06.12.2022 - 6 Bericht Theater gGmbHhier: mündlicher Bericht v...

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Wortprotokoll

Herr Dr. Brauers möchte vor Beginn seines Berichtes die Abwesenheit von Anja Schöne entschuldigen. Er selbst und Frau Schöne wollten heute gemeinsam die Veranstaltungen des Theaters Hagen zur Erinnerungskultur vorstellen. Frau Schöne als Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters „Lutz“ sei heute leider berufsbedingt nicht anwesend. Herr Dr. Brauers hofft, dass die Vorstellung der geplanten Veranstaltungen zur Erinnerungskultur zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden könne.

Herr Dr. Brauers möchte aber trotzdem die heutige Gelegenheit nutzen und einen Bericht zur aktuellen Theaterarbeit vorstellen. Insbesondere möchte er auf den Umgang des Theaters mit dem coronabedingten dramatischen Zuschauerschwund eingehen und die dazu entwickelten Ideen für Gegenmaßnahmen vorstellen.

Erst seit Beginn der neuen Spielzeit, im August dieses Jahres, sei das Theater in der Lage, aktiv gegen den Zuschauerschwund vorzugehen. Bis dahin galten restriktive Corona-Maßnahmen.

Um aktiv gegen den Zuschauerschwund vorzugehen, sei dem Theater klar gewesen, dass eine ganze Maßnahmenkette erforderlich sei, um das Theater für die Zuschauer wieder interessant zu machen.

Begonnen habe man mit einem Open-Air-Event im August. Durch dieses Event an zwei Tagen konnte sehr viel Werbung für das Theater gemacht werden. Insbesondere junge Menschen hätten sich durch die Veranstaltung am zweiten Tag angesprochen gefühlt. Die Stimmung und die Zuschauerzahlen an beiden Veranstaltungstagen seien  enorm gewesen.

Wenig später habe man, nach kontroversen internen Diskussionen, das 9-Euro-Ticket als eine weitere Gegenmaßnahme auflegen können.

Dieses Ticket habe als Ziel, neue Zielgruppen und insbesondere junge Menschen anzusprechen und in das Theater zu locken.

Den bisherigen Theater-Abonnenten habe man ein zusätzliches 9-Euro-Ticket unentgeltlich zur Verfügung stellen können, um damit etwaige Vorbehalte abzubauen.

Bereits Mitte November habe man den Verkauf des Tickets aussetzen müssen, da sämtliche Vorstellungen ausverkauft gewesen seien und die Warteliste auf ein Ticket zu lang geworden wäre. Der Verkauf des Monatstickets sei ein Erfolg gewesen.

Obwohl beide Maßnahmen erfolgreich gewesen seien, sei dem Theater bewusst, dass weitere Maßnahmen aufgelegt werden müssten. Als nächsten Schritt seien Maßnahmen zur längerfristigen Kundenbindung vorgesehen, welche zunächst dem Aufsichtsrat vorgestellt werden sollen. Anschließend werde man im Kultur- und Weiterbildungsausschuss dazu berichten können.

 

Herr Voigt möchte gerne wissen, wie viele 9-Euro-Tickets pro Monat verkauft wurden, ob immer freie Platzwahl bestanden habe und ob es Kollisionen in Bezug auf reservierte Plätze von Abo-Inhabern gegeben habe.

 

Herr Dr. Brauers antwortet, dass die Abo-Tickets und die zum regulären Preis gekauften Tickets stets Vorrang bei der Platzwahl gehabt hätten. Insofern bleibe jeder Abonnent auf seinem reservierten Platz. Für die 9-Euro-Tickets gebe es eine Warteliste, die jeweils zwei Tage vor der Vorstellung geöffnet werde, zu diesem Zeitpunkt wisse die Verwaltung, wie viele Plätze durch reguläre Tickets besetzt seien. Die übrigen Tickets würden dann durch das 9-Euro-Ticket nachbesetzt.

Zum jetzigen Zeitpunkt seien Eintausendneunhundertfünf 9-Euro-Tickets im Umlauf. Dazu müsse berücksichtigt werden, dass durch Corona immer noch Besucherobergrenzen gelten würden.

 

Frau Buchholz möchte wissen, ob es derzeit dann keine Abendkasse gebe.

 

Herr Dr. Brauers antwortet, dass man durch den regulären Ticketkauf an der Abendkasse den Vorrang vor den 9-Euro-Ticket-Inhaber habe. Schwierig werde es nur, wenn der Ticketkauf am Abend der Vorstellung vorgenommen werde. In diesem Fall könne man nur hoffen, dass vielleicht noch der ein oder andere Platz frei sei.

 

Herr Walter bedankt sich bei Herrn Dr. Brauers für diesen Bericht.

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Beschluss:

 

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