09.11.2006 - 5.15 Neugestaltung der Elternbeiträge nach GTK
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.15
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 09.11.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Oberbürgermeister Demnitz bedankt sich bei allen Beteiligten für den
gemeinsamen erarbeitenden verantwortbaren Beschlussvorschlag zur Neugestaltung
der Elternbeiträge.
Herr Hammer erklärt für seine Fraktion Bürger für Hagen, dass diese ihre Zustimmung
zum ausgearbeiteten Beschlussvorschlag nicht geben werden. Hagen werde durch
eine Gebührenerhöhung in diesem Bereich an Attraktivität verlieren und sich
nicht mehr familienfreundlich darstellen können. Die Verwaltung sollte darüber
nachdenken, ob die Betreuung der Kinder in Hagen bis 2012 nicht kostenfrei
möglich sei. So könnte der Demographischen Entwicklung entgegen getreten
werden.
Herr Dr. Bücker unterstützt die Aussagen von Herrn Hammer und lehnt seine Zustimmung
zu diesem Beschlussvorschlag ebenfalls ab.
Herr Manfred Weber erklärt für seine Fraktion Die Linke.PDS, dass
diese ihre Zustimmung zum Beschlussvorschlag nicht geben werden. Die Hagener
Familien seien mit anderen Gebührenerhöhungen genug belastet.
Herr Dücker teilt den Standpunkt der FDP-Fraktion mit. Diese habe sich intensiv mit
dem Ausfall von 1,5 Millionen Euro Landesmittel beschäftigt. Die vorliegende
Staffelung unter Hinzuziehung der neuen Steuerreform, sehe nur in den
Einkommensstufen sechs und sieben eine leichte Erhöhung der Beiträge vor. Die
FDP-Fraktion werde ihre Zustimmung zu diesem Beschlussvorschlag geben.
Herr Strüwer hebt hervor, dass sich die Stadt Hagen mittelfristig, unter den gegebenen
finanziellen Bedingungen, keine Beitragsbefreiung in den Kindertagesstätten
leisten könne. Mit den Betreibern der Kindertagestätten sei der
Beschlussvorschlag erarbeitet und in der bestehenden Form beschlossen worden.
Die soziale Ausgewogenheit sei mit der vorliegenden Beitragsstaffelung
gewährleistet.
Herr Gerbersmann ist der Ansicht, dass sich die Verwaltung mit
dem vorliegenden Beschlussvorschlag rechtlich auf der sicheren Seite befinde.
In der letzten Sitzung des Finanzausschusses des Deutschen Städtetages habe der
Vertreter des Innenministers deutlich gemacht, dass das Innenministerium bei
Haushaltssicherungskommunen es nicht hinnehmen werde, dass die wegfallenden
Landesmittel bei den Kindertagesstätten als freiwillige Leistung selber übernommen
werden. Das Innenministerium werde genau darauf achten, ob diese Mittel
eingespart oder über die Elternbeiträge kompensiert werden. Mit dieser neuen
Regelung ist dem Haushaltsrecht Rechnung getragen worden.
Herr Riechel erinnert an seine vorgetragene Haushaltsrede, die unter anderem genau diese
Problematik angesprochen habe. Aufgrund zurzeit fehlender Alternativen habe
seine Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen an diesem Kompromiss mitgearbeitet, um
die vorhandenen sozialen Schieflagen einigermaßen abzuwehren.
Herr Sondermeyer kann nicht erkennen, dass durch den vorliegenden
Beschlussvorschlag für die Hagener Familien ein Vorteil entstehe. Tatsache ist,
dass eine Gebührenerhöhung durchgeführt werde.
Frau Klos-Eckermann verwehrt sich gegen den Vorwurf der Fraktion
Bürger für Hagen, der in allen Vorberatungen immer wieder zu tragen gekommen
ist. Alle an den Beratungen beteiligten Personen haben im Sinne der Hagener
Familien gehandelt. Unter den vorgegebenen Möglichkeiten wurde diese
Beitragsstaffelung erarbeitet, die sich, entgegen der Auffassung der Bürger für
Hagen, sehr wohl als familienfreundlich und fair erweise.
Herr Thielmann bekräftigt den Wortbeitrag von Frau Klos-Eckermann und weist
erneut darauf hin, dass sich für die meisten Familien nach Steuerwirkung eine
wesentliche Entlastung ergäbe.
Herr Flebus erklärt für die Republikaner, dass diese dem Beschlussvorschlag zustimmen
werden.
Herr Oberbürgermeister Demnitz lässt über den Beschlussvorschlag des Haupt- und
Finanzausschusses abstimmen.
Anlagen
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(wie Dokument)
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129,5 kB
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