15.09.2022 - 1.4 Bericht aus der Wirtschaftsförderung
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1.4
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Do., 15.09.2022
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Klepper begrüßt die Herren Dr. Schmitt und Schwemin von der Wirtschaftsförderung und erteilt Herrn Dr. Schmitt das Wort.
Herr Dr. Schmitt teilt mit, dass er hoffe in der nächsten Sitzung auch mit einem Smart City Projekt aufwarten zu können.
Anknüpfend an den letzten Bericht aus der Wirtschaftsförderung vor der Sommerpause teilt er mit, dass man bezüglich der Flächen Westside und Vartainsel einen angebotsorientierten Ansatz verfolge. Gemeinsam mit dem Planungsbüro Urbanista wurde unter Einbindung relevanter Akteure aus der Stadtgesellschaft ein kreativer Prozess gestartet. Ein Visionsworkshop im M12 ergab erste Ergebnisse.
Urbanista habe aus den Beiträgen ein Zukunftsbild erstellt und dieses Zukunftsbild mit ersten Beispielsnutzungen unterlegt. Daran könne man sich entwicklungstechnisch orientieren. Die ausgelegte Tischvorlage enthalte einen Auszug der Präsentation von Urbanista. Verbindend damit möchte er eine Einladung aussprechen, die Ausstellung im M 12, mit der Möglichkeit einer Führung, zu besuchen. Es handele sich hier nicht um ein beliebiges Planungsprodukt. Die Planung trage den besonderen Verhältnissen sowohl für die beiden Flächen wie auch den Wirtschaftsstandort Hagen Rechnung. Er erläutert die Vorteile und Potentiale der verkehrstechnischen Anbindung sowie der Flusslage und den damit verbundenen energetischen Möglichkeiten. Diese Vorteile stünden auch in der Prioritätensetzung von Unternehmungen weit oben. Auch die Anknüpfung an die Produktionsstradition der Vartafläche sei gewünscht, daher habe man hier Platzhalter geschaffen. Ein weiteres wichtiges Thema sei auch die Versorgung der Unternehmen mit Fachkräften. Dies sei auf zwei Ebenen mitgedacht worden. Zum einen mit einem Platzhalter für einen Bildungscampus, angefangen beim Handwerk bis hin zur akademischen Ebene. Zum anderen haben sich die Anforderungen an die Arbeitsplätze verändert, Stichwort Familie und Beruf, Freizeitverhalten, Work Life Balance etc. Hierzu sollen entsprechende Angebote vorgehalten werden.
Herr Dr. Schmitt führt aus, dass er strategisch diesen Planungsprozess mit dem Planungsprozess zu „Horizonte“ und den Ergebnissen der Unternehmensbefragung zu einer Strategie zusammenführen möchte. Im nächsten Monat werde man zur Expo fahren und die Vision im Gespräch mit den richtigen Partnern auf seine Realisierbarkeit hin überprüfen. Konkrete Verabredungen dazu wurden bereits getroffen.
Darüber hinaus sei möglich, eine Art Bau Forum durchzuführen und im großen Stil die entsprechenden Branchen nach Hagen einzuladen.
Herr Klepper bedankt sich für die Berichterstattung und bestätigt die gute Konzeption. Er ermutigt die Mitglieder sich die Ausstellung anzusehen.
Frau Heuer tut sich schwer mit der Version. Bisher habe sich für die Investoren nichts verändert. Sie fragt, ob die Stadt den Teil, den sie selber leisten müsse, jemals aufbringen könne. Weiterhin sei die Anbindung an den Bahnhof bisher nicht gegeben.
Herr Dr. Schmitt sei sich nicht wirklich sicher, ob es eines städtischen Engagements benötige, um in eine Realisierung zu kommen. Die Nutzung der energetischen Potentiale sehe er bei den Bauherren. Ziel sei ein Konzept mit bestimmten Maßstäben, an denen man festhalten müsse.
Herr Keune weist nochmals auf die Beschlussfassung zur Anbindung an den Bahnhof hinsichtlich einer Realisierung hin. Das dies problembehaftet sei, wisse man. Die Planung Werdetunnel sei zunächst die einfachste und schnellere Lösung. Aber auch die Verlängerung des Bahnsteigtunnels sowie die Brückenlösung stehe weiterhin im Raume. Dies spiele sich auf der Zeitschiene ab. Die Projektentwicklung werde Schritt für Schritt betrachtet und geplant. Mit der geschilderten Version habe man eine andere Grundlage als bisher, mit potentiellen Nutzern ins Gespräch zu kommen. Ebenso müsse man sich aber auch darauf einstellen, dass die Stadt der Flächenentwicklung die entsprechende Rückendeckung gibt, dass die angesprochenen Projekte zu mindestens in einem Minimalumfang tatsächlich auch finanziert und umgesetzt werden. Eine gewisse Verbindlichkeit müsse man gegenüber den potentiellen Investoren herstellen. Die Stadt werde Grünflächen und Infrastruktur im Umfeld, die die Investoren benötigen, herstellen und weitestgehend mit Fördermitteln finanzieren.
Weitere Schritte und vertiefende Überlegung werde man dem Gremium vorstellen.
Er bittet um das Vertrauen, diese Flächen gemeinschaftlich mit der Wirtschaftsförderung zu entwickeln.
Herr Schmidt fragt nach einer besseren Nachvollziehbarkeit der Tischvorlage, da diese aufgrund ihrer Schriftgröße recht unlesbar sei.
Herr Schwemin verweist hier auf einen Internetauftritt zu der Version, der zur Expo eröffnet werde hagen-valley.de).
Herr Schwemin möchte noch einzelne Punkte bekräftigen.
Bisher habe man die Flächen als einzelne Projekt gesehen, mittlerweile sehe man die Entwicklung im Gesamtkontext. Langfristige Nutzungsoptionen wurden durch die Mitarbeit verschiedenster Akteure im ersten Ergebnis dargestellt. Die zu führenden Gespräche mit den Projektentwicklern werden zeigen, ob man den richtigen Weg gehe.
Herr Meier sehe auch den positiven Paradigmenwechsel in der Vorgehensweise und in der Version. Er empfehle, sich die Komplexität in der Ausstellung im M 12 anzusehen. Auch das Thema Erbpacht in Verbindung mit Verpflichtungen empfinde er als nachdenkenswert.
Herr Dr. Ramrath sieht hier einen gelungenen Ansatz und man gehe den richtigen Weg, um Interesse zu wecken. Er hoffe, dass man bei Investoren damit auf Gehör stoße er wünscht der weiteren Entwicklung viel Erfolg.
Herr Klepper schließt sich Herrn Meiers und Herrn Dr. Ramraths Aussage an und ermutigt, so weiter vorzugehen.
Anmerkung der Schriftführung
Die Tischvorlage „Beta Version Hagen Valley“ ist der Niederschrift als Anlage angefügt.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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4,9 MB
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