02.11.2022 - 7.2 Mündlicher Bericht der Verwaltung zu Projekten ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7.2
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Mitte
- Datum:
- Mi., 02.11.2022
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Berichterstatter: Herr Mook und Frau Kahraman
Zunächst berichtet Herr Mook, dass bereits am 09.06.2021 hier in der Bezirksvertretung ein umfassendes Konzept zur Erinnerungskultur in Aussicht gestellt wurde. Dies konnte aus zeitlichen und inhaltlichen Gründen bisher nicht vorgestellt werden.
Da ein Konzept alle relevanten Aspekte beinhalten sollte, besteht für mehrere Bereiche noch Klärungsbedarf.
Eine Maßnahme, die bereits umgesetzt werde, sei die Umbenennung der Marktbrücke in „Simson-Cohen-Brücke“ am 09.11.2022 um 19 Uhr.
Ein zweiter Bereich sei der Wunsch der jüdischen Gemeinde zu einer Gedenkstätte der Schoa für Ermordete und Vertriebene. Hier sollten eventuell Bürger mit einbezogen werden, wo und wie dies realisiert werden kann.
Außerdem findet nun zweimal im Jahr ein Treffen zwischen dem OB und der jüdischen Gemeinde statt.
Ebenso werden im Stadtgebiet wieder am 02.12.2022 und 27.01.2023 9 „Stolpersteine“ verlegt werden.
Ein Konzept soll insbesondere die Zeit von 1933-45 beinhalten, jedoch seien auch andere Gedenkelemente denkbar. Hierzu werde auch der „Runde Tisch der Religionen“ wiederbelebt.
Ergänzend geht Frau Kahraman auf Aktionen des Integrationszentrums gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ein.
So seien in diesem Jahr zu den höchsten Feiertagen der Christen, der Muslime und der Juden ein Grußwort in Form von Videos mit dem OB veröffentlicht worden.
Weiter sei das Integrationszentrum wieder Initiator für 2023 für die internationalen Tage gegen Rassismus. Diese Veranstaltungen finden um den 21. März statt, der „Tag gegen Rassismus“ sei. Auch sei man Mitveranstalter der interkulturellen Wochen im Herbst, bei dem man gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden interreligiöse Spaziergänge anbietet, an denen man sich in anderen religiösen Gemeinden informieren könne.
Im Gedenken an die NSU-Morde sei auf Initiative des Landesintegrationsrates in Zusammenarbeit mit der Bezirksvertretung Nord im Hameckepark eine entsprechende Gedenktafel aufgestellt worden. Für die nächsten Jahre soll es hierzu auch Gedenkveranstaltungen geben. Für inhaltliche Anregungen sei man dankbar.
Weiter habe es eine Plakataktion in Gedenken an den Anschlag am 19.02.2020 in Hanau gegeben, die in den Medien gut dargestellt wurde.
Für das nächste Jahr seien außerdem Veranstaltungen zum Holokausttag am 27.01. und zum Roma Tag am 08.04 geplant.
Herr Mook führt weiter aus, dass zukünftig mindestens einmal im Jahr mit allen Beteiligten ein Arbeitskreis zusammenkommen soll, um alle anstehenden Themen und Termine miteinander abzustimmen.
Außerdem soll das Konzept in Form einer Vorlage in der Bezirksvertretung vorberaten und im Rat dann beschlossen werden.
Herr Meier sieht den Antrag aus 2021 als Anstoß für weitere Konzepte auch im Hinblick auf Migranten, die hier Berücksichtigung finden sollen. Es solle aber auch die Täter-Biographie mit einbezogen werden.
Herr Quardt macht in diesem Zusammenhang auf eine Wanderausstellung des Rahel-Varnhagen-Kollegs aufmerksam.
Frau Knüppel regt an, auch die Geschichten der Personen zu erwähnen, die sich in der NS-Zeit auch für andere eingesetzt haben.
Herr Mook sagt zu, auch die weiter angeregten Themen in dem Konzept zu berücksichtigen.
Abschließend macht Frau Bartscher auf den Film „Der Passfälscher“ aufmerksam, der in dieser Woche im Kino Babylon läuft.
Herr Quardt bedankt sich bei Herrn Mook und Frau Kahraman für die Ausführungen.
