30.03.2006 - 1 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 30.03.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
a)
Frau L. fragt nach, ob sich Herr Oberbürgermeister
Demnitz als Aufsichtsratsvorsitzender der HVG dafür einsetze, dass bis zum
Abschluss des Bürgerbegehrens keine Maßnahmen im Kirchenbergbad, insbesondere
der Technik, durch die HVG vorgenommen werden, so dass gegebenenfalls ein
Weiterbetrieb nach einem erfolgreichen Bürgerbegehren wirtschaftlich nicht mehr
möglich sei.
Herr Oberbürgermeister Demnitz kann keine konkrete Aussage zu der Frage von Frau
L. machen, weil noch unklar sei, ob ein Bürgerbegehren zustände käme. Zu
den Planungen seitens der Hagenbad AG wird sich Herr Oberbürgermeister
Demnitz erkundigen und Frau L. eine schriftliche Antwort zukommen lassen.
b)
Herr Sch. bezieht sich in seiner Anfrage auf eine
Untersuchung des Wirtschaftsministeriums Düsseldorf, wonach die Strompreise in
Hagen über dem Landesdurchschnitt liegen würden. Herr Sch. möchte
wissen, welche Maßnahmen Herr Oberbürgermeister Demnitz anstrebe, um die
Strompreise auf den üblichen Landesdurchschnitt zu senken.
Herr Oberbürgermeister Demnitz äußert sich dahingehend, dass die Mitglieder des
Aufsichtsrates bei mark-E sehr verantwortungsbewusst mit der Festsetzung der
Stromtarife umgehen würde. Hagen läge nicht in der Spitzengruppe auf Landesebene,
sondern bewege sich auf durchschnittlichen Niveau.
In seiner Zusatzfrage bezieht sich Herr
Sch. auf die vorrangigen Interessen von mark-E, die bei der Festsetzung der
Stromtarife berücksichtigt werden. Vor diesem Hintergrund möchte Herr Sch.
wissen, warum die zusätzlichen erzielten Gewinne für die Erhaltung von mark-E
von so wichtiger Bedeutung seien.
Herr Oberbürgermeister Demnitz bekräftigt seine Aussage, dass sich die Strompreise
von mark-E im Vergleich mit anderen Anbietern auf einem verträglichen Niveau
bewegen würden. Der Vorstand und der Aufsichtsrat von mark-E sind bestrebt,
gute Tarife für die Stromabnehmer zur Verfügung zu stellen. Dabei bestehe die
gesetzliche Verpflichtung, die Interessen des Unternehmens zu vertreten.
c)
Herr O. möchte wissen, wie die Verwaltung die Situation
in den citynahen Vorstädten bewerte und welche Konzepte die Verwaltung zur
Revitalisierung habe.
Herr Grothe berichtet über mehrere vorgesehene bauliche,
soziale und kulturelle Maßnahmen seitens der Verwaltung zur Revitalisierung.
Dabei geht Herr Grothe und
insbesondere auf die Stadteile Altenhagen, Wehringhausen, Oberhagen und
Eilpe ein.
Darüber hinaus möchte Herr O.
von der Verwaltung, insbesondere von Herrn Jochen Weber wissen, warum in
der Einwohnerfragestunde die Geschäftsordnung des Rates so eng ausgelegt werde.
Herr Jochen Weber weist darauf hin, dass die Auslegung der
Geschäftsordnung dem Oberbürgermeister vorbehalten ist. Dabei macht Herr
Jochen Weber deutlich, dass Fragen zu persönlichen Einzelfälle nicht
Gegenstand einer Einwohnerfragestunde, sondern von der Verwaltung zu
beantworten sind. In dieser Angelegenheit unterstütze Herr Jochen Weber
ausdrücklich Herrn Oberbürgermeister Demnitz in der bisherigen
Vorgehensweise während der Einwohnerfragestunde.
d) Herr E. fragt nach, welche
Erklärung es für die in der örtlichen Presse dargestellten Zusatzkosten zum
Erhalt des Stadttheaters gäbe. Dabei geht Herr E. auf die in einer
örtlichen Zeitung gemachten Aussage vom Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, Herrn
Hacker, ein. Vor diesem Hintergrund möchte Herr E. wissen, inwieweit
zusätzliche Kosten mit den Haushaltsplanungen vereinbar seien.
Herr Gerbersmann klärt Herr E. darüber auf, dass sich Herr
Hacker auf den Gesamtzuschussbedarf des Theaters bezogen hätte. Die Aussage
zu den Jahres-Ist-Summen im Verhältnis zu den Veranschlagungssummen und dem
damit zusammenhängenden Abbau einer bestehenden Differenz, habe der Rat und die
Verwaltung gleichermaßen vertreten. Zusätzliche Mehrausgaben des Theaters
ergäben sich nicht.
d)
Herr P. möchte von den Mitgliedern des Rates wissen,
warum das Schicksal von vielen Einwohnern nicht von allgemeinen
kommunalpolitischen Interesse sei. Darüber hinaus fragt Herr P., ob es
nicht richtig sei, dass die Benennung von 1 Euro Kräften durchaus von allgemeinen
kommunalpolitischen Interesse wäre. Zusätzlich erwartet Herr P. von Herrn
Jochen Weber und Herrn Röspel eine Stellungnahme zur
Einwohnerfragestunde der Ratssitzung am 02. März 2006. Abschließend bezieht
sich Herr P. auf die Antwort der Verwaltung an Frau Kingreen
bezüglich der Kostenpauschale über Weihnachten für 1 Euro Kräfte des Werkhofes
und möchte von der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen wissen, ob ihr klar sei,
dass diese Anfrage nur unzureichend beantwortet wurde.
Herr Riechel sichert zu, die Frage von Herrn P.
bezüglich der Kostenpauschale zu prüfen und sichert ihm eine schriftliche
Antwort zu.
e)
Frau T. bemängelt die umfangreiche Investition zum
Ausbau des Volmeparks und geht dabei auf die angedachten Bodenlichtstreifen
ein, die für gehbehinderte Personen eine Gefahrenstelle darstellen.
Herr Grothe macht darauf aufmerksam, dass der Volmepark ein
Kernstück im Innenstadtbereich ist und es durchaus gerechtfertig sei, den Park
für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Besucher dieser Stadt aufzuwerten.
Die Ausführungsarbeiten zu den Lichtstufen sei noch nicht abschließend
entschieden. Es bestehe die Möglichkeit, dass mit Sponsorengeldern eine
höherwertige Ausführung der Lichtstufen erreicht werden kann. Das gesamte
Projekt werde zu 80% vom Land gefördert, so dass nur ein kleiner Kostenanteil
von der Stadt zu tragen sei.
Herr Glaeser unterstützt die Auffassung der Verwaltung. Der
Volmepark solle ein Aufenthaltsort für Familien und Kinder werden. Bei der
Auswahl der Lichtquellen werde auf gehbehinderte Personen Rücksicht genommen.
Herr Sondermeyer bittet die Verwaltung, die Problematik der
Lichtquellen mit Selbsthilfeorganisationen von Behinderten in Hagen
abzustimmen.
f)
Herr T. fragt nach einer grundlegenden
wissenschaftlichen Arbeit, die den Vogelgrippevirus nachweisen würde.
Herr Dr. Bleicher antwortet, dass der Vogelgrippevirus in 160 bis 170 Fällen in Deutschland nachgewiesen wurde. In Hagen wäre noch kein Fall aufgetreten. Die Durchführung einer wissenschaftlichen Untersuchung zur Beweisführung des Vogelgrippevirus wäre keine Angelegenheit von kommunaler Bedeutung.
Herr Oberbürgermeister Demnitz sichert Herrn T. eine schriftliche
Beantwortung zu.
g)
Auf die
Frage von Herrn O., ob dass EDV Programm der mark-E zur Berechnung der
Heizkostenpauschale von der Stadt Hagen angemietet werde und wie hoch die damit
verbundenen Kosten seien, antwortet Herr Dr. Schmidt, dass die Verwendung
des Programms nur in wenigen Fällen anwendbar und aus diesen Gründen nicht
angeschafft werde. In den wenigen Einzelfällen stehe die mark-E beratend zur
Verfügung.
Darüber hinaus möchte Herr O.
wissen, wie die Besonderheit des Einzelfalles bei der Energie- und
Heizkostenabrechnung berücksichtigt werde.
Herr Oberbürgermeister Demnitz erinnert Herrn O. daran, dass seine
diesbezüglich gestellten Fragen schon mehrfach beantwortet wurden.
h)
Frau W. möchte wissen, welche Fraktionen im Rat es
befürworten, dass die von Hartz IV betroffenen Personen von der sozialen
Fürsorgepflicht völlig abgekopellt werden.
Darüber hinaus möchte Frau W. von den
Ratsmitgliedern wissen, wie das nicht allgemeine kommunlapolitische Intresse im
Zusammenhang mit dem Abriss des Flüchtlingswohnheim an der Feithstraße
begründet werde.
Ergänzend stellt Frau W. eine Frage zur ”Fünf-Jahresbeschilderung-Abo”
des Werkhofs.
Herr Oberbürgermeister Demnitz sichert Frau W. zu, dass die Fragen, die
die Verwaltung betreffen, schriftlich beantwortet werden.
Frau Kingreen macht deutlich, dass die Hartz IV Problematik
durchaus das Interesse der kommunalpolitischen Vertreter hervorrufe. Die zur
Umsetzung nötigen Gesetze und Regelungen zu Hartz IV seien auf Bundesebene
beschlossen worden. Unabhängig von der persönlichen Bewertung wären Verwaltung
und Politik an Recht und Gesetz gebunden.
i)
Herr H. geht bei seiner Frage auf den Abriss des
Flüchtlingswohnheims an der Feithstraße durch Hartz IV Kräfte ein und möchte
erklärt haben, worin dass öffentliche Interesse im Sinne der Gesetzeslage
bestehe.
Herr Sondermeyer geht kurz auf die abgegebene Stellungnahme von Frau
Kingreen ein und verdeutlicht noch mal die Problematik zur Durchführung der
bestehenden Hartz IV Regelungen.
