09.03.2022 - 3.5 Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Ausl...

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Wortprotokoll

Frau Lossau berichtet über die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Ausländern und teilt mit, dass die aktualisierte Tabelle noch keine unbegleiteten Minderjährigen aus der Ukraine enthalte (siehe Anlage zu TOP 3.5) .

 

Sie weist darauf hin, dass man – wie bereits zugesagt - die Berichterstattung in einer der nächsten Sitzungen des Jugendhilfeausschusses in einer anderen Form wahrnehmen wolle.

 

Sie erklärt, dass sie anschließend näher auf die Situation der unbegleiteten Minderjährigen aus der Ukraine eingehen wolle.

 

Herr Reinke dankt Frau Lossau für den Bericht.

 

Herr Goldbach berichtet, dass das Thema der unbegleiteten minderjährigen Ausländer schneller als erwartet auf die Verwaltung zugekommen sei. Man habe über den Bezirksbürgermeister Haspe eine Information über einen Handwerksmeister aus Haspe bekommen, der in Eigeninitiative Flüchtlinge geholt habe. Offensichtlich dadurch inspiriert, habe eine Bürgerin mitgeteilt, dass sie einen Bus koordinieren wolle, mit dem 40 Waisenkinder aus der Ukraine nach Hagen gebracht werden sollten. Bisher sei dieser Bus nicht in Hagen angekommen. Das habe die Verwaltung natürlich beschäftigt, da man in diesem Fall die Inobhutnahme hätte durchführen müssen. Dabei hätte auch die Unterbringung der Kinder sichergestellt werden müssen. Er habe Frau Lossau gebeten, mit den Trägern abzustimmen, wo man welche Möglichkeiten habe. Wichtig wäre auch die Weitergabe der Information seitens der Initiatoren, wie alt  diese Kinder seien. Gegebenenfalls müssten auch Vormundschaften eingerichtet werden. Durch diese Ereignisse sei man jetzt im Training und habe bestimmte Strukturen kommuniziert, wie im Bedarfsfall agiert werden könne. 

 

Frau Lossau schildert, dass die Kontaktaufnahme ihrerseits zunächst zu den großen  Trägern erfolgt sei, weil diese die größten Kapazitäten hätten. Es sei ein sehr kollegialer Austausch gewesen. Wenn der Bus tatsächlich gekommen wäre, hätte man alle Kinder versorgen können. Die Maßnahmen seien getroffen und die Plätze stünden zur Verfügung. Ziel sei, niemanden weiterzuschicken, sondern die Erstversorgung sicherzustellen. Sie bedanke sich daher bei allen beteiligten Trägern, die heute anwesend seien.

 

Herr Reinke betont, dass er sich diesem Dank anschließe. Sein Dank richte sich auch an Frau Lossau und ihre Abteilung.

 

Herr Goldbach ergänzt, dass sich derzeit viele engagierte unterstützungswillige Familien meldeten, die ein oder mehrere Kinder aufnehmen wollten. Da müsse man leider mitteilen, dass das nicht möglich sei. Auch das Ministerium habe in einem Erlass deutlich darauf hingewiesen. Das müsse in den Strukturen der Jugendhilfe in Einrichtungen der Erziehungshilfe geschehen. All diejenigen, die ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Aufnahme erklärten, könnten dahingehend gefragt werden, ob sie eine Pflegefamilie werden wollen. In dem Fall müssten Qualifizierungen und Prüfungen abgelegt werden.

In den Jahren 2014/2015 habe man bereits zusammen mit Herrn Gebauer das Konzept „Akquise von Pflegefamilien zur Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen“ entwickelt. Da werde man überlegen, wie man das wieder auflegen könne. Das helfe jedoch nur langfristig. Es sei dennoch ein wichtiger Beitrag.  

 

Frau Kaufmann ergänzt, dass zwei Drittel der in Hagen eingetroffenen Menschen aus der Ukraine privat untergebracht seien. Ein Drittel der Menschen sei durch die Stadt untergebracht worden. Man habe in dem Zusammenhang die Jugendherberge gewinnen können. Diese sei auch schon fast ganz belegt. Jetzt müsse man sich darum kümmern, Wohnungen in Hagen zu akquirieren.     

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TOP

 

Siehe Anlage.

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Anlagen