09.11.2006 - 6 Anfragen gemäß § 6 Absatz 8 der Geschäftsordnun...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 09.11.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Frau Priester-Büdenbender bezieht sich auf die in der heutigen Ratssitzung
gemachte Mitteilung von Herrn Dr. Bleicher zur Trinkwasserversorgung
Hasper Talsperre. Die darin gemachte Aussage zum nicht erforderlichen weiteren Beschluss
des Aufsichtsrates stehe kontrovers zu den gemachten Ausführungen von Vertretern
der mark-E im Umweltausschuss. Frau Priester-Büdenbender bittet um
Aufklärung.
Herr Oberbürgermeister Demnitz verweist auf die bestehende Beschlusslage bei
mark-E. Ergänzend geht Herr Oberbürgermeister Demnitz auf das
Unternehmen SEWAG ein. Der Vorstand dieses Unternehmens werde bis ca. Mitte
nächsten Jahres alle erforderlichen Fakten und Zahlen zusammentragen, den
Aufsichtsratsmitgliedern vorstellen und eine sachgerechte Entscheidung in
dieser Thematik herbeiführen. Zum heutigen Zeitpunkt gäbe es keine Tendenz von
der Trinkwasserversorgung aus der Hasper Talsperre Abstand zu nehmen. Herr
Oberbürgermeister Demnitz macht deutlich, dass städtische Vertreter in
einer Aktiengesellschaft nur unter bestimmten Voraussetzungen zu einem
bestimmten Verhalten im Aufsichtsrat seitens des Rates aufgefordert werden
können, um die Interessen der Stadt Hagen zu wahren. Dabei ist zu beachten,
dass die entsandten Vertreter auch im Sinne des Unternehmens entscheiden müssen.
Herr Romberg bemerkt, dass der Weiterbetrieb der Trinkwasserversorgung aus der Hasper
Talsperre mit erheblichen Auflagen und Kosten verbunden sei und fragt nach, ob die
dafür erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen.
Herr Oberbürgermeister Demnitz informiert darüber, dass das bisherige Verfahren
planmäßig verlaufe und in der bestehenden Form abgestimmt sei. Im Laufe des
Jahres 2007 werde es erneut eine Darstellung über das Wasserrecht und den
dazugehörigen Änderungen geben.
Frau Kingreen erinnert an die Beantragung der Landesfördermittel von den Stadtwerken
Hagen zur Sanierung der Talsperre Anfang der 90er Jahre. Zur Begründung dieser
Investition habe es ein ausführliches Gutachten als Bestandteil des Antrages
gegeben, dass die Notwendigkeit dieser Talsperre für die regionale Versorgung
der kommenden 80 bis 100 Jahre begründet habe. Frau Kingreen fragt nach,
ob den Ratsfraktionen je ein Exemplar des damaligen Gutachtens zur Verfügung
gestellt werden kann.
Herr Oberbürgermeister Demnitz sichert dies zu, soweit dieses Gutachten der
Verwaltung vorliegt.
Herr Hammer bezieht sich bei seiner Anfrage auf die ausgefallene Ampelanlage Buscheystraße/
Ecke Bergischer Ring und fragt nach, warum für die Ausfallzeit nicht eine
Ersatzsignalanlage in Betrieb genommen wurde.
Herr Grothe teilt mit, dass sich die Verwaltung aus Kostengründen dazu entschlossen
habe, die Ampelanlage mit neuen Steuergeräten zu versehen. Diese seien bereits
bestellt, so dass eine umgehende Instandsetzung erfolgen werde.
Herr Marscheider fragt nach, warum die in der Ratssitzung am
31.08.2006 von der Verwaltung gemachten Zusage zum Thema
„Mittelstandsfreundliche Verwaltung“ bis heute nicht eingehalten
wurde.
Herr Gregull erklärt, dass inzwischen von der Fachverwaltung eine ca. 40 Seiten
starke Stellungnahme zum so genannten „Leistungsbündel der
Wirtschaft“ vorliege. Dieses Leistungsbündel müsse noch mit dem
Zuschussgeber abgestimmt werden. Im Anschluss daran, werde ein Arbeits- und
Zeitplan aufgestellt. Danach könne der Rat sicher über die Inhalte informiert
werden.
Herr Jochen Weber bezieht sich auf den in Hagen bereits
durchgeführten illegalen Ankauf von Elektroschrott und der damit
zusammenhängenden Aussage des Deutschen Städtetages, diesen durch die unteren
Behörden unterbinden zu wollen. Herr Jochen Weber möchte in diesem
Zusammenhang wissen, welche Maßnahmen die Verwaltung beabsichtige, den
illegalen Kauf von Elektroschrott zu unterbinden.
Herr Dr. Bleicher sichert eine schriftliche Antwort zu.
Frau Kurte bittet im Rahmen des Beschlussverfolgungssystems um Auskunft, warum zum überarbeiteten
Gesellschaftervertrag der agentur mark, der am 21.12.2005 beschlossen wurde,
noch keine Genehmigung der Bezirksregierung Arnsberg vorliege.
Nach Kenntnisstand von Herr Hoffmann fehlt
noch ein Beschluss aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis. So lange nicht sämtliche
Gesellschafter zugestimmt bzw. das Anzeigeverfahren angestoßen haben, werde die
Bezirksregierung dem Gesellschaftervertrag nicht zustimmen. Herr Hoffmann
wird bei der Bezirksregierung nachfragen und über das Ergebnis informieren.
