09.11.2006 - 5.1 Evolutionspark Hagen-Zweiter mündlicher Zwische...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 09.11.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Berichterstatter/-in: Frau Hobein, Herr Hauck und
Herr Dr. Schewe
Hinweis des Schriftführers: Die
Berichterstattung erfolgt anhand einer
Beamerpräsentation.
Herr Hauck erinnert zu Beginn der Berichterstattung an den ersten mündlichen Zwischenbericht
in der Ratssitzung vom 22.06.2006. In der heutigen Präsentation soll der nun
erreichte Stand über die Neuigkeiten der Hagener Fundlandschaft sowie eine Perspektive
über mögliche Besucherzahlen des Evolutionsparks dargestellt werden. In der
Bauleitplanung wurden nach der Bürgerbeteiligung im ersten Halbjahr dieses
Jahres nun die Träger der öffentlichen Belange beteiligt. Diese Ergebnisse
werden zurzeit ausgewertet, so dass entsprechend dem Beschluss des Rates, diese
Bauleitpläne für die öffentliche Auslegung und den damit notwendigen internen
und externen Untersuchungen vorbereitet werden können.
Frau Hobein fährt mit der archäologischen Fundlandschaft Hagen fort und die damit zusammenhängenden
sensationellen Neufunde in der Blätterhöhle. Diese sind in der Anlage 13, welche der Niederschrift
beigefügt ist, ausführlich dokumentiert.
Herr Dr. Schewe erläutert die im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen grundlegenden
Analysen zum Evolutionspark, die sich auf die Voraussetzungen, Rahmenbedingungen,
Ersteinschätzung des Konzeptes sowie der Standtortbewertung beziehen. Darüber
hinaus wurde eine Marktanalyse erstellt und eine Untersuchung zum möglichen
Besucherpotenzial durchgeführt. Im Ergebnis ist festzustellen, dass der
Evolutionspark die Attraktivität, Zentralität und das Image der Stadt Hagen
deutlich verbessern kann. Aufgrund der touristischen Gesamtentwicklung des
Ruhrtals, kann der Evolutionspark zu einem herausragenden touristischen Projekt
im Ruhrgebiet werden, mit einer möglichen nach jetzigem Planungsstand
vorläufigen jährlichen Besucherzahl von ca. 1,36 Millionen Besucher.
Frau Hobein ergänzt, dass es sich bei dem genannten Besucherpotenzial um eine erreichbare
Zielgröße und nicht um einen automatischen Selbstläufer handele. Um dieses
mögliche Besucherpotenzial zu erreichen, werden die möglichen Risiken bereits
im Vorfeld analysiert und minimiert. Der vorgesehene Zeitplan der nächsten
Monate enthalte eine weitere mündliche Berichterstattung in der Ratssitzung am
14. Dezember 2006, in der die regionalwirtschaftlichen Effekte mit den zu
erwartenden regionalen Wertschöpfungsquoten und der damit verbunden Anzahl an
Arbeitsplätzen dargestellt werden. In der Ratssitzung im Februar 2007 werde das
Ergebnis der Gutachten zur Wirtschaftlichkeit des Evolutionsparks den
Ratsmitgliedern vorgestellt.
Herr Hauck stellt die weiteren Arbeitsschritte vor, die sich mit den Untersuchungen
zur Auswahl der notwendigen Gastronomien und den Hotelbetrieben sowie mit der
Darstellung der themenbezogenen Landwirtschaft im Park beschäftigen werden. Auf
der Ebene der Bauleitplanung soll den Ratsmitgliedern im Februar 2007 der
Satzungsbeschluss über den städtebaulichen Entwicklungsbereich vorgestellt
werden. Der Beschluss über die öffentliche Auslegung der verschiedenen
Bauleitpläne soll im März 2007 dem Rat zur Entscheidung vorliegen.
Herr Jochen Weber sieht in diesem Projekt eine großartige Chance
zur touristischen Erschließung der Stadt Hagen. Dabei sei ein
Verkehrsentwicklungskonzept ein wesentlicher Bestandteil der zukünftigen
Planungen.
Herr Hauck teilt die Auffassung von Herrn Jochen Weber und bestätigt, dass
es bereits erste Ansätze zur Verkehrsentwicklung gäbe, die bereits in die
Bauleitplanung einfließen würden.
Auf die Frage von Herrn Asbeck, inwieweit
mögliche Besucher den Evolutionspark mehrmals aufsuchen werden, antwortet Herr
Dr. Schewe, dass diese Möglichkeit bei der potenziellen jährlichen Besucherzahl
mit berücksichtigt wurde.
Herr Marscheider signalisiert für seine Fraktion Bürger für Hagen
die Unterstützung zur Realisierung des Evolutionsparks zu und bittet um
rechtzeitige Informationen zur Finanzierung dieses Projektes. Darüber hinaus
bemängelt Herr Marscheider, dass die Verwaltung die Zusage einer
Verwaltungsvorlage für den Monat Dezember nicht eingehalten habe.
Herr Hauck begründet die Verschiebung des Satzungsbeschlusses um zwei Monate mit
der noch ausstehenden Wirtschaftlichkeitsprüfung.
Frau Hobein fügt hinzu, dass der mögliche Umsatz zunächst berechnet werden musste.
Ausgehend davon werde nun die Verwaltung prüfen, welches Investment
wirtschaftlich zu verantworten ist. Danach werde der Rahmen einer möglichen
Betätigung festgelegt.
Frau Kuschel-Eisermann möchte wissen, ob das Projektentwicklungsbüro
von Herrn Dr. Schewe ein solches Projekt wie den Evolutionspark schon
mal entwickelt habe. Ergänzend fragt Frau Kuschel-Eisermann nach der
möglichen niedrigsten Besucherzahl.
Herr Dr. Schewe verweist auf eine von seinem Büro vorgenommene Entwicklungsstudie zur
Neugestaltung und Wiederbelebung des Loreleyfelsens und –plateaus in St.
Goarshausen. Die niedrigste Besucherzahl sei abhängig vom allgemeinen
investierbaren möglichen Gesamtpotenzial.
Frau Hobein ergänzt, dass es eine Analyse anhand einer entsprechenden
Kosten-Nutzen-Matrix im Februar 2007 geben werde, welche Besucherzahlen bei
welcher Renditeerwartung insgesamt eine bestimmte Investition bedeuten.
Herr Thielmann steht diesem Projekt positiv gegenüber, bittet aber ebenfalls um finanzielle
Aufklärung um eine sachgerechte Entscheidung treffen zu können.
Herr Kohaupt berichtet von den stattgefundenen Bürgeranhörungen im Hagener Norden, in
denen gerade die Verkehrsentwicklung in den geplanten Bereichen rege diskutiert
wurde. Aus diesem Grund ist für den Hagener Norden die verkehrliche Entwicklung
von besonderer Bedeutung.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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443,2 kB
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