18.06.2024 - 4.1 Vorschlag der Fraktion Bündnis 90/Die GrünenHie...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Frau Funke teilt mit, dass man verwundert über die in der Begründung der Vorlage aufgeworfenen Fragen sei. Diese seien bereits zweifach beantwortet worden, zum einen mündlich durch Herrn Staat (HST) am 13.9.2023, zum anderen schriftlich im Nachgang der Sitzung des 25.10.2023. Herr Staat werde dennoch auf die Fragen der ersten Seite eingehen.

 

Herr Staat merkt zunächst an, die Umstellung des Spätverkehrs sei reibungslos und beinahe ohne Kundenbeschwerden verlaufen. Man müsse die gemeinsame Arbeit von Ausschuss und HST bei der Planung des Nachtexpressnetzes loben.

 

Zu Punkt 1 der Vorlage teilt er mit, dass zum Winter kein Fahrplanwechsel erfolgen werde. Sofern Änderungswünsche aufkämen, werde der nächste größere Wechsel zum Sommer 2025 anstehen. Kleine Änderungen würden nach den Sommerferien dieses Jahres erfolgen, um den besonderen Gegebenheiten der Fußballeuropameisterschaft auszuweichen. Zu nennen seien dabei die Remberglinien, da das neu installierte Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde die Pünktlichkeit und Taktung mehr beeinflusse als vermutet. Diese Probleme seien am Buschey sowie an der Selbecker Straße nicht beobachtbar. Ein morgentlicher Einsatzwagen in Hohenlimburg werde aufgrund mangelnder Frequentierung gestrichen. Zudem werde ein weiterer Einsatzwagen, welcher aus der Innenstadt kommend Richtung Haspe verkehre, zukünftig nur bis zum Buschey fahren. Die eingesparten Kilometer werde man nutzen, um die abendliche Route der 510 aus Rummenohl kommend bis zur Boeler Straße zu erweitern.

 

Des Weiteren führt er aus, dass sich die Schullandschaft durch Schließungen sowie Verlagerungen verändern werde. Darauf müsse man bei der Planung der Einsatzwagen eingehen. Darüber hinaus werde man mit einigen Linien künftig durch die Potthofstr. verkehren. Dies habe man während der Weihnachtszeit erfolgreich getestet und leiste gute Beiträge hinsichtlich der Pünktlichkeit von 518, 519, 527 sowie des Nachtexpresses. Die Änderung trete zum 21.8.2024 in Kraft.

 

In Westerbauer werde man eine Fahrt des Nachtexpresses anpassen. Die vom Bauckloh kommende 543 sei bislang als normale Linie bis nach Haspe verkehrt und sei dann in einen NE übergegangen. Die Änderung sehe vor, dass die Umstellung auf den NE4 bereits in Westerbauer geschehe, ein direkter Anschluss an den NE3 in Richtung Innenstadt sei durch die frühere Abfahrtzeit am Bauckloh gewährleistet. Eine frühzeitigere Umsetzung sei aufgrund der Sperrung der Brücke an der Vogelsanger Straße nicht möglich gewesen. 

 

Hinsichtlich Punkt 2 der Vorlage führt Herr Staat einleitend aus, dass der Wunsch der Politik nach einem Aufgehen der abendlichen Linien in einen Nachtexpress in zahlreichen Vorlagen zum Ausdruck gekommen sei. Dies sei auch bei der in Punkt 2.1. aufgegriffenen Linie 517 von Haspe nach Hohenlimburg geschehen.

 

Die Route der 518 vom Hauptbahnhof nach Emsterfeld (Punkt 2.2.) habe es nie gegeben. Die Linie fahre vielmehr um 22:30 Uhr von der Schanze los. Stattdessen habe es eine zusätzliche Fahrt bis Emsterfeld um 23:00 Uhr gegeben, diese werde nun durch den NE12 ersetzt und abgedeckt. 

 

Anstelle der Linie 542 in Richtung Kabel (Punkt 2.3.) fahre um 23 Uhr nun der NE6 über die Boeler Str. und den Loxbaum bis nach Hengstey.

Bezüglich Punkt 2.4. teilt er mit, dass der NE7 (mittlerweile NE2) aus Stadtmitte kommend in Richtung Helfe/Pieper Str. aufgrund mangelnder Frequentierung eingestellt worden sei. Man könne eine zusätzliche Fahrt dort einführen, dies bedeute aber zusätzliche Kosten.

 

Die fehlende Bedienung der Tondernsiedlung (Punkt 2.5.) stelle keine neue Maßnahme dar. Im Zuge der Umstellung des NE5 sei die Anbindung von Berchum erfolgt, wodurch die Tondernsiedlung zur Beschleunigung der Route entfallen sei. Dies habe keine Kundenbeschwerden nach sich gezogen. Im neuen Nachtexpressplan sei die Bedienung aufgrund fehlender Wende- und Haltezeiten ohnehin nicht mehr möglich.

 

Die Linie 511 werde von der VER zwischen Hagen und Ennepetal betrieben. Diese fahre im Spätverkehr täglich zur Minute 49 aus der Hagener Innenstadt ab. Lediglich sonntags sei eine andere Abfahrtszeit gewählt worden. Die Anpassung auf die Taktung der restlichen Woche habe letztlich eine frühere letzte Abfahrtszeit zur Folge gehabt. Auf Wunsch lasse sich eine zusätzliche spätere Fahrt bestellen, deren Kosten man berücksichtigen müsse.

 

Bezugnehmend auf Punkt 5 der Begründung der Vorlage führt er aus, dass die Anbindung von Elsey, Henkhausen und Reh mit den Nachtexpressen zwischen Sonntag und Donnerstag umgesetzt werden könne. An Wochenenden stünden erreichte Lenkzeiten einer Bedienung im Wege. Auf Wunsch der Politik könne man die Kosten dieses Vorgehens berechnen und dem UKM in seiner kommenden Sitzung präsentieren.

 

Hinsichtlich des Spätverkehrs, welcher den neu entstandenen Beachclub am Südufer des Hengsteysees bediene, teilt er mit, dass der NE6 derzeit zwischen 23 und 1 Uhr bzw. am Wochenende bis 2 Uhr verkehre. Der Beachclub habe allerdings deutlich davon abweichende Öffnungszeiten. Man müsse über die Sinnhaftigkeit der Route nachdenken und den NE6 gegebenenfalls über die Schwerter Str. lenken. Dort sei die Einwohnerdichte und das Potenzial der Route im Spätverkehr deutlich höher.

 

Herr Sporbeck bedankt sich für den Vortrag und merkt an, dass die gemachten Vorschläge es wert seien, sich mit ihnen zu beschäftigen. Bezugnehmend auf die Antworten der Verwaltung auf Anfrage 0973/2023 möchte er wissen, warum die Wartezeit zwischen der letzten Fahrt der 517 und dem einsetzenden NE2 von Haspe Richtung Innenstadt 90 Minuten dauere. Eine ähnliche Zeitspanne liege sonn- und feiertags zwischen der 510 und dem NE3 vom Hauptbahnhof ins Volmetal.

 

Herr Staat erinnert daran, dass seinerzeit eine Fahrt gestrichen worden sei, welche jedoch lediglich bis Eilpe verkehrt sei. Man könne die angesprochenen Fahrplanlücken überprüfen, müsse in den meisten Fällen jedoch zusätzliche Fahrten in Auftrag geben und einkalkulieren.

 

Herr Ludwig berichtet aus eigener Erfahrung von der schlechten Anbindung des Volmetals, insbesondere von Dahl und Priorei. Durch die Unzuverlässigkeit der Volmetalbahn stelle die Wartezeit von 90 Minuten im Busverkehr eine erhebliche Einschränkung der Anwohner dar.

 

Herr König unterstützt den Vorschlag, den Nachtexpress nach Hengstey einzustellen, sollten sich die stark abweichenden Öffnungszeiten des Beachclubs bewahrheiten. Er möchte wissen, ob der Betreiber oder die Stadt Hagen die Sonderfahrten während der Europameisterschaft finanziere. Die gleiche Fragestellung ergebe sich hinsichtlich der Schulbusse der privaten FESH in Vorhalle. Weiterhin fragt er nach, warum die 521 die Tondernsiedlung nicht bediene, obwohl gerade dort eine Mobilstation entstehen solle.

 

Herr Staat erinnert daran, dass der UKM beschlossen habe, die 515 nicht mehr viertelstündlich leer über die Feithstraße in Richtung Loxbaum fahren zu lassen. Stattdessen habe man durch die 521 eine die 515 ergänzende, schnelle und direkte Verbindung nach Halden geschaffen. Bestärkt hätten dieses Vorgehen zahlreiche Anwohnerbeschwerden über die Zahl der über die eng ausgebaute Flensburgstraße verkehrenden Busse. Man könne die Tondernsiedlung in den Fahrplan aufnehmen, widerspreche damit aber dem Bestreben, möglichst schnelle Linien zu etablieren.

 

Die Finanzierung der Sonderfahrten nach Hengstey erfolge während der Vorrunde durch die HST selbst. Die Kosten seien allerdings sehr gering, da in der Nähe laufende Fahrten lediglich verlängert würden. Nach der Vorrunde werde man das Angebot deutlich verringern, da die Frequentierung entgegen der Erwartungen geringer ausfalle.

 

Fahrten zur FESH müssten, wenn sie als Schulbusfahrten abgewickelt würden, von der Schule bestellt werden. Man stehe im Austausch mit dem Träger und habe bisher die Erkenntnis gewonnen, dass der Regelbetrieb ausreiche. Eventuelle Sonderfahrten oder verlängerte Regelfahrten würden der Schule unter privater Führung in Rechnung gestellt werden.

 

Herr Sporbeck fragt nach, ob die gemachten Vorschläge bis zur nächsten Sitzung des UKM geprüft und dargestellt werden könnten.

 

Herr Staat sichert zu, die möglichen Änderungen hinsichtlich der Linien 510, 517, NE2 sowie NE6 zu prüfen und zum 11.9.2024 im UKM darzustellen.

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Beschluss:

 

1. Die Verwaltung wird gebeten zu berichten, welche Maßnahmen einerseits zur Vollendung des Spätverkehrs und andererseits welche sonstigen Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Sommer 2024 und im Winter 2025 vorgesehen sind.

 

2. Die Verwaltung wird gebeten zu berichten, warum beim Fahrplanwechsel im Januar 2024 folgende Angebote mit Abfahrten um ca. 23 Uhr aus der Innenstadt ersatzlos entfallen sind, obwohl die Hagener Straßenbahn AG wiederholt, darauf hingewiesen hat, dass diese im Jahr 2021 eingeführten Fahrten gut von den Fahrgästen angenommen wurden:

 

1. Linie 517 von Haspe über Hbf/Stadtmitte nach Hohenlimburg

 

2. Linie 518 Entfall der Fahrtmöglichkeit um ca. 22:30 Uhr von Hbf/Stadtmitte nach Emsterfeld

 

3. Linie 542 von Hbf/Stadtmitte nach Kabel

 

4. Ehemalige Linie NE7 von Stadtmitte nach Helfe/Pieperstr.

 

5. keine Bedienung mehr der Tondernsiedlung und

 

6. zusätzlich starke Einschränkung bei der letzten Fahrt der Linie 511 an Sonn- und Feiertagen.

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Abstimmungsergebnis:

 

X

 Ohne Beschlussfassung

 

 

 

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Anlagen zur Vorlage