09.11.2006 - 1 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 09.11.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Frau T. fragt nach, ob nicht die Empfehlungen und Anregungen des Beschwerdeausschusses
vor einer möglichen heutigen Beschlussfassung des Rates zur Neugestaltung der
Elternbeiträge nach GTK berücksichtigt werden müssten.
Herr Hoffmann erklärt, dass das Zuwarten auf einer Entscheidung des Beschwerdeausschusses
nicht notwendig sei. Der Beschwerdeausschuss sei in dieser Angelegenheit kein
vorberatender Ausschuss.
Ergänzend bezieht sich Frau T. in ihren
Ausführungen auf die Steinbrucherweiterung der Firma Rheinkalk und der
bestehenden internationalen Wettbewerbskonkurrenz. Frau T. möchte
wissen, ob die Zukunft der Firma Rheinkalk gesichert sei und was bei einer
möglichen Firmenübernahme geschehen würde.
Herr Dr. Bleicher erläutert Frau T. das bisherige
Verfahren. Im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens werden u. a. die
von Frau T. gestellten Fragen anhand eines Fragenkataloges geprüft.
Frau H. bittet um Auskunft, ob das Mitglied des Behindertenbeirats, Herrn
Manfred Heinrich, ihr gegenüber ein Verbot zur Unterschriftensammlung zum
Erhalt der Versorgungsverwaltung aussprechen darf.
Herr Oberbürgermeister Demnitz bittet um Verständnis, dass diese Frage nicht vom
allgemeinen kommunalpolitischen Interesse sei und schlägt Frau H. vor,
diese Frage an die Geschäftsführung des Behindertenbeirates zu richten.
Trotz des Hinweises von Herrn
Oberbürgermeister Demnitz bittet Frau H. um eine schriftliche
Beantwortung.
Auf die Nachfrage von Frau H. bezüglich
Ihrer Anfrage aus der letzten Ratssitzung vom 28.09.2006 zum Thema Reinigung an
Hagener Schulen, antwortet Herr Ober-bürgermeister Demnitz, dass sich
die entsprechende Antwort auf dem Postwege befinde.
Darüber hinaus fragt Frau H. die Fraktion
Die Linke.PDS, ob sich der Kreisverband Der Linken.PDS vom Ennepe-Ruhr-Kreis
getrennt habe und wann die nächste Mitgliederversammlung stattfinde.
Herr Oberbürgermeister Demnitz bittet erneut um Verständnis, dass diese Frage keine
Angelegenheit des Rates sei. Frau Heiermann möchte sich mit dieser Frage direkt
an das Fraktionsbüro Der Linken.PDS wenden.
Herr P. fragt nach, ob im Sommer 2006 auf den Einsatzfahrzeugen beim Hagener Entsorgungsbetrieb,
1 Euro Kräfte als Urlaubsvertretungen für Festangestellte beschäftigt wurden.
Herr Dr. Bleicher sichert eine schriftliche Beantwortung zu.
Zusätzlich möchte Herr P. wissen, für
welche Art von Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit die gemeinnützige Werkhof
GmbH mit der Bezeichnung „Ökoprofitbetrieb 2015“ zertifiziert wurde
und seit wann es möglich sei, eine kommunale Pflichtaufgabe, hier die
Errichtung eines neuen Kinderspielplatzes in Hohenlimburg, durch die Werkhof
GmbH ausführen zu lassen. Üblich sei in so einem Fall eine örtliche
Ausschreibung ansässiger Firmen.
Herr Dr. Schmidt teilt mit, dass ca .11 Firmen das mit
Landesmitteln geförderte Projekt „Ökoprofit“ durchführen. Im Rahmen
dieses Projektes werden andere Firmen hinsichtlich Energie- und
Abfalleinsparungen beraten. Die Werkhof GmbH habe als Firma an diesem Programm
sehr erfolgreich teilgenommen. Die Inanspruchnahme von 1 Euro Kräften erfolge
nur dann, wenn die Aufgabe zusätzlich ist und sonst, zum Beispiel wegen
fehlender Haushaltsmittel, nicht durchgeführt werden könnte.
Herr P. bezieht sich bei seiner weiteren Frage auf die Aussage von Vertretern der
mark-E vor dem Seniorenbeirat der Stadt Hagen. Deren Aussage nach sei das
Bedarfsdeckungsprinzip für die einkommensschwachen Teile der Bevölkerung
ohnehin abgeschafft.
Herr Dr. Schmidt kann diese Aussage nicht bestätigen, weil er in
der genannten Sitzung nicht zugegen war. Richtig ist, dass die Energiepreise
durch die Inkludierung der Stromkosten in den 345,-- Euro, welche Hartz IV
Empfänger als Monatssatz bekommen, in Hagen überdurchschnittlich hoch seien.
Dadurch haben Hartz IV Empfänger einen höheren Anteil an Strom- bzw.
Energiekosten.
Abschließend fragt Herr P. die Verwaltung,
ob es möglich sei, die von Ihm gestellten Fragen den im Rat vertretenen
Fraktionen und Einzelvertretern zukommen zu lassen.
Herr Oberbürgermeister Demnitz entgegnet, dass dies bereits gängige Praxis sei.
Frau A. bezieht sich auf ein Antwortschreiben von Herrn Oberbürgermeister Demnitz
zum Antrag auf zusätzliche Mittel zu Stromkosten bei Hartz IV Empfänger.
Die darin beschriebene Prüfung der Umstände sei nicht erfolgt und eine
abschließende Entscheidung sei noch nicht getroffen worden.
Herr Dr. Schmidt erläutert, dass auf ca. vier Seiten die
Ablehnung dieses Antrages begründet wurde. Möglicherweise sei dagegen
Widerspruch erhoben worden.
Auf die Nachfrage von Frau A., wie viele
Hartz IV Kontrolleure in Hagen tätig seien und welche Ausbildung bzw.
Qualifizierung für diesen Beruf erforderlich ist, antwortet Herr Dr. Schmidt,
dass zurzeit vier Mitarbeiter im Außendienst tätig sind. Es handle sich dabei
um Verwaltungskräfte der ARGE Hagen, die entsprechend geschult und in der Verwaltung
ausgebildet wurden.
Frau L. fragt nach, warum es keine Kundenbefragung zum durchgeführten Schaufensterwettbewerb
gegeben habe.
Herr Oberbürgermeister Demnitz bittet Frau L., sich mit Ihrer Frage an
den Stadtmarketing Verein Hagen zu wenden.
Auf eine Zusatzfrage von Frau L. zur
Aufstellung von Ampeln auf der Selbecker Straße in Höhe des Freilichtmuseums,
antwortet Herr Oberbürgermeister Demnitz, dass der von Frau L.
angesprochene Bereich eine Tempo-30- Zone ist. Die Aufstellung von Ampelanlagen
in diesem Bereich ist zurzeit nicht erforderlich.
Abschließend möchte Frau L. wissen, wann
auf dem Wasserband vor der Sparkasse ein Gitter montiert werde.
Herr Oberbürgermeister Demnitz wird die Anfrage an die Sparkasse weiterleiten.
Herr G. möchte von Herrn Oberbürgermeister Demnitz und Herrn
Gerbersmann wissen, warum die von ihm eingehenden Strafanzeigen bei der
Verwaltung nicht bearbeitet werden.
Herr Oberbürgermeister Demnitz versichert, dass die an die Verwaltung
gerichteten Schreiben, Hinweise und Anträge bearbeitet oder an die zuständige
Behörde weitergeleitet werden.
Herr Gerbersmann signalisiert, dass ihm die von Herrn G.
angesprochenen Schreiben und Hinweise nicht vorliegen würden.
Auf die Zusatzfrage von Herrn G. zur
Schimmelbekämpfung in einer Schule in Dahl sowie der zukünftigen Renovierung an
Hagener Schulen, antwortet Herr Oberbürgermeister Demnitz, dass die
Verwaltung einen Plan mit den zu renovierten Schulen aufgelistet habe. Diese
Liste werde nach Priorität abgearbeitet.
Frau Grebe ergänzt, dass die durchgeführten Untersuchungen in der Dahler Schule einen
Schimmelbefall nicht bestätigt haben.
Herr Manfred Weber erklärt auf Nachfrage von Herrn G., dass seine
Fraktion Die Linke.PDS einer Erhöhung der Elternbeiträge nicht zustimmen werde.
