19.04.2023 - 5.7 Antrag für ein Erinnerungsdenkmal an die Schrif...

Beschluss:
vertagt
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Wortprotokoll

Herr Fuchs erläutert die Stellungnahme des Fachbereichs Kultur.

Herr Dr. Blank habe sich ausführlich mit der Fragestellung beschäftigt, sei aber letztendlich zu dem Ergebnis gelangt, dass eine abschließende Stellungnahme zu diesem Thema von ihm aus und auch seitens des Kulturbereiches nicht abgegeben werden könne. Das Ergebnis seiner Befassung mit dem Thema sei, dass eine substanzielle Beurteilung der Denkmalwürdigkeit von Frau Dr. Christa Mulack, die insbesondere mit einer intensiven Befassung des Themas „feministische Theologie“ zu tun habe, für die Herr Dr. Blank sich fachlich an dafür spezialisierte Fachleute hätte wenden müssen, seitens des Fachbereichs Kultur nicht geleistet werden könne.

Einer weiteren Recherche von Herrn Dr. Blank zufolge gebe es auch im näheren universitären Umfeld keinen dementsprechenden Lehrstuhl bzw. Fachlichkeit mehr, an die er sich auf kurzem Wege hätte wenden können.

Aus diesen Gründen müsse eine Fachlichkeit gefunden werden, vorzugsweise an anderen Universitäten die solche Fakultäten aufweisen, um von dort eine substanzielle gutachterliche Stellungnahme einzuholen. Dazu benötige die Fachverwaltung aber einen entsprechenden Auftrag, da dieses eine Aufgabe sei, die der Fachbereich nicht mit eigenem Personal oder eigenen Mitteln erledigen könne.

 

Herr Schuh habe sich mit diesem Thema auch beschäftigt. Zum jetzigen Zeitpunkt seiner Erkenntnisse könne er einem Denkmal für Frau Dr. Christa Mulack nicht viel abgewinnen. Hierzu sehe er zunächst die Problematik des Standortes und der damit noch nicht geklärten Zuständigkeit für „Kunst im öffentlichen Raum“. Er selbst habe von Frau Dr. Mulack nichts gelesen, habe sich allerdings über das Internet informiert. Dort gebe es auch Aussagen von Theologen, die Frau Dr. Mulack einen gewissen Anteil von Antisemitismus vorwürfen. Dieses seien für ihn alles Fragen, die im Vorfeld zwingend geklärt werden müssten.

 

Herr Eiche möchte sich Herrn Schuh anschließen.

 

Es liegen keine weiteren Wortbeiträge oder Anmerkungen vor.

Vor Formulierung des Beschlussvorschlages durch Herrn Walter, hat  Herr Fritzsche noch eine Frage zum Prozedere. Ihm sei nicht ganz klar, wer die letztendliche Beschlussfassung vornehmen werde. Zunächst müsse doch jetzt der Kultur- und Weiterbildungsausschuss eine Empfehlung bzw. einen Beschluss in dieser Sache aussprechen und die endgültige Beschlussfassung an den Ausschuss für Bürgeranregungen und Bürgerbeteiligung zurücküberweisen.

 

Herr Fuchs erläutert, dass seinerzeit die vorangegangenen beratenden Gremien eine Zuständigkeit für den Kultur- und Weiterbildungsausschuss festgelegt hätten, die sich allerdings nicht zwingend aus den Schriftsätzen ergebe. Herr Fuchs würde ebenfalls das geschilderte Prozedere so durchführen wollen.

 

Herr Walter formuliert den Beschlussvorschlag und lässt im Anschluss daran darüber abstimmen.  

 

 

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Beschluss:

 

Nach derzeitigem Erkenntnisstand spricht sich der Kultur- und Weiterbildungsausschuss gegen die Errichtung eines Erinnerungsdenkmals für die Schriftstellerin und feministische Theologin Dr. Christa Mulack aus.

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss verweist diesen Antrag aus dem Ausschuss für Bürgeranregungen und Bürgerbeteiligung an diesen zurück, da eine tiefergehende spezialisierte Prüfung mit einer gutachterlichen Entscheidung nur von spezialisierten Fachleuten getroffen werden kann.

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

CDU

5

-

-

SPD

2

-

-

Bündnis 90/ Die Grünen

2

-

-

AfD

1

-

-

Hagen Aktiv

1

-

-

Bürger für Hohenlimburg / Die PARTEI

1

-

-

FDP

1

-

-

Die Linke

-

-

1

HAK

1

-

-

 

 

X

 Einstimmig beschlossen

 

 

Dafür:

14

Dagegen:

-

Enthaltungen:

1

 

 

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Anlagen zur Vorlage