17.08.2006 - 6.10 Einführung eines Flächenpools und Ökokontos für...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.10
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 17.08.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:32
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Kai Gockel
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Herr Weber erbittet inhaltliche Erläuterungen zu der Vorlage. Er teilt mit, dass es
teilweise - auch aufgrund der verwendeten Begrifflichkeiten - nicht einfach
war, die Inhalte der Vorlage nachzuvollziehen. Er weist darauf hin, dass in der
SPD-Fraktion diskutiert wurde, ob die seinerzeit mit den Umweltverbänden
ausgehandelte Berechnungsgrundlage und das damit verbundene Bewertungsverfahren
nicht sinnvollerweise herangezogen werden sollte. Hierzu wünscht die
SPD-Fraktion eine Auskunft der Verwaltung. Darüber hinaus weist er auf den
ersten Abschnitt von Seite 7 der Vorlage hin. Hier besteht keine Konformität
zum gefassten Ratsbeschluss, so dass er darum bittet, die Verwaltung möge einen
Beschlussvorschlag formulieren, der damit in Einklang gebracht werden kann,
dass Maßnahmen im Innenbereich zulässig sind.
Herr Dr. Ramrath teilt mit, dass die CDU-Fraktion die Vorlage
begrüßt, weil diese den Weg eröffnet, mit dem Flächenpools und dem Ökokontos zu
starten. Im Stadtentwicklungsausschuss wird noch zu diskutieren sein, dass
möglichst wenig Restriktionen eingebaut werden. Tragender Gedanke ist, Eingriff
und Ausgleich zu entflechten. Hierdurch soll das Bauen erleichtert und
beschleunigt werden. Er erläutert hierzu die Schwierigkeiten, mit denen
Bauherren in der Vergangenheit zu kämpfen hatten, wodurch sich Baumaßnahmen
oftmals verzögert haben. Mit dem Ökokonto wird es nun möglich, dass ein Bauherr
seine Baumaßnahme durchführt und sich den Ausgleich durch das Einzahlen in das
Ökokonto erkaufen oder wertgleich einbringen kann. Der Träger des Ökokontos
kann wiederum entscheiden, welche Flächen mit diesen Geldern ökologisch
aufgewertet werden sollen.
Frau Priester-Büdenbender befürwortet im Namen der SPD-Fraktion ebenfalls
die Einführung des Flächenpools und des Ökokontos. Für ihre Fraktion haben sich
jedoch noch Fragen ergeben. Sie weist darauf hin, dass in der Bezirksvertretung
Eilpe/Dahl die Information eingefordert wurde, welche städtischen und privaten
Flächen zur Verfügung stehen, die für diesen Fall genutzt werden können. In der
Bezirksvertretung Eilpe/Dahl wurde am 16.08.2006 erstmalig eine Karte, aus der
die Flächen ersichtlich sind, vorgestellt. Die Frage der räumlichen Öffnung,
die Herr Dr. Ramrath angesprochen hat, ist noch weiter zu diskutieren. Ferner
ist zu prüfen, ob diejenigen, die im Vorfeld bereits Leistungen erbracht haben,
hier mit einbezogen werden können. Frau Priester-Büdenbender schlägt vor, den
Punkt um einen Monat in der Beratung zu schieben, damit die Gelegenheit
besteht, sich inhaltlich erneut mit der Vorlage auseinandersetzen zu können.
Eine entsprechende Zusage wurde von der Verwaltung in der Sitzung der
Bezirksvertretung Eilpe/Dahl am 16.08.2006 gegeben.
Herr Riechel plädiert ebenfalls dafür, dies heute als erste Lesung anzusehen.
Herr Dr. Fischer schließt sich dem Vorschlag von Frau
Priester-Büdenbender und Herrn Riechel an.
Bedenken, diese Beratung als eine erste Lesung
anzusehen, bestehen nicht.
Beschluss:
Der Rat
der Stadt Hagen beschließt:
1.
die
Einführung eines Flächenpools und Ökokontos für die Eingriffsregelungen nach
dem Baugesetzbuch und dem Landschaftsgesetz NRW zum 01.09.2006 und
2.
die
Einführung des Bewertungsverfahrens ARGE für die Ermittlung von Eingriffen und
dessen Ausgleich/Ersatz in der Bauleitplanung und nach Landschaftsgesetz für
das Stadtgebiet Hagen in Verbindung mit dem Biotoptypenschlüssel der
Landesanstalt für Ökologie.
