14.09.2023 - 4.1 Sachstandsbericht zu den hygienischen Verhältni...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.1
- Sitzung:
-
Sitzung des Schulausschusses
- Gremium:
- Schulausschuss
- Datum:
- Do., 14.09.2023
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- FB40 - Schule
- Bearbeitung:
- Meinolf Grüne
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Mechnich bittet um einen Sachstandsbericht zu den Verhältnissen an der Erwin-Hegemann-Schule.
Herr Becker führt aus, dass es sich bei den aktuellen Verhältnissen an der Erwin-Hegemann-Schule um zwei strikt voneinander getrennt zu betrachtende Sachverhalte handele. Zum einen gehe es um die Situation der Toilettenanlage, zum anderen gehe es um den Schädlingsbefall. Beide Problematiken würden aber in keinem Zusammenhang stehen. Er führt näher aus, dass es einen erneuten Einsatz der Schädlingsbekämpfungsfirma gegeben hat. Herr Becker gibt zu weiteren Erläuterungen das Wort an Herrn Bald vom Fachbereich 65 weiter.
Herr Bald erläutert zum Schädlingsbefall, dass man zunächst von einer kompletten Vernebelung an der Schule abgesehen habe. Stattdessen seien Klebefallen zum Einsatz gekommen. Durch diese Klebefallen seien auch nun die neuen Schaben gefunden worden.
Leider sei dies nicht der erste Schädlingsbefall an der Erwin-Hegemann-Schule, jedoch sei noch nicht abschließend geklärt, wie die Schaben ins Gebäude gelangen. Es sei jedenfalls sicher, dass es sich nicht um mangelnde Hygiene handele. Er fügt jedoch hinzu, dass es sich bei der Erwin-Hegemann um eine der ältesten Schulen in Hagen handele und dass aus diesem Grund auch bestimmte altersbedingte Mängel am Gebäude auftreten. Es gäbe aber eine Maßnahmentabelle nach welcher die Mängel sukzessive behoben werden. Hierzu würden unter anderem Mittel aus Programmen wie Gute Schule oder dem Konjunkturpaket zum Einsatz kommen. Zudem seien ca. 30.000€ pro Jahr für die normale Bauunterhaltung eingeplant, um beispielsweise Tafeln, das Treppenhaus oder die undichte Fassade instand zu halten.
Auch er betont noch einmal, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen der Situation der Toilettenanlage und dem Schaben-Befall an der Schule gibt. Er erklärt, dass die Toiletten jeden Tag gereinigt werden, dass er jedoch Bilder von der Situation habe, die zu zeigen er dem Ausschuss ersparen möchte.
Frau Graf wirft die Frage ein, ob die Zeit, die eine Reinigungskraft zur Verfügung hat eventuell nicht ausreicht, um die Räume richtig zu reinigen. Zudem bemängelt sie, dass aufgrund des Schädlingsbefalls die OGS Räume weiterhin nicht nutzbar seien und eine Betreuung daher derzeit nicht möglich ist. Zudem geht sie davon aus, dass die Risse in der Fassade der Schule dazu beitragen, dass die Schädlinge ins Gebäude gelangen und sich in der Wand zum Nisten niederlassen. Frau Graf erwähnt, dass es eine Initiative seitens der Schule und der Elternschaft gibt, die sich mit der problematischen Situation in den Toiletten auseinandersetzt. Hier werden Lösungen gesucht, wie die Situation verbessert werden kann.
Auch Herr Rudel ist der Auffassung, dass man offensichtlich zu wenig Geld in die Reinigung der Gebäude investiere und stellt die Frage, ob man nicht darüber nachdenken sollte, im kommenden Haushalt mehr Geld für die Gebäudereinigungen bereitzustellen.
Herr Walter merkt an, dass es sich bei der Toilettensituation eher um ein gesamtgesellschaftliches Problem handele. Es gehe nämlich um einen, von den Schüler*Innen selbst herbeigeführten Missstand, resultierend daraus, dass man sich an TikTok-Challenges beteilige, welche leider derzeit im Internet kursierten. Man müsse an dieser Stelle erneut die Eltern sowie die Lehrer*Innen mit ins Boot holen, um erneut alle Beteiligten für die richtige Toilettennutzung zu sensibilisieren.
Er ist ebenfalls der Meinung, dass die Sparmaßnahmen bei den Reinigungsintervallen gegebenenfalls mehr geschadet als geholfen haben.
Frau Pott bedankt sich für die Information, dass es eine Initiative seitens der Schule und der Elternschaft gibt, die sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und begrüßt dieses Vorgehen sehr. Sie erwähnt zudem, dass die TikTok-Challenges derzeit ein enormes Problem darstellen, an welches nur sehr schwierig heran zu kommen sei. Sie betont in diesem Zusammenhang, dass bei dieser Problematik auch nicht zwangsläufig das Elternhaus ausschlaggebend sei für das Verhalten der Schüler*Innen. Es sei nicht zielführend, wenn eine Diskussion auf Grundlage der Zusammensetzung und Herkunft der Schülerschaft entstehe. Sie fügt auch nochmal hinzu, dass der Schaben-Befall im Griff zu sein scheint, dass es aber normal sei, dass die Bekämpfung ein dynamischer Prozess sei.
Frau Köppen betont ebenfalls, dass es ein gemeinsames Interesse der Lehrer*Innen, Eltern, Hausmeister, Politik, Verwaltung und auch der Schüler*Innen darstellen sollte, den Problematiken an der Schule beizukommen.
An der weiteren Diskussion beteiligen sich: Herr Severcan, Frau Pott, Herr Becker, Frau Pfefferer, Herr König, Herr Rudel und Frau Soddemann.
Frau Graf fordert für die kommende Schulausschusssitzung eine Liste mit Maßnahmen, die an der Erwin-Hegemann laufen bzw. angedacht sind.
Herr Mechnich erkundigt sich, ob eine Übergabe in den IBA nicht sinnvoller wäre.
Frau Pfefferer erklärt, dass eine Auflistung für beide Ausschüsse relevant wäre. Sie fasst die vorhergegangene Diskussion abschließend noch einmal knapp zusammen:
- der hygienische Stand an der Erwin-Hegemann-Schule wird derzeit engmaschig überwacht, zum einen wegen des Schädlingsbefalls, zum anderen aufgrund der Situation der Sanitäranlagen;
- beide Problematiken stehen in keinerlei Zusammenhang zueinander;
- generell sollte es die Überlegung geben, mehr Geld in die Unterhaltung der Gebäude zu investieren.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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