29.03.2022 - 3.6 Bericht des Jobcenters Hagen zum Themenfeld Mig...

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Frau Engelhardt begrüßt zu dem Tagesordnungspunkt den Geschäftsführer des Jobcenters Hagen Herrn Schmitz.

 

Herr Schmitz berichtet zum Themenfeld Migration (siehe Anlage zu TOP 3.6).

 

Frau Freund dankt Herrn Schmitz für den Bericht.

Sie möchte wissen, welche Faktoren die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt beeinflussten. Seien diese in der Person des Kunden/der Kundin gegeben oder könne man als Stadtgesellschaft Einfluß darauf nehmen?

Sie erklärt, dass ihre zweite Frage sich auf die neue Maßnahme zur Integration von Jugendlichen aus Süd-Ost-Europa in Wehringhausen beziehe. Sei es geplant, bei Erfolg diese Maßnahme auch auf andere Quartiere auszuweiten?  

 

Herr Schmitz antwortet, dass man in Wehringhausen erst einmal Erfahrungen sammeln wolle, wie das dort funktioniere. Zunächst müsse man die Ergebnisse des Projektes analysieren und bewerten, ob eine Übertragung auf andere Stadtquartiere sinnvoll sei.

Er macht deutlich, dass die erste Frage von Frau Freund nicht so einfach zu beantworten sei, weil teilweise sehr multiple Themenfelder verhinderten, dass es gelinge, Kundinnen und Kunden schnell zu integrieren. Zur Wohnsituation der Jugendlichen lägen keine Auswertungen vor. Es werde ermittelt, wo man mehrere Vermittlungshemmnisse habe, die dazu führten, dass man anders in die Beratung der jungen Menschen einsteigen müsse, um Integrationsmöglichkeiten zu finden. Man schaue sich auch ganze Bedarfsgemeinschaften an, um ganzheitliche Lösungen generieren zu können. Es gelinge immer leichter, Männer zu integrieren. Bei Frauen sei das schwerer. Aus dem Grund habe er für das Jahr 2022 bewußt dazu entschieden, geschlechterspezifische Frauenthemen genauer zu ananlysieren. Das sei gerade im Hinblick auf Alleinerziehende sehr wichtig. Man müsse sehen, welche Wege man dort gehen könne.

 

Frau Schneidmüller-Gaiser führt aus, dass ihre Frage genau dort anknüpfe. In der Präsentation sei nicht nach Geschlechtern aufgeschlüsselt worden. Sie fragt, ob es die Zahlen nach Geschlechtern getrennt gebe. Könnte man diese nachgeliefert bekommen oder seien diese gar nicht erhoben worden?

 

Herr Schmitz antwortet, dass diese für das Jahr 2021 nicht erhoben worden seien. In diesem Jahr würde sie erhoben. Er könne diese Informationen gern zu einem späteren Zeitpunkt aufbereiten. Dann könne er darstellen, wie das geschlechterspezifisch aussehe. Man sei davon abhängig, welches Zahlenmaterial von den Systemen angeboten würden. Für 2022 sei auf jeden Fall angedacht, die Integrationsquote geschlechterspezifisch abzubilden.

 

Herr Dr. Krauß-Hoffmann dankt Herrn Schmitz für den ausführlichen Bericht. Er fragt, ob es diesbezüglich einen interkommunalen Austausch gebe.

Er erklärt, dass er nach wie vor ein Anhänger einer aktivierenden Sozialpolitik sei. Gebe es Bespiele dafür, welche Anreize in dem Zusammenhang funktionierten?

 

Herr Schmitz erklärt, dass er sehr stark mit den umliegenden Jobcentern vernetzt sei.   Er halte auch Kontakt mit den Jobcentern Duisburg und Gelsenkirchen, die gerade im Bezug auf Süd-Ost-Europa viele Erfahrungen hätten, die man  teilen könne. Er sei ein Fan davon, sich Anreize und Ideen zu holen, um diese zu adaptieren. Man tausche sich auch mit der Agentur Mark zu ganz vielen Themenfeldern aus. Man pflege außerdem eine gute Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit. Dort verzahne sich die Arbeitsebene sehr eng. Er schätze es insgesamt so ein, dass man in den Netzwerken sehr gut unterwegs sei.    

 

Das Thema der Anreize anstelle von Sanktionen sei schwierig. Er teile aber den Ansatz, dass Sanktionen nicht hilfreich dabei seien, konstruktiv ins Gespräch zu kommen. Seines Erachtens müsse man seine Kräfte auf diejenigen konzentrieren, die mitarbeiteten. Das seien die Kundinnen und Kunden, die für sich erkannt hätten, dass sie damit eine Chance hätten, ihre Lebenssituation zu verbessern und aus der Bedürftigkeit herauszukommen.

 

Herr Adam dankt Herr Schmitz für den guten Vortrag. Er nimmt Bezug auf einen Punkt aus der Präsentation, der besage, dass Menschen aus Rumänien Kontakte nicht anstrebten. Er frage sich, ob es eine Studie gebe, die das belege. Diese Aussage sei ihm zu pauschal. Man hätte vielleicht alternativ von „vielen Menschen aus Rumnänien“ sprechen können. Man könne das als spitzfindig abtun. Man habe es  mit Menschen zu tun und er halte „Schubladendenken“ dabei für schwierig.

 

Herr Schmitz antwortet, dass er sich entschuldigen wolle, wenn es in diesem Sinne  verstanden worden sei. Das sei nicht der Fall. Für ihn sei jede Kundin/jeder Kunde gleich. Man versuche, jedem ein breites Angebot zu machen. Klar sei auf jeden Fall auch, dass es nicht nur in Hagen in Bezug auf die Thematik Süd-Ost-Europa schwierig sei. Er hoffe, dass man seinen Ausführungen habe entnehmen können, dass es ihm wichtig sei, sich damit nicht zufrieden zu geben, sondern daran zu arbeiten, wie man das aufbrechen könne und mit kleinen Schritten Erfolge abbilden könne.

 

Herr Dr. Krauß-Hoffmann macht deutlich, dass er es ausdrücklich so nicht verstanden habe, sondern als operative Einschätzung. Es bedürfe daher auch keiner Entschuldigung. Es habe sich um eine Darlegung der Einschätzung der Kolleginnen und Kollegen gehandelt, die gute Ansätze böten, wo man ansetzen könne.

 

Frau Engelhardt dankt Herrn Schmitz für seinen Vortrag.  

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Siehe Anlage.

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