26.10.2022 - 3.7 Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Ausl...

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Wortprotokoll

Frau Lossau berichtet über die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Ausländern in Hagen (siehe Anlage zu TOP 3.7).

 

Sie macht darauf aufmerksam, dass die Zahlen in der Tischvorlage mit Stichtag vom 18. Oktober erhoben worden seien. Daher wolle sie gern die aktuellen Zahlen benennen. Sie führt aus, dass man mit dem Stand des heutigen Tages 73 unbegleitete minderjährige Ausländer in Hagen habe. Die Quote läge aktuell bei 66.

 

Sie berichtet, dass die Stadt Hagen am 19. September ein Schreiben des Ministeriums erreicht habe, in dem auf die desolate Unterbringungssituation von unbegleiteten minderjährigen Ausländern hingewiesen worden sei. Hauptauslöser dafür sei die Situation des Haupteinreisejugendamtes in Bochum mit der Landeserstaufnahmestelle gewesen.Diese hätte die unbegleiteten minderjährigen Ausländer nicht mehr angemessen versorgen und unterbringen können. Sie seien in unterschiedlichen Turnhallen in Notunterkünften untergebracht worden. Es habe keinerlei Betreuung stattfinden können. Die Situation sei immer noch ziemlich desolat. Die Stadt Bochum habe um Amtshilfe gebeten. Daraufhin habe man in Hagen mit den Trägern 8 Plätze generieren können. Damit habe man Bochum wenigstens ein wenig helfen können. Man habe aber dabei festgestellt, dass man in Hagen auch Vakanzen für Selbstmelder frei halten müsse. Die Zahl der Selbstmelder sei mittlerweile deutlich höher als vorher. Mittlerweile sei man auch in Hagen an der Kapazitätsgrenze angekommen, da die beiden freien Plätze auch belegt seien. Man versuche, weitere Platzkapazitäten zu schaffen. Dazu würden auch freistehende Immobilien benötigt. Auch in dem Bereich würden Räumlichkeiten und Fachkräfte benötigt. Man werde eine Umverteilung bei der Landesstelle beantragen müssen gerade auch im Hinblick darauf, dass 41 von 186 Jugendämtern die Quote nicht erfüllten. Da gebe es eine Gesamtverantwortung aller Beteiligten. Sie werde in der nächsten Sitzung berichten, ob es gelungen sei, weitere Plätze zu schaffen. Sie sei da sehr zuversichtlich, da die Zusammenarbeit mit den Hagener Trägern ausgesprochen gut laufe.

 

Herr Reinke dankt Frau Lossau für ihren Bericht. Er schließe sich ihrem Wunsch an, dass sich die Dinge gut entwickeln würden.

 

Frau Köppen macht deutlich, dass sich nach der Unterbringung dieser jungen Menschen weitere Fragen ergäben. Sie regt an, dass für den Fall, dass es nicht zu aufwändig sei, der nächste Bericht Aussagen darüber enthalten solle, ob es gelinge, Schulplätze oder auch Ausbildungsplätze für die UMAs zu finden und wie sich die Integration in diese Gesellschaft gestalte.

 

Frau Lossau sichert zu, dass sie versuchen werde, dem Wunsch nachzukommen und die erbetenen Daten zu liefern.

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Anlagen