19.10.2005 - 6 Migranten und "Brandschutz", Möglichkeiten der...

Reduzieren

Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Herr Wisotzki, Leiter der Feuerwehr, stellt dar, daß die Feuerwehr zur Brandschutzerziehung im Elementarbereich verpflichtet ist. Hier werden Themen wie Absetzen eines Notrufes, Verhalten im Brandfall usw. behandelt. Üblich ist auch ein Besuch der Feuerwache.

In Schulen der Primarstufe wird (gesponsert durch ein Versicherungsunternehmen) ein “Brandschutzwagen” eingesetzt. Hier werden Lehrer und Schüler über Brandphysik, Verhalten im Brandfall, etc. unterrichtet. Die neuen Kenntnisse werden in Form einer “Schulrallye” überprüft. Für Brandschutzerziehung in den Sekundarstufen mangelt es leider an Personal.

Im Rahmen der Zielgruppenarbeit werden Seminare für Erwachsene angeboten (etwa zum Thema “Einbau von Rauchmeldern”). An den Seminaren können bis zu 20 Personen teilnehmen. Herr Wisotzki lädt die Migrantenselbstorganisationen ein, mit der Feuerwehr Kontakt aufzunehmen um solche Fortbildungen zu buchen.

Er schließt die Bitte an, die Vereine mögen der Feuerwehr Kontaktpersonen benennen, an die sich im Unglücksfall die Notfallseelsorger der Feuerwehr wenden können; auch für die Feuerwehrleute sei es oft hilfreich, Muttersprachler als Ansprechpartner zu haben, um Mißverständnisse bei den Rettungsanweisungen zu vermeiden.

 

Herr Öztaskin bekräftigt dies mit dem Hinweis auf die acht Brandopfer in Berlin, deren Tod vielleicht durch frühzeitige Aufklärung in der Muttersprache hätte verhindert werden können.

 

Herr Wisotzki stellt das mehrsprachige Flugblatt “Was tun, wenn es brennt?” vor. Er bietet an, jeweils eine entsprechend hohe Auflage des Blattes für die Vereine zu bestellen, die ihn ansprechen.

Auf die Frage von Herrn Arik, ob es auch Migranten bei der Feuerwehr gibt, weist Herr Wiswotzki auf den Beamtenstatus der Wehrleute hin, der die Zahl bis jetzt gering hält. Aber in Anbetracht der demographischen Entwicklung sei über kurz oder lang mit einer steigenden Anzahl von Menschen mit Migrationshintergrund zu rechnen. Bei den freiwilligen Feuerwehren sei eine Aufnahme kein Problem. Unter der Telefonnummer 374110 könne man sich beim Amt für Katastrophenschutz eingehend informieren.

Reduzieren

Beschluss:

 

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?SILFDNR=379&TOLFDNR=22102&selfaction=print