02.03.2006 - 1 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 02.03.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Vor Eintritt in die Einwohnerfragestunde bittet Herr
Oberbürgermeister Demnitz damit einverstanden zu sein, die
Einwohnerfragestunde so zu strukturieren, dass zunächst die Bäderkonzeption
thematisiert werde.
Dagegen bestehen keine Bedenken.
a) Frau T. fragt nach, ob der Rat
zum Thema Bäderkonzeption eine Entscheidung in eigener Sache träfe oder so
entscheide, wie es die Bürgerinnen und Bürger erwarten würden.
Herr Oberbürgermeister Demnitz geht bei seiner Antwort kurz auf das vorhandene
Demokratieprinzip ein und betont, dass die von den Bürgerinnen und Bürger gewählten
Mitglieder des Rates in der Lage seien den Willen der Bevölkerung in
entsprechender Weise zu vertreten.
b) Herr E. fragt nach, ob die Stadt
die finanziellen Möglichkeiten zum Erhalt aller Hagener Bäder ausgeschöpft
habe. Schließlich sei die Stadt auch in der Lage das Emil-Schumacher-Museum zu
bauen.
Herr Oberbürgermeister Demnitz bezieht sich auf die vorliegende Gesamtkonzeption
zur Bäderthematik und antwortet, dass sich die Mitglieder des Rates sowie die
Fraktionen intensiv damit auseinandergesetzt haben und im weiteren Sitzungsverlauf
zu einer Entscheidung kommen werden.
c) Frau S. möchte wissen, warum Herr
Oberbürgermeister Demnitz das vorliegende Bäderkonzept als Spar- bzw.
Konsolidierungskonzept bezeichne.
Herr Oberbürgermeister Demnitz geht davon aus, dass sich der jährliche Zuschuss
von der HVG an die Hagenbad AG drastisch reduziere, wenn das vorliegende
Konzept in der bestehenden Form umgesetzt werde.
d) Frau v. H. fragt die
Vorsitzenden der Ratsfraktionen, wie diese das Demokratieverständnis, unter
Berücksichtigung der von der Mehrheit der Hagener Bevölkerung geleisteten
Unterschriften zum Einwohnerantrag, umsetzen werden. Darüber hinaus möchte Frau
v. H. die angedachte Entscheidung zur sofortigen Schließung des
Kirchenbergbades erklärt haben.
Herr Thielmann widerspricht der Auffassung von Frau v. H.,
dass die gesammelten Unterschriften zum Einwohnerantrag der Mehrheit der
Hagener Bevölkerung entsprächen. Herr Thielmann bittet Frau v. H.
sich die im weiteren Sitzungsverlauf stattfindende Diskussion zum Bäderkonzept
anzuhören, in der die Auffassungen der einzelnen Fraktionen vorgetragen werden.
Herr Riechel macht deutlich, dass sich keine Mehrheit gegen
das Bäderkonzept in Hagen gefunden habe. Es wäre lediglich nur ein Teil der
Bevölkerung, die sich gegen dieses Konzept aussprächen. Ergänzend geht Herr
Riechel kurz auf den Inhalt des Konzeptes ein. Seine Fraktion Bündnis 90/
Die Grünen sei aus Kostengründen gegen die Erhaltung aller Hagener Bäder.
e) Herr P. stellt Detailfragen zu
den Arbeitseinsätzen von 1 Euro Kräften der Werkhof GmbH und einzelner
Sozialleistungen, die sich nach dem Sozialgesetzbuch richten. Herr
Oberbürgermeister Demnitz stellt fest, dass dies keine Fragen von
allgemeinem kommunalpolitischen Interesse sind.
f) Herr O. stellt Fragen zu
Einzelfällen in Bezug auf die ARGE und Energiekostenabrechnungen. Herr
Oberbürgermeister Demnitz stellt fest, dass dies keine Fragen von
allgemeinem kommunalpolitischen Interesse sind. Herr Oberbürgermeister
Demnitz entzieht Herrn O. das Wort und ruft ihn zur Ordnung.
g) Frau W. fragt Herrn Dr.
Schmidt, ob die Kostenpauschale für 1 Euro Kräfte auch über Weihnachten an
den Werkhof gezahlt wurde. Darüber hinaus stellt Frau W. einzelne Fragen
zu den Teilnahmevereinbarungen der Werkhof GmbH.
Herr Oberbürgermeister stellt fest, dass auch diese Fragen kein
allgemeines kommunalpolitisches Interesse hervorrufen. Herr
Oberbürgermeister Demnitz erinnert jedoch daran, dass die Frage zur
Kostenpauschale der Werkhof GmbH in der letzten Ratssitzung von Frau
Kingreen aufgegriffen, ausführlich schriftlich beantwortet und den
Fraktionen zur Verfügung gestellt wurde.
Herr Dr. Schmidt informiert Frau W. darüber, dass die
Regelungen zur Bezahlung der 1 Euro Kräfte durch eine Trägervereinbarung in
einem Merkblatt niedergeschrieben wurde. Dieses sei öffentlich einsehbar.
Geldleistungen werden demnach nur bei tatsächlich geleisteter Arbeit gezahlt.
h) Herr Oberbürgermeister Demnitz
weist die Unterstellung von Herrn K., dass der Rat sich nicht mit den
Problemen der Bürgerinnen und Bürger beschäftige, entschieden zurück.
i) Herr Oberbürgermeister Demnitz
antwortet auf eine Frage zur ARGE von Frau W., dass sich der Rat und die
zuständigen Fachausschüsse auch zukünftig für die Belange der Bürgerinnen und
Bürger im Rahmen seiner Möglichkeiten zu dieser Thematik einsetzen werden. Die
Einwohnerfragestunde dürfe aber nicht für persönliche Stellungnahmen und
Moderationen genutzt werden.
