04.05.2023 - 5.1 Vorschlag der Fraktion SPDhier: Rück- und Ausbl...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.1
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Do., 04.05.2023
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Dagmar Kreuzer
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Katja Heck, Leiterin der Arbeitsagentur Hagen und Herr Holger Schmitz, Geschäftsführer des Jobcenters Hagen stellen sich kurz vor und erläutern anhand einer Power Point Präsentation den Rück- und Ausblick auf die Beschäftigungs- und Arbeitslosenzahlen in Hagen.
Die Präsentation ist der Niederschrift als Anlage beigefügt.
Herr Römer fragt nach einer Definition für den „klassischen Arbeitslosen“.
Herr Schmitz erklärt, dass es aufgrund der individuellen Umstände jedes Einzelnen keine Typisierung gebe. Des Weiteren sieht Herr Römer noch großen Bedarf bei Zuwanderern für das Erlernen der deutschen Sprache und fragt nach, was dafür getan werde, um zugewanderte Menschen in den Arbeitsmarkt zu bringen.
Frau Heck erläutert, dass es Aufgabe der Arbeitsagentur sein, Menschen für den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Dazu gehöre jedoch nicht die Beschulung der Sprache oder lesen und schreiben zu lernen etc.
Herr Schmitz erklärt, dass für das Jobcenter der Sprachkurs der Einstieg sei. Man weise den Betroffenen Sprach- und Integrationskursen zu. Man könne jedoch niemand zwingen.
Herr Schmidt fragt nach den Akteueren der einzelnen SGB`s und deren Zusammenspiel. Frau Heck teilt mit, dass die Politik entschieden habe, Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe zu trennen. Sie erläutert die daraus entstandenen zwei sogenannten „Rechtskreise“. Herr Schmitz ergänzt, dass die Zusammenarbeit eng sei, da die getrennten Aufgaben und Fördermöglichkeiten aufbauend angewendet werden.
Herr Meier als Antragsteller erläutert die Zielrichtung des Antrages im Hinblick auf die Aufgaben und Möglichkeiten des hiesigen Ausschusses. Ihn interessiere, was man als Ausschuss tun könne, um die Rahmenbedingungen für diese Stadt optimaler zu gestalten und Arbeitslosenzahlen, auch mit Blick auf Frauenarbeitslosigkeit aufgrund fehlender Kita-Plätze, zu reduzieren. Des Weiteren wünsche er sich Impulse zur Behebung des Fachkräftemangels. Hier seien auch die Aussagen der Unternehmen von Interesse. Daher sei es wünschenswert, den für heute geplanten Beitrag der SIHK nachzuholen und das Thema insgesamt als Einstieg und nicht als abgeschlossen zu betrachten.
Auf die Nachfrage von Herrn Stange erklärt Frau Heck, dass die Anzahl der von Unternehmen gemeldeten zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätzen geringer sei, als die tatsächlich abgeschlossenen Ausbildungsverträge, da nicht alle Ausbildungsstellen besetzt werden konnten.
Herr Homm fragt nach Förder- und Qualifizierungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen und ob es Auflistungen von Unternehmen gebe, die Menschen mit welcher Behinderung beschäftigen können. Frau Heck schildert ein breites Spektrum von Hilfen und Möglichkeiten, beginnend mit der Beratung und Feststellung der Erfordernisse für den Betroffenen, aber auch für den Arbeitgeber.
Herr Grezischta interessiert, ob es sich bei den genannten BewerberInnen um Hagener handelt und ob feststellbar sei, wie viele Hagener sich erfolgreich auswärts beworben haben und wie viele Auswärtige sich in Hagen erfolgreich beworben haben. Frau Heck verweist hier für Zahlen auf das Bundesamt für Statistik. Aus ihrer Erfahrung heraus sei aber selten ein/e Bewerber/Bewerberin bereit für den Wunsch-Ausbildungsplatz weite Fahrten in Kauf zu nehmen.
Herr Caliskan fragt nach der angekündigten Ausbildungsplatzgarantie und welche Bedingungen damit verknüpft seien. Frau Heck kann hierzu erst eine Aussage treffen, wenn das Gesetz verabschiedet ist.
Frau Heck erklärt abschließend, dass Agentur und Jobcenter dem Ausschuss nur bedingt helfen könne. Ob Kintertagesstätten oder Schulen etc. zu bauen seien, liege nicht im Ermessen oder in den Aufgaben der Agentur und des Jobcenters.
Der Stadt könne der Ausschuss helfen, wenn einerseits Unternehmen angeregt werden, ihre Beschäftigten qualifizieren zu lassen, da es derzeit genug Fördermittel gebe. Andererseits die Menschen ohne Berufsausbildung zu motivieren, sich von Jobcenter und Agentur beraten und fördern zu lassen.
Beschluss:
Die Arbeitsagentur und die SIHK werden in der ersten Sitzung des Jahres gebeten, einen Rück- und Ausblick auf die Entwicklung der Beschäftigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Hagen und der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen zu geben. Dabei sollte insbesondere die große Diskrepanz der Arbeitslosigkeit zwischen dem Oberzentrum Hagen und den umliegenden Kreisen (EN, MK, Kreis Unna) beleuchtet werden.
Darüber hinaus sollte auch erläutert werden, mit welchen Maßnahmen Arbeitsagentur und SIHK gegen den Rückgang der Ausbildungsverträge vorgehen.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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109,6 kB
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