11.06.2024 - 6.3 Anregung nach § 24 GO NRW; hier: Überprüfung de...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.3
- Datum:
- Di., 11.06.2024
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Andreas Beilein
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Dr. Bücker bittet Herrn Dr. Willaredt vom Hagener Forum für Nachhaltigkeit, um eine kurze Erläuterung seines Antrages.
Herr Dr. Willaredt berichtet, dass es sich beim Richard-Römer-Lennebad um ein beispielhaftes Gebäude handelt. Das Hagener Forum für Nachhaltigkeit möchte in diesem Zusammenhang grundsätzlich anregen, bei älteren Gebäuden, die nicht mehr im Rahmen des ursprünglichen Zwecks genutzt werden, die Verwertbarkeit zu prüfen. Das würde bedeuten, dass bevor ein Objekt abgerissen werde, geprüft werden sollte, ob das Gebäude nicht für einen anderen Zweck genutzt werden könnten. Dabei stehe die Nachhaltigkeit im Vordergrund, bei der auch der energetische Aspekt eine Rolle spiele. Herr Dr. Willaredt führt aus, dass beispielhalft geprüft werden könne, ob das Gebäude des Richard-Römer-Lenne-Bades u.a. als Schule oder Kindertageseinrichtung genutzt werden oder dort neuer Wohnraum geschaffen werden könnte, ohne das Objekt abzureißen und etwas Vergleichbares neu errichten zu müssen. Herr Dr. Willaredt ist verwundert, dass die Bezirksvertretung Hohenlimburg nicht in der Beratungsfolge enthalten ist. Ebenfalls erklärt er, dass die anderweitige Nutzung des Objektes ein exemplarisches Thema für einen Bürgerrat sein könnte.
Herr Dr. Bücker bedankt sich bei Herrn Dr. Willaredt für die Ausführungen. Der Vorsitzende begrüßt Herrn Beilein aus dem Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung und erteilt ihm das Wort.
Herr Beilein teilt mit, dass er diese Vorlage aufgrund seiner Zuständigkeit im Rahmen der Stadterneuerung (Fördergebiet Hohenlimburg) erstellt hat und informiert die Ausschussmitglieder darüber, dass vom Fördermittelgeber (Bezirksregierung Arnsberg) empfohlen wurde, die Entwicklung der Flächen des Richard-Römer-Lenne-Bades als eigenständige Maßnahme zu bearbeiten. Herr Beilein ist über die Anregung von Herrn Dr. Willaredt erfreut, da bisher nur vage Ideen vorliegen, welche Entwicklungen im Bereich am bzw. um das Lennebad möglich sein könnten. Eine weitere Nutzung des Gebäudes stehe auch im Interesse der Verwaltung. Daher wurde bereits Kontakt mit dem Eigentümer (städtische Tochtergesellschaft) aufgenommen, um über das weitere Vorgehen zu sprechen. Eine große Frage sei, inwieweit das Gebäude anderweitig nutzbar ist. Hierbei ist zu klären, welche Nutzung sinnvoll wäre, um vielleicht wirtschaftlich tragbare zu sein und im öffentlichen Interesse stehen zu können.
Herr Beilein beschreibt die Örtlichkeiten und weist darauf hin, dass es auf der Fläche auch noch weitere Nebengebäude mit Wohnungen und einer aktuell stillgelegten Gastronomieeinheit gebe. Diese müssten ebenfalls bei einem eventuellen Abriss oder Teilabriss bedacht werden. Bei der Planung sollte berücksichtigt werden, dass durch die Maßnahme keine Konkurrenz zur Hohenlimburger Innenstadt entstehen darf. Herr Beilein verweist in diesem Zusammenhang auf ein bereits jetzt bestehendes gastronomisches Angebot in der Hohenlimburger Innenstadt, so dass dies keine sinnvolle Option für die Nutzung im Bereich Lennebad sei. Ähnlich sei es mit einer möglichen Nutzung als größere parkähnliche Grünfläche. Diese ist sehr unterhaltsintensiv und steht mit den in Hohenlimburg zentral angelegten Grünflächen, teilweise mit Zugang zur Lenne, in Konkurrenz.
Herr Beilein führt aus, dass für einen Förderantrag eine konkrete Planung der Bezirksregierung Arnsberg vorliegen müsse. Dabei muss festgelegt werden, ob entweder ein Teilabriss oder ein Abriss vorgenommen werden soll oder eine Umnutzung angedacht ist. Auch die Förderfähigkeit spielt dabei eine große Rolle.
Herr Beilein ergänzt, dass noch weitere Aspekte berücksichtigt werden müssen, wie beispielsweise eine mögliche Bodenbelastung, bei der es sinnvoll wäre, das Gebäude zu erhalten. Wie an den vorgetragenen Beispielen erkennbar, ist eine konkrete Planung nicht ohne größere Prüfung möglich.
Herr Dr. Bücker bedankt sich bei Herrn Beilein und eröffnet die Diskussion.
Frau Cramer erklärt, dass sie eine Beratung dieser Thematik in der Bezirksvertretung Hohenlimburg als sinnvoll erachtet, bevor diese im Ausschuss für Bürgeranregungen und Bürgerbeteiligung behandelt werde.
Herr Jostes weist daraufhin, dass in diesem Gebäudekomplex ebenfalls eine Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt ansässig ist und regt an, die Arbeiterwohlfahrt mit in die weiteren Überlegungsprozesse einzubinden.
Frau Peddinghaus regt an, Wohnungen für Senioren vor Ort einzurichten.
Herr Beilein erläutert, dass die Bezirksregierung Hohenlimburg selbstverständlich mit involviert sei. Der Fachbereich habe von der Bezirksvertretung den Auftrag erhalten, bezüglich des Lennebades konkretere Vorschläge zu erstellen. Bei der Bearbeitung sei aufgefallen, dass die aktuellen Überlegungen zur Umnutzung / Nutzung des Lennebades noch sehr vage sind. Daher befände man sich noch am Anfang und die Überlegungen können in alle Richtungen gehen. Ein Service-Wohnen für Senioren wäre ebenfalls eine Überlegung.
Herr Stricker teilt mit, dass für die zwei ehemaligen Hallenbäder in Hagen eine vernünftige, alternative Nutzung gefunden wurde und er daher davon ausgehe, dass eine sinnvolle Lösung auf für das Richard-Römer-Lenne-Bad gefunden werde.
Herr Römer berichtet, dass das vor Ort ansässige Café von vielen Fahrradfahrern und Wanderern besucht werde. Daher sollte man überlegen, dieses Café als Anlaufstelle für diese Zielgruppen zu erhalten.
Herr Beilein erklärt, dass diese Art von Überlegungen in den zukünftigen Prozess mit aufgenommen werden sollen, dabei ist u. a. zu klären, welche Bereiche gegebenenfalls erhalten bleiben sollen, z.B. ob die Gastronomie weiterhin bestehen bleibt oder vollständig in die Hohenlimburger Innenstadt verlagert wird. Herr Beilein weist auf notwendige, strategische Überlegungen hin.
Herr Dr. Bücker beendet die Diskussion und bittet um Abstimmung über den vorliegenden Beschlussvorschlag.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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