25.08.2022 - 6.6 Zukünftige Nutzung des Grundstücks Nordstr. 14,...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Wisotzki erläutert die Vorlage.

 

Herr Müller möchte wissen, ob die Stadtverwaltung bis zu einem gewissen Datum die Pläne beim AAV vorzulegen hat.

 

Herr Bleja antwortet, dass die Stadt Hagen mit dem AAV voraussichtlich im November eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung schließen werde. Die Vereinbarung beinhalte dann auch einen entsprechenden Zeitplan. In der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Haspe werde dem Gremium ein entsprechender Plan schriftlich vorgelegt. Der AAV hätte am liebsten eine genaue Planung, wo welche Nutzung hinkommen soll. Für dieses einzelne Grundstück soll kein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Stadt habe über die Ausschreibung und die Vermarktung selber die Möglichkeit, die Nutzung festzulegen. Gem. § 34 BauGB sei eine wohnliche Nutzung oder ein nicht störendes Gewerbe zulässig. Desto detaillierter die Vorgaben an den AAV sind, desto stärker werde die Vermarktung eingeschränkt.

 

Herr Romberg spricht sich für jede Nutzung aus. Ziel sei es, dass diese Brache dort wegkommt.

 

Herr Wisotzki stimmt den Ausführungen von Herrn Romberg in Teilen zu und schlägt vor, eine bestimmte Nutzung zu priorisieren. Ziel dieser Vorlage sei es, dem AAV einen Hinweis zugeben, was dort entstehen könnte. Bei einem Gewerbegebiet müsse die Brache nicht so aufgearbeitet werden wie z.B. bei einem allgemeinen Wohngebiet.

 

Herr Arlt bezieht sich auf den Zeitplan. Ein erstes Treffen habe bereits stattgefunden. Eine zeitnahe Festlegung der Nutzung soll bis Herbst 2022 durch die Stadt Hagen festgelegt werden. Mitte 2023 werde der Gutachterausschuss tagen und festlegen, welche Baumaßnahme zum Zuge komme. Mit jeder Priorisierung steigere man die Wahrscheinlichkeit, dass diese Maßnahme umgesetzt werde. Der AAV sei so konzipiert, dass die Sanierung projektbezogen erfolge. Er spricht sich für den Beschlussvorschlag des Bezirksbürgermeisters aus.

 

Herr Gronwald spricht für seine Fraktion die Problematik in der Hasper Innenstadt an. Hier sei zu sehen, wie es sei, Projekte umzusetzen. Daher spricht er sich gegen eine strickte Festlegung über die weitere Nutzung aus. Er schlägt vor, sich alle Möglichkeiten auch für mögliche Investoren offen zu halten.

 

Herr Thieser stimmt den Ausführungen von Herrn Arlt zu. Der AAV mache die geplante Sanierung abhängig von der weiterführenden Nutzung. Er spricht sich für ein Wohngebiet mit nicht störendem Gewerbe aus.

 

Frau Schneidmüller-Gaiser erkundigt sich nach den unterschiedlichen Sanierungsformen. Sie möchte wissen, ob dies bedeute, dass bei einer Wohnbebauung alles Giftige weggeschafft werde und bei einer gewerblichen Nutzung, wie an der Bohne, nur abgedichtet werde. Sie halte einen Handwerksbetrieb dort für sehr sinnvoll. Ihrer Meinung nach sei es das Gegenteil von Stadtplanung immer nur auf Investoren zu reagieren.

 

Herr Bleja erklärt, dass auf dem Grundstück keine Industrie angesiedelt werden kann. Es könne nur eine Nutzung erfolgen, die mit dem Boden verträglich sei. Der AAV müsse den Sanierungsaufwand auf die spätere Nutzung abstellen. Die Sanierung für eine nichtversiegelte Fläche sei aufgrund der Altlastenproblematik deutlich aufwendiger.

 

Herr Gronwald verweist auf die angrenzende Ennepe, die auch mit zu der Trinkwasserversorgung gehöre. Er vermutet, dass das Gebiet hochgradig belastet sei. Die Verwaltung habe festgestellt, dass das Trinkwasser, welches über das Gelände von Gummi Becker in die Ennepe läuft, nicht gesundheitsgefährdend sei. Er befürchte, dass der Aufwand größer werde als geplant, damit eine Gefährdung der Trinkwasserversorgung nicht stattfinde.

 

Herr Wisotzki schlägt nachstehenden Beschlussvorschlag vor.

 

 

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Beschluss:

1.Die Bezirksvertretung Haspe beauftragt die Verwaltung, Vorschläge für die zukünftige Nutzung des Grundstückes Nordstr. 14 (ehemals Eisen- und Gummiwerke Becker) bis zur nächsten Sitzung der BVHA auszuarbeiten.

2. Es ist ein Zeitplan zu erstellen, der die einzelnen Sanierungsschritte aufzeigt und die vorgesehenen Zeiträume benennt. as

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

5

-

-

CDU

3

-

-

Bündnis 90/ Die Grünen

1

-

-

Hagen Aktiv

2

-

-

AfD

1

-

-

 

X

  Einstimmig beschlossen

 

 

Dafür:

12

Dagegen:

-

Enthaltungen:

-

 

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