14.06.2022 - 3.2 Ombudschaft NRW
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.2
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 14.06.2022
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Reinke begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Frau Gembalczyk von der Ombudschaft NRW. Er erinnert daran, dass man sich im Jugendhilfeausschuss bereits mit der seinerzeit geschlossenen Kooperationsvereinbarung beschäftigt habe.
Frau Gembalczyk stellt die Ombudschaft Jugendhilfe NRW vor (siehe Anlage zu TOP 3.2).
Herr Reinke bedankt sich für den interessanten Bericht. Sie habe die Ombudschaft in den Zusammenhang des Bundeskinderschutzgesetzes gestellt. Das sei ein letzter Baustein, der noch gefehlt habe.
Herr Eiche erklärt, dass er sich sehr darüber freue, dass dieses Angebot eine erhebliche Entlastung der Sozialgerichte mit sich bringe.
Herr Gebauer bedankt sich für den Vortrag. Er habe diesen mit Spannung erwartet.
Er betont, dass es sehr wichtig für Kinder und Jugendliche und eventuell auch für die Erziehungsberechtigten sei, um teilweise Beratung und Begleitung zu bekommen. Dennoch glaube er, dass das ein Gesetz sei, dass von Erwachsenen für Kinder und Jugendliche gemacht worden sei. Es stelle sich die praktische Frage, wie Kinder und Jugendliche auf dieses Angebot aufmerksam werden könnten. Welche Wege beschreite man, um das bekannt zu machen und für die Zielgruppe die Barriere einer Behörde zu überwinden?
Frau Gembalczyk antwortet, dass bei ihnen die Zahl der Selbstmelder von jungen Menschen bei ca. 20 Prozent liege. Sie nehme an, dass es bundesweit nicht viel anders sei. Da sei noch „viel Luft nach oben“. Man habe im letzten Jahr ein Digitalisierungskonzept durchgeführt. Dort sei bei Youtube mit der Unterstützung von jungen Leuten über die Ombudschaft informiert worden. Man habe zu Beginn der Arbeit ca. 25.000 Flyer an Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Dennoch höre man immer wieder, dass man kaum bekannt sei. Jetzt stehe im Gesetz, dass man bedarfsgerechte Strukturen machen müsse. Es gelte, im weiteren Prozess zu evaluieren, wie bedarfsgerecht das Angebot für junge Menschen sei und dieses gemeinsam mit ihnen zu entwicklen. Es gebe die Idee, einen Fachtag zu dieser Frage nur mit jungen Menschen zu machen.
Herr Goldbach ergänzt, dass es auch die Aufgabe der Verwaltung des Jugendamtes sei, dieses Angebot in Hagen bei den jungen Menschen bekannt zu machen, die mit dem Jugendamt oder den freien Trägern zu tun hätten. Derzeit werde bei allen Leistungsbescheiden ein entsprechender Hinweis platziert. Außerdem werde man mit der Pressestelle der Stadt Hagen diesbezüglich Kontakt aufnehmen, auf der Homepage der Stadt einen Link anzubringen. Man habe dieses Thema auch bereits in der AG 4 besprochen. Die Idee mit dem Fachtag gefalle ihm sehr. Diesen könnte man auch gern in Hagen durchführen.
Frau Gembalczyk bittet abschließend, auch in den Einrichtungen Plakate mit den Hinweisen auf die Ombudschaft auszuhängen.
Frau Köppen ist auch der Meinung, dass es sich bei der Bekanntmachung der Ombudschaft um eine gemeinsame Aufgabe des öffentlichen und des freien Trägers handele. Eine ganz wichtige Rolle spielten dabei ihres Erachtens die Einrichtungen. Diese seien verpflichtet, Partizipationskonzepte vorzuhalten und nachzuweisen, dass in den Einrichtungen Partizipation gelebt werde. In dem Zusammenhang gebe es auch immer wieder die Forderung, in den Einrichtungen Beschwerdestrukturen aufzuzeigen. Es sei daher naheliegend, die weiterführende Stelle der Ombudschaft dort anzufügen.Sie stimme Herrn Reinke diesbezüglich zu, dass es mit der Ombudschaft zu einem kompletten Paket werde. Sie finde das sehr gut und sehr wichtig.
Herr Reinke dankt Frau Gembalczyk für ihren Besuch. Man werde sich auch zukünftig mit dem Thema beschäftigen.
Anlagen
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(wie Dokument)
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