderfähig seien und welche nicht. Es wäre dann ein Umbauvertrag zwischen der Stadt Hagen und dem Betreiber der Elbershallen auszuhandeln.
Zu der Nutzung des Bahngeländes wird zu den Bedenken von Herrn Homm und Herrn Löwenstein erwidert, dass neben den bestehenden Gleisen noch genügend zu gestaltender Raum sei sowie auch auf der Bahnbrücke an der Jägerstraße. Dort sind dann lediglich sicherungstechnische Maßnahmen in Form eines Zaunes zu realisieren.
Herr Schäfer führt hierzu ergänzend aus, dass bereits Gespräche mit der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft geführt wurden. Die Bahn habe großes Interesse daran, nicht genutzte Flächen abzugeben. Es sei auch schon ein Prüfauftrag an die Bahnimmobiliengesellschaft gegangen, um einen Gestattungsvertrag für den Bereich nach der Bahnbrücke in Richtung Eilpe mit der Stadt Hagen verhandeln zu können. Ebenso seien auch Gespräche mit der für die Bahn tätige Gesellschaft Aurelis geführte worden, die für den Bereich zwischen der Fa. Putsch und dem Bahngelände zuständig sei.
Man hoffe, trotz der vielen Verhandlungspartner und Unwägbarkeiten in dem zeitlichen Rahmen von 5 Jahren etwas zu erreichen.
Zu den geplanten Grünflächen gibt Herr Löwenstein den Pflegeaufwand und die entsprechenden Kosten zu bedenken. Herr Bauer führt aus, dass es sich überwiegend um wenig pflegeintensive Planungen handelt, dieser Bereich jedoch grüne Bereiche dringend benötige. Diese Flächen würden die Lebensqualität erhöhen und die Abwanderungen damit vermindern.
Herr Stroschein bittet, an der Volmetalstraße in Höhe der auftreffenden Eilper Straße auch eine Linksabbiegerspur in Richtung Mark-E einzurichten, um für die Nutzer der Umgehung die Wege, zurück in den Bereich Oberhagen/Eilpe, zu verkürzen.
Diese Möglichkeit wurde nach Aussage von Herrn Schumacher bereits im Zusammenhang mit dem Fun-Park geprüft. Sie sei zu teuer und nicht finanzierbar.
