16.02.2006 - 5.1 Gemeinsamer Vorschlag der CDU und SPD Fraktionh...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.1
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 16.02.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau
Klos-Eckermann erläutert zum Antrag, dass die Kinderbetreuung von
Kindern unter 3 Jahren schon seit langem ein zentrales familienpolitisches
Thema ist. Seit dem 11.01.2006 hat Hagen ein Bündnis für Familie. Ziel ist es,
die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Im vergangenen Jahr
wurde von der Verwaltung der Bedarf von Kindergartenplätzen sowie der Bedarf
von Betreuungsplätzen für Kinder unter 3 Jahren abgefragt. Es hat sich dabei im
Sommer 2005 ein Bedarf von rd. 1700 Plätzen für das gesamte Stadtgebiet
abgezeichnet. Sie bittet darum, für dieses Jahr schon ein erstes Signal zum
Einstieg in die Bereitstellung der notwendigen Betreuungsplätze zu setzen. Frau
Klos-Eckermann bittet daher um Zustimmung zu dem Antrag.
Herr
Strüwer schließt sich den Ausführungen von Frau Klos-Eckermann
an und unterstreicht, dass die Familienfreundlichkeit ein großes Thema ist. Er
weist darauf hin, dass das Land die Kostenlast auf die Kommune abwälzt, dass
sich die Kommune jedoch trotzdem der Herausforderung stellen sollte und führt
hier zur Untermauerung noch den Bevölkerungsrückgang, auf den zu reagieren ist,
an. Er schlägt vor, dass man an der Verknüpfung der Bereiche Kindertagesstätte,
U3-Betreuung und offene Ganztagsschulen miteinander verknüpfen sollte, um
daraus positive Effekte zu erzielen. Er streicht ausdrücklich das positive
Engagement der freien Träger auf diesem Gebiet heraus. Ziel mit dem Antrag ist
es, die Verwaltung für die nächsten Jahre dazu aufzufordern, sowohl die
finanziellen Auswirkungen als auch die praktischen Lösungsansätze zu
formulieren.
Herr
Thielmann teilt für die FDP-Fraktion mit, dass die Zielsetzung
des Antrags mitgetragen wird. Er möchte jedoch zunächst einen Überblick über
die Kosten gewinnen, bevor über den Antrag abgestimmt wird.
Frau
Kingreen signalisiert für die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen
auch die Zustimmung zu diesem Antrag. Es sollte geprüft werden, ob freie Plätze
bei den Kindertageseinrichtungen für die U3-Betreuung genutzt werden können.
Herr
Dr. Schmidt zeigt sich froh über diesen Anstoß, nicht zuletzt vor
dem Hintergrund des demografischen Wandels. Es haben erste Trägergespräche
stattgefunden. Ergebnis ist, dass es nicht leicht sein wird, neue Gruppen zu
öffnen. Herr Dr. Schmidt stellt entsprechende detaillierte Vorlagen für den
Beratungsgang im März 2006, mit dazu gehörendem Stufenplan, in Aussicht.
Zwischen ihm und Herrn Gerbersmann wurde bereits abgestimmt, dass das Thema
besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Kosten werden in den Vorlagen ebenfalls
beziffert werden.
Beschluss:
1. Der Rat der Stadt Hagen beschließt, das
Angebot für die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren auszubauen.
Der Rat beauftragt die Verwaltung, auf Grund der
vorhandenen Erhebungsdaten den Handlungsrahmen für die kommenden Jahre im
Hinblick sowohl auf die benötigten Plätze als auch auf die verfügbaren
finanziellen Ressourcen abzustecken. Der aktuelle Sachstand soll regelmäßig im
Rahmen der Jugendhilfeplanung erfolgen.
2. Erklärtes Ziel ist es, bis zum Jahr 2010 eine
bedarfsgerechte Versorgungsquote, mindestens jedoch 15 Prozent zu erreichen.
Damit wird in den nächsten 4 Jahren nahezu eine Verdoppelung des jetzigen
Angebots erreicht. Das Angebot soll sowohl in institutionalisierter Form als
auch als Tagespflege geleistet werden.
3. Die Verwaltung wird
beauftragt, ein Sofortprogramm für das Kindergartenjahr 2006/07 vorzulegen.
Dabei sollen neben der Nutzung frei werdender Kindertagesplätze durch den
demographischen Faktor die bestehenden Angebots- und Gruppenformen des
"Gesetzes über die Tageseinrichtungen für Kinder in NRW" (GTK-NW)
ausgeschöpft, aber auch die außerhalb des GTK möglichen Modelle (Sondergruppen
für Kinder ab 2 Jahren, Spielgruppen in sozial belasteten Stadtteilen u. a.)
einbezogen werden. Dieses Sofortprogramm ist den politischen Gremien
unverzüglich vorzulegen.
4. Die Verwaltung wird
aufgefordert, die für den Ausbau benötigten Finanzmittel und die Gegenfinanzierung
darzustellen.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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(wie Dokument)
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27,7 kB
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