04.05.2023 - 10 Modernisierung der Verkehrsstation Hagen HBF

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Herr Severin und Herr Thöne von der Deutschen Bahn AG stellen sich vor und erläutern anhand einer Präsentation die Modernisierung des Hagener Hauptbahnhofes.

Die Präsentation in der Niederschrift als Anlage beigefügt.

 

Herr Keune verweist hier nochmal auf die Mitberatung des Antrages der CDU und und die Anfrage der Bürger für Hohenlimburg mit den entsprechenden Fragestellungen. Er erläutert die gesamtplanerischen Zusammenhänge und die Schwierigkeit der Herausnahme von Einzelprojekten. Bezugnehmend auf die Verlängerung des Bahnhofstunnels (Personentunnel) merkt er an, dass die Bahn bei frühzeitiger Anmeldung mitgeplant hätte. Planungsträger ist die Bahn, Kostenträger jedoch die Stadt. Die Kostenplanungen lagen 2021 bei 10-12 Milionen Euro. Aus diesem Grund haben die Gremien derzeit entschieden, sich nicht für dieses Projekt auszusprechen. Jetzt eine kurzfriste Erweiterungsplanung durchführen zu wollen, würde aus planungs- und baurechtlichen Gründen nicht funktionieren. Aufgrund einer schnelleren Realisierbarkeit und Kostengründen wurde durch die Gremien und den Rat die Tunnelanbindung Werdestraße auch hinsichtlich der Anbindung Westside präveriert.

 

Frau Masuch fragt bezugnehmend auf die Präsentation nach dem Eingangsbereich in den Bahnhofstunnel, der ihr, bei zu erwartender höherer Frequentierung, zu schmal erscheint. Herr Severin erklärt, dass Simulationen hinsichtlich der Verkehrswege innerhalbs des Bahnhofes und deren Belastbarkeit durchgeführt wurden und keine Kapazitätsprobleme erkennbar waren.

Herr Ludwig sieht auch die durch die Präsentation vermittelte Weite nicht. Ihn sorge die Möglichkeit der Panik bei Stausituationen und fragt nach Notausgängen. Auch interessiere ihn, ob ausreichende Bahnsteigdächer Beschattung bieten.

Herr Thöne teilt mit, dass im Rahmen der Planungen sowohl Brandschutz- als auch Evakuierungskonzepte für zukünftige Reisendenprognosen erstellt werden und erläutert die Fluchtmöglichkeiten. Herr Severin schildert die Bedachungsplanung und die damit verbunden Vorgaben. Bedachungen würden so lang wie nötig geplant. Mehr Länge sei teils wünschenswert, aber Instandhaltungskosten müssen bedacht werden und Eisenbahn müsse finanzierbar bleiben.

Frau Heuer fragt nach, ob die Anbindung des Werdetunnels mit Bahnsteigzugängen im Nachhinein lösbar sei. Herr Severin muss hier die Vorgaben der planerischen Lösungen der Stadt hinsichtlich Aufzügen oder Treppen und Wegeverbindungen abwarten. Man werde nicht alle Bahngleise erschliessen können. Herr Thöne ergänzt, dass durch die Bahnhofssanierung keine Zwangspunkte entstehen werden, die eine

Umsetzung unmöglich machen.

Frau Masuch möchte wissen, ob im Rahmen der Sanierung auch Informationen über den Werdetunnel gegeben werden können. Herr Thöne teilt mit, dass im letzten Zuge der Umbaumaßnahmen auch die dortigen Gleisbrücken begutachtet werden. Wie tief diese Begutachtungen jedoch gehen werden, kann noch nicht gesagt werden.

Herr Grezeschista fragt, ob die Tunneldecke während der Bauphase aufgenommen werde. Herr Severin erklärt, dass man nicht in die Substanz des Brückenbauwerkes gehe.

Herr Treß möchte wissen, was die Sperrungen für den Betriebsablauf bedeuten und ob sich das Zugangebot ändere. Ihn interessiere auch, was sich die Bahn von der Stadt hinsichtlich des Bahnhofsumfeldes wünschen würde.

Herr Thöne räumt ein, dass die betrieblichen Einschränkungen nach aktuellem Stand noch nicht konkret bemessen werden können. Er führt aus, wie man sich bereits in der ersten Bauphase Kapazitäten schaffen werde.

Herr Severin wünscht sich bessere Rahmenbedingungen für das Bahnhofsumfeld. Er spricht die Themen, wie Qualität der Geschäfte in der PKW Zufahrtsstraße, Angsträume, Sauberkeit, Grünschnitt, Beleuchtung etc. an. Und in einer attraktiven Anbindung an die Westside und deren Entwicklung sehe er ein riesen Potential für die Stadt.

Herr Keune führt aus, dass die Situation auf der Eastside langfristig nur durch eine städtbauliche Erneuerung behoben werden kann. Man versuche bereits, auch durch Vorkaufsrechte in Eigentum von Flächen zu kommen, um diese Erneuerungsvoraussetzungen zu schaffen. In zwei Wochen gehe es in einem gemeinsamen Termin darum, was man niederschwellig ohne große Konzepte sofort umsetzen könne. Die Beleuchtung sei bereits umgesetzt.

Herr Römer spricht die schlechten, engen und hässlichen Zufahrten zum Bahnhof an. Hier sei dringend eine Verschönerung notwendig. Auch die Parksituation für abholende oder bringende Personen von Zugreisenden sei schlecht.

Herr Meier spricht die Fahrradplatzsituation an und weist auf den Dringlichkeitsantrag der Bezirksvertretung Mitte zu diesem Thema hin und die damit verbundene Möglichkeit eines Förderantrages.

Herr Keune ist diese Fördermöglichkeit bekannt. Für einen solchen Antrag seien jedoch sehr klare Umsetzungsvorstellungen mit Skizzen nötig. Eine Stellplatzkapazität von 100 Fahrradstellplätzen sei nachzuweisen sowie die Einbindung in das Umfeld. Eine solch konkrete Umsetzungsplanung sei, auch aufgrund der Einbindung der Politik, nicht kurzfristig zu leisten. Er wiederholt, dass jetztigen Einzelaktionen ein stimmiges Gesamtkonzept verhindern könnten.

Herr Homm äußert Bedenken für den seit langer Zeit geplanten Oberhagener Bahnhof und fragt nach dem Sachstand zu diesen Planungen und einer Zeitschiene.

Herr Severin erklärt, dass der Oberhagener Bahnhof Teil der Bahnhofsmodernisierungsoffensive sei. Er führt aus, welche Standards vorgesehen seien. Eine Zeitschiene könne er nicht nennen, da die Genehmigungsplanung noch eingereicht werden müsse. Die Modernisierung der beiden Bahnhöfe stehen jedoch nicht in Abhängigkeit zueinander.

Herr Ludwig fragt nach dem 3. Tunnel, der vom Bahnhofsvorplatz ausgehe und ob dieser erhalten bleibe. Herr Severin teilt mit, dass die Bausubstanz dieses Tunnels sehr schlecht sei und verfüllt werde. Er erläutert auch die Situation der weiteren Tunnel.

Herr Treß fragt, wieviel Vorlaufzeit die Bahn benötige, um die Verlängerung des Personentunnels zu planen. Dies sei seit Jahren eine politisch gewünschte Möglichkeit. Herr Severin antwortet, dass er von einer Vorlaufzeit von 6-8 Jahren ausgehe. 

Herr Keune geht auf die Aussage von Herrn Treß ein und führt aus, dass man eine damalige Planung mit Klärung der finanziellen Kosten in den derzeit laufenden Planungsprozess hätte aufnehmen können. Dies sei vor Jahren aber nicht so entschieden worden.

Herr Dr. Diepes ergänzt, dass es eines konsistenten Konzeptes bedarf. Ein solches Konzept für die Westside impliziere auch ein Konzept für die Eastside und nicht nur für den Bahnhofsvorplatz. Auch in Richtung Innenstadt gehend, den Graf-von-Galen-ring und die Straße am Hauptbahnhof. Ausgehend von den Nutzungen auf der Westside ergeben sich Zwänge und Optionen, welche Tunnelvarianten besser geeignet sein werden. Hier wurde die Entscheidung getroffen, die mittelfristige kostengünstiger Variante des Werdetunnes zu präverieren. Über den Personentunnel denke man nach, wenn bekannt sei, wie die Nutzungen und auch die öffentlichen Flächen aussehen werden. Hier seien auch Renaturierung der Gewässer, Hochwasserschutz und dergleichen zu bedenken. Auch vor einigen Jahren sei noch nicht klar gewesen, dass der Personentunnel die entscheidende Verbindung darstellen werde.

Herr Stricker teilt mit, dass der Personentunnel zuletzt überhaupt Thema war, als ein Investor eine Halle bauen wollte und dies aus Kostengründen verworfen wurde.

Herr Klepper merkt an, dass der Personentunnel permantes Thema sei. Die letzte Beschlusslage zum Thema Werdetunnel beeinhalte auch die Weiterverfolgung der Verlängerung des Personentunnels.

Herr Voigt weist auf die bereits im UKM beschlossene großflächige Radabstellanlage, finanziert aus Fördermitteln des VRR hin. Diese Anlage werde die zuwenig vorhandenen Plätze/Boxen ergänzen.

Herr Keune stellt klar, dass der Auftrag seitens der WBH vergeben wurde und mit der Radabstellanlage in den nächsten Wochen begonnen werde. Der Standort wird auf der zum Graf-von-Galen-Ring gerichteten Seite der Stellplatzanlage sein.

 

 

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Beschluss:

 

Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

 

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Abstimmungsergebnis:

 

X

 Zur Kenntnis genommen

 

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Anlagen zur Vorlage

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Anlagen