03.11.2022 - 1.1 Stellungnahme zur Anfrage der SPD Fraktion (080...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1.1
- Sitzung:
-
Sitzung des Schulausschusses
- Gremium:
- Schulausschuss
- Datum:
- Do., 03.11.2022
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Frau Besser erläutert, dass der Lehrkräftemangel derzeit kein Phänomen sei, welches sich rein auf Hagen beschränkt. Der Mangel sei leider momentan eine landesweite Entwicklung. Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen (MSB) entwickelt immer neue Ideen, um Lehrkräfte zu Bewerbungen zu motivieren. Daher hätte auch Hagen einen Unterhang, was die Besetzung von Lehrerstellen betrifft. Hierzu würden auch studentische Kräfte bereits mobilisiert. Aufgrund der insgesamt sehr schlechten Situation im Moment sei es jedoch enorm schwierig generell Lehrkräfte zu finden.
Herr Mechnich führt aus, dass es bei der Anfrage eher darum ging, gemeinsam mit dem Schulamt Konzepte zu entwickeln, die darauf abzielen herauszufinden wo genau man unterbesetzt sei und wie man Hagen für Lehrkräfte attraktiver gestalten könne. Frau Soddemann erklärt, dass dies nicht in die Zuständigkeit des Fachbereichs Bildung fällt. Die Einstellung von Lehrkräften sei Ländersache und darauf könne der Fachbereich 48 keinen Einfluss nehmen.
Frau Pfefferer erkundigt sich, ob es eine Auflistung gibt, an welchen Schulen ein Unterhang an Lehrkräften besteht. Frau Besser erklärt, dass dies mit den anderen Schulrätinnen gemeinsam erarbeitet werden müsste. Sie könne im Augenblick nur für die von ihr betreuten Haupt- und Förderschulen eine Auskunft geben. Die Hauptschulen seien derzeit gut besetzt, jedoch seien die Förderschulen stark unterbesetzt. Es würden aber immer wieder Stellen ausgeschrieben und versucht neue Bewerber zu bekommen. Da der Markt derzeit aber leider leer sei, gestalte sich dies sehr schwierig.
Herr König möchte wissen, wie ein gemeinsames Vorgehen zwischen Stadt und Schulamt aussehen könnte und ob bereits überlegt wurde, was man gemeinsam unternehmen könnte. Er schlägt vor, dass eventuell ein gemeinsames Projekt von Schulträger und Schulamt ins Leben gerufen wird. Herr Becker führt aus, dass es hier scheinbar um zwei verschiedene Komponenten gehe. Zum einen um die Lieferung der konkreten Zahlen vom Schulamt, zum anderen um die Entwicklung eines Konzepts. Er formuliert seine Bedenken zur Zuständigkeit des SAS bei der Entwicklung eines Konzepts zur Attraktivitätssteigerung Hagens und ist der Meinung, dass dies eher eine Aufgabe für den Rat sei. Herr König möchte, dass dieses Thema auch bei der gemeinsamen Sitzung mit dem SBW thematisiert wird.
Frau Graf erklärt, dass die Stadt Hagen generell attraktiver werden muss und dass der SAS seine Kompetenz insofern nutzen kann, dass man „brainstormen“ könnte, was man machen kann, um diese Ideen dann in die entsprechenden Ausschüsse weiterzutragen. Frau Besten ergänzt, dass es in diesem Zuge auch wichtig wäre, die Stadtschulpflegschaft und die Lehrer*innen oder Schulleitungen mit ins Boot zu holen. Frau Soddemann erklärt, dass eine Anfrage zu den Zahlen und der Versorgung an die Bezirksregierung gestellt wird. Die Idee zur Konzeptentwicklung wird mitgenommen und es werden Vorschläge zur Umsetzung ausgearbeitet - zum Beispiel in Form von Workshops oder ähnlichem. Frau Pfefferer bittet in diesem Zuge darum, dass es im Fall von Workshops auch zu einer Nutzung der dort entwickelten Ergebnisse kommt und diese nicht in Vergessenheit geraten. Frau Soddemann führt weiter aus, dass auch die untere und obere Schulaufsicht mit ins Boot geholt werden müssen. Hierzu ist aber ein gewisser Vorlauf für die Vorbereitung einzuräumen.
