15.06.2022 - 5.6 Digitalisierungmündlicher Bericht
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.6
- Sitzung:
-
Sitzung des Schulausschusses
- Gremium:
- Schulausschuss
- Datum:
- Mi., 15.06.2022
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Terweiden und Herr Schneider berichten über die Digitalisierung der Hagener Schulen. Einleitend führt Herr Terweiden aus, dass der DigitalPakt Schule zwar im Zentrum der Gesamtstrategie steht, gleichwohl aber auch der Breitbandausbau, die mobilen Endgeräte und das Förderprogramm für Schuladministration in diesen Kontext gehören.
Im DigitalPakt Schule werden bis 2024 insgesamt 67 Schul-Digitalisierungsprojekte, bestehend aus dem Ausbau der digitalen Vernetzung und des schulischen WLANs, realisiert werden. Alle Anträge konnten 2021 erfolgreich gestellt werden. Ein umfassendes IT-Gesamtkonzept wurde erarbeitet, zu dem auch Präsentationstechnik für die Fach- und Unterrichtsräume zählt. Aufgrund von Kostensteigerungen im Bereich der digitalen Vernetzung stehen hierfür allerdings keine Mittel aus dem DigitalPakt zur Verfügung. Die Verwaltung erarbeitet eine Strategie, wie dieser wichtige Baustein für den IT-gestützten Unterricht dennoch realisiert werden kann.
Die SEK Altenhagen ist als Talentschule als Pilotprojekt ausgewählt worden. Diese Maßnahme ist abgeschlossen. Alle Beteiligten haben fachübergreifend eng zusammengearbeitet und wertvolle Erfahrungen für die folgenden Projekte sammeln können.
Neben den Inhouse-Maßnahmen des DigitalPakts ist der breitbandige Internetanschluss der Schulstandorte von hoher Relevanz. In zwei Förderprogrammen werden alle Schulstandorte bis voraussichtlich Ende 2023 angeschlossen.
Aus dem Sofortausstattungsförderprogramm (https://bass.schul-welt.de/19429.htm) konnten 7.542 iPads für SchülerInnen beschafft werden. Aus der Förderung von dienstlichen Endgeräten für Lehrkräfte konnten 2.547 iPads (100% Versorgung aller Lehrkräfte) beschafft werden. Für die Lehrkraft-Endgeräte gilt die Auflage einer zentralen Verwaltung. FB15 hat im Einvernehmen mit FB48 das Mobile-Device-Management nicht nur für die Lehrkraft-Endgeräte sondern auch für SchülerInnen-Geräte erarbeitet und ausgebaut. Diese strategische Entscheidung kann als Meilenstein für die Schuldigitalisierung gewertet werden. Hierdurch ist unter anderem die Nutzung des Volume Purchase Programm (VPP) möglich, wodurch der Kauf von pädagogischen Apps zum Vorzugspreis möglich ist. Ein effizienter Workflow ist hierzu etabliert worden, sodass mehr als 150 kostenpflichtige und kostenlose App-Anträge (Je App-Antrag werden mehrere Apps beantragt, die Dank des MDMs und des Apple School Managers auf eine Vielzahl von Geräten parallel verteilt werden können) gestellt werden konnten.
Seit 15.10.2021 ist die neue Förderrichtline Ausstattungsoffensive II veröffentlicht. Hier sind schulscharfe Budgets für 40 Hagener Schulstandorte festgelegt worden. Mögliche Umsetzungsszenarien werden derzeit erarbeitet, wobei ein umfassendes Support-, Wartungs- und Betriebskonzept zwingend erforderlich ist. Zusätzlich muss eine Überförderung ausgeschlossen sein. Die Ausschreibungen laufen, bzw. eine erste große Ausschreibung für die meisten iPads hat bereits erfolgreich stattgefunden. Ausschreibungen von Zubehör folgen in Kürze.
Befristet bis zum 31.12.2025 können Mittel in Höhe von 1.347.079,55 € (inkl. 10% Eigenanteil) aus der Förderung von IT-Administration beantragt, beziehungsweise verwendet werden. Ein Personalkonzept zur Nutzung der Mittel ist erarbeitet.
Insgesamt ist das Tätigkeitsfeld Schuldigitalisierung bereits jetzt sehr umfangreich. Im Bildungsnetz befinden sich 1.307 pädagogische, stationäre Arbeitsplätze sowie 10.218 iPads im Einsatz. 152 Server-Systeme und 140 IT-Netzwerke werden fachkundig betreut. Ein Ausblick zeigt, dass das Arbeitsumfeld und der damit einhergehende Aufwand im Bereich der Schul-IT stetig wachsen wird. Die Schulentwicklungsplanung zeigt, dass perspektivisch mehr als 1.600 Fach- und Unterrichtsräume mit Präsentationsgeräten ausgestattet werden müssen. Schon heute besuchen 28.938 junge HagenerInnen die Schulen. Mit dem neuen schulischen WLAN werden ca. 2.550 Access Points und ca. 600 aktive Netzwerkkomponenten das Hagener Bildungsnetz ergänzen. In 2024 ist der Abschluss der DigitalPakt-Maßnahmen geplant und ein großer Teil der notwendigen IT-Grundstruktur wird dann fertiggestellt sein können. Wird die Digitalstrategie Schule NRW mit dem Handeln der Stadt Hagen verglichen, so wird deutlich, wie viele Handlungsfelder über die grundständige IT-Infrastruktur hinaus bereits erarbeitet werden. Die Fachbereich 15 und 48 sind Partner in pädagogischen Netzwerken (Netzwerktreffen Medienbeauftragte, Kernteam Medien) und kooperieren im Hagener LearnLab in der VHS Hagen sowie mit weiteren Akteuren und Bildungspartnern, auch im Bereich der Vermittlung der digitalen Transformation.
Herr Günther erkundigt sich, nach der Nutzungsquote der Geräte bei SuS und LuL. Herr Terweiden erläutert, dass diese datenschutzrechtlich nicht zu ermitteln sei.
Herr Günther führt aus, dass es ihm nicht um den Standort, sondern um die Nutzungsfrequenz gehe. Herr Gerbersmann erklärt, dass die Stadt Hagen nicht kontrollieren wird, ob und wie oft Geräte genutzt werden. Herr König erkundigt sich, ob das städtische WLAN Netz hierfür weiter ausgebaut wird. Herr Terweiden erläutert, dass der Breitbandausbau hierfür sehr essentiell ist, welcher jedoch von einigen Außenfaktoren abhängig ist.
(Die Präsentation ist als Anlage beigefügt)
An der weiteren Diskussion beteiligen sich Herr Walter, Herr Gerbersmann, Herr Simon, Herr Terweiden und Frau Besser.
Anlagen
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(wie Dokument)
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101,1 kB
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