07.02.2024 - 3.2 Bericht aus der Wirtschaftsförderung
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.2
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Mi., 07.02.2024
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Dr. Schmitt berichtet zum „Sofortprogramm Innenstadt“, welches am 31.12.2023 ausgelaufen ist und durch das Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“ abgelöst wurde. Die Vermieter haben die Miete auf 70 % reduziert. Die Hagener Wirtschaftsförderung hat angemietet und weiter untervermietet. Der Untermieter zahlt 20 % der Altmiete. Von den verbleibenden 50 % fördert das Land 90 %. Mit dem neuen Programm kann die Förderung aus dem alten Programm nicht fortgeführt werden.
Es konnten in der Stadtmitte 11 Ladenlokale gefördert werden, fünf davon sind über das Förderende hinaus im Mietverhältnis verblieben.
In Hohenlimburg wurden drei Ladenlokale gefördert, in Haspe eins. Sie alle sind nach Förderende im Mietverhältnis verblieben,
Es haben also neun von 15 geförderten Mietverhältnissen das Ende der Förderung überdauert- erfreuliche Impulse gegen die Leerstände in Hagen.
Zum Projekt „HagenHorizonte“ gibt es zu berichten, dass nun die übergeordnete Projektorganisation aufgesetzt worden ist. Diese besteht aus drei Ebenen.
Oben ist die Lenkungsebene, bestehend aus den Spitzen der Initiatoren von „HagenHorizonte“ (Stadt Hagen: Oberbürgermeister Herr Schulz, der Technische Beigeordnete Herr Keune, Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK) Herr Dr. Geruschkat, Geschäftsführer der WirtschaftsförderungHagen GmbH Herr Dr. Schmitt, Rektorin der FernUniversität Hagen Frau Prof. Dr. Pellert).
Auf der mittleren Ebene fungieren Koordinatoren, entsandt aus jeder der vorgenannten Institutionen, welche die obere Ebene mit der unteren Ebene, der operativen Ebene, verknüpfen. Sie unterstützen die untere Ebene und bereiten die von der Lenkungsebene getroffenen Entscheidungen zur Umsetzung vor.
Das Projekt „In/Die RegionWestfalen: Kompetenzen für grüne Produktion“ ist angelaufen. Am 18.01.2024 hat die Wirtschaftsministerin NRW Frau Neubauer einen Zuwendungsbescheid für Hagen über 475.000 € überreicht.
Am heutigen 07.02.2024 hat die Auftaktveranstaltung in Dortmund stattgefunden. Durch dieses Programm konnte in Hagen eine neue Stelle eingerichtet werden, die Bewerbungsgespräche werden in der 7. KW 2024 geführt. Gesucht wird ein sog. „Greencoach“, der die Unternehmen in Hagen in Fragen der Nachhaltigkeit beraten wird.
Das Projekt ist ein Konsortium mit verschiedenen Wirtschaftsförderungen, Dortmund, Bochum, Hamm, Kreis Unna und Hagen. Die gesamte Fördersumme beläuft sich auf 3,6 Mio. €, mit welcher der produzierende Mittelstand aktiv auf seinem Weg zu grüner Produktion unterstützt werden soll. Auf diese Weise soll Südwestfalen zu einer Kompetenzregion für grüne Produktion werden.
Das unter der Federführung der FernUniversität stehende Projekt „Immersive Collaboration Hub (ICH)“ schreitet weiter voran. Hier geht es um das Lernen und Arbeiten mit virtuellen und erweiterten Technologien. Sowohl die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten wie auch das Equipment sind beeindruckend und die FernUni arbeitet mit Hochdruck daran, dass die Eröffnung im Herbst 2024 erfolgen kann.
Zum Projekt „ISG-Mittelstraße“ (Immobilien- und Standortgemeinschaft) verweist Herr Dr. Schmitt auf die Veranstaltung „Hagen handelt“, am 26.02.2024, 18.00 Uhr, im Emil Schumacher Museum. Dort wird ausführlich informiert.
Beim HAGEN.CITY Guthaben, dem Stadtgutscheinsystem, haben das Weihnachtsgeschäft und die Rabattaktion für Fortschritt gesorgt. Inzwischen gibt es 47 angeschlossene Akzeptanzstellen, Tendenz weiter ansteigend.
Herr Ehrhardt fragt wegen der Fußball Europameisterschaft nach. Dortmund ist Spielstätte, Iserlohn ist Basisstation für die Italienische Nationalmannschaft. Die Wirtschaftsförderung/ Marketing Iserlohn initiiert in diesem Zusammenhang etliche Projekte und zeigt sich dabei offen für Kooperationen mit angrenzenden Kommunen.
Er möchte wissen, ob es da schon zur Kontaktaufnahme gekommen ist für Projekte, welche sich auch wirtschaftlich positiv auswirken könnten.
Herr Dr. Schmitt bedankt sich für den Hinweis, ist aber bereits informiert und wird Kontakt aufnehmen. Es wird abgeklärt werden, welche Effekte für Hagen denkbar sind und inwiefern eine lokale bzw. regionale Wirkung erzeugt werden kann.
Herr Römer wünscht sich, dass es bei der Gelegenheit nicht bei einer bloßen Kontaktaufnahme bleibt, sondern für Hagen Werbung gemacht wird.
Herr Römer fragt zu den Mietförderungen, wer dort unter welchen Bedingungen gefördert wurde. Hätte damit nicht die Schließung von GaleriaKaufhof verhindert werden können?
Herr Dr. Schmitt merkt vorweg an, dass er die Bemerkung zu Iserlohn hatte so verstanden wissen wollen, wie es Herr Römer formuliert hat.
GaleriaKaufhof hätte sich mit Hilfe des „Sofortprogramm Innenstadt“ nicht halten können. Zum einen war die Problemlage eine andere, zum anderen waren mit dem Programm nur Ladenlokale bis 300 qm förderbar.
Frau Masuch fragt nach der aktuellen Miethöhe für die Ladenlokale die geblieben sind.
Herr Dr. Schmitt erläutert, dass mit dem Programm zum einen die Vermieter an einen niedrigeren Mietzins herangeführt werden sollten, zum anderen neuen Konzepten eine Chance gegeben werden sollte. Soweit bekannt, konnten sich die verbleibenden Mieter mit den Vermietern auf eine beiderseits verträgliche Miethöhe zwischen 20 und 100% einigen.
