19.05.2022 - 2 Quartiersentwicklung - Bericht Frau Dellgrün üb...

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Wortprotokoll

Frau Dellgrün begrüßt alle Anwesenden und stellt sich und ihre Arbeit vor. Am Modell Hohenlimburg erklärt sie anhand beigefügter Präsentation die Netzwerksituation. Sie erläutert, dass der Altersdurchschnitt der Mieter des Hohenlimburger Bauvereins – 43 % der Mieter seien älter als 61 Jahre– steigend gewesen sei. Um Mieter im Bestand zu halten, stellte man sich der Herausforderung einer Netzwerkbildung mit Kooperationspartnern. Frau Dellgrün nahm Kontakt  zu allen Dienstleitern vor Ort auf und formulierte das Ziel, den Menschen auch im hohen Alter das Leben in ihren Wohnungen zu ermöglichen. Zu Beginn der Gespräche ist man mit den Kooperationspartnern übereingekommen, Veranstaltungen einmal monatlich im Bürgersaal anzuberaumen. Die Kooperationspartner bildeten einen Pool bestehend u. a. aus Sanitär, Physiotherapeut, Fußpflege bis zum Friseur, der ins Haus kommt, konnten alle Bereiche abgedeckt werden, die zur Alltagsgestaltung wichtig sind.

 

Frau Dellgrün berichtet, dass aktuell das Thema Digitalisierung behandelt wird und wie wichtig es sei Senior*innen mitzunehmen. Sie stellt heraus, dass „Nachbarn helfen Nachbarn“ in einem solchen Bereich auch funktioniert. Selbst wenn es um  Demenz ginge, fände sich ein kleiner Kreis zusammen, der im Zusammenspiel mit den Angehörigen unterstützt. Frau Dellgrün nennt weitere Beispiele wie z. B. Einkäufe erledigen, bei Veranstaltungen einen Fahrdienst, die sehr gut angenommen werden. Dies wird per Aushang in den einzelnen Häusern bekannt gegeben. Natürlich gab es auch mal Streit, man muss lernen damit umzugehen. Als Mediatorin hatte sie eine Veranstaltung angeboten, die durchaus gut besucht gewesen sei.

 

Wichtig für das Fortkommen eines solchen Projektes seien Kümmerer, die sich z. B auf 450 €-Basis einbringen und koordinieren. Dafür sollten Räume zur Verfügung stehen, um den Austausch zu fördern und in der Kommunikation zu bleiben. 

 

Auf Basis dieses Projektes sei eine Wunschvorstellung für die Zukunft, ein  solches Netzwerk auch bei stationären Einrichtungen zu installieren.

 

Das Hohenlimburger Projekt sollte nach Beendigung der Förderung auch Fortbestand haben, dem sei bis heute so. Feste Vereinbarungen mit den Kooperationspartnern und ständiger Austausch machen das Projekt nachhaltig.

 

 

Herr Goldbach fragt, ob es auch gelungen sei Mieter mit Migrationshintergrund zu erreichen.

Frau Dellgrün erklärt, dass sie immer mal dabei gewesen seien, aber eine gewisse Scheu haben. Natürlich werden alle Mieter eingeladen, jedoch bewegen sie sich oft in ihren eigenen Kreisen und nehmen die Angebote kaum an.

Herr Kirchheim bemerkt, dass es für ihn schwer vorstellbar sei, Demenzpatienten einzubinden. Frau Dellgrün bemerkt dazu, dass es immer Wege gäbe, um auch hier zu unterstützen.

Frau Sauerwein bemerkt beeindruckt, dass das Projekt auf zwei Jahre finanziell ausgelegt gewesen sei, es nun jedoch seit sechs Jahren liefe.

Herr Höfig erfragt, ob Frau Dellgrün proaktiv auf Wohnungsgenossenschaften zugeht.

Frau Dellgrün erklärt hierzu, dass sie meistens auf Empfehlungen solche Projekte annimmt und durchführt.

Herr Zöhner fragt, ob auch kleinere Wohnungen vorgehalten werden, um einkommensschwachen Bürgern die Möglichkeiten zu bieten.

Frau Dellgrün gibt zu bedenken, dass ein Wohnungstausch eher schwierig sei und die Mieter grundsätzlich in ihren Wohnungen verbleiben möchten.

Frau Fischer bemerkt, wie wichtig es sei, die Wohnungen barrierefrei zu gestalten. 

 

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Siehe Anlage.

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