29.03.2022 - 3.5 Aufnahme von Flüchtlingen in HagenBericht der V...

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Frau Kaufmannhrt kurz in die Thematik ein.

 

Sie berichtet, dass man vor einiger Zeit einen Krisenstab eingerichtet habe, der von dem Hagener Ordnungsdezernenten Herrn Arlt geleitet werde. Weitere Mitglieder seien die jeweiligen betroffenenen Vertreter/innen der Verwaltung. Von diesem Ausschuss seien Frau Keller, Frau Dr. Scholten und Herr Goldbach dort vertreten. 

Zunächst gehe es darum, für die Menschen, die aus der Ukraine geflohen seien,  Wohnungen und Unterkünfte zu finden und bereitzustellen. Sie gehe davon aus, dass dieses Thema die Gesellschaft noch eine ganze Weile beschäftigen werde.

Man sei als Kommune vom Städtetag aufgefordert worden, ganz besonders darauf zu achten, ob Menschen mit Behinderungen kämen, da diese aus vielen Gründen  ganz besondere Fürsorge und Aufmerksamkeit benötigten.  

In Hagen seien inzwischen 1.226 Personen registriert. Davon seien 381 Personen untergebracht worden. Laut Angabe der Fachverwaltung würden 404 Personen perspektivisch in den nächsten zwei bis drei Monaten eine Unterbringung benötigen.  

rger dieser Stadt, die sich bereit erklärt hätten, Flüchtlinge für eine gewisse Zeit aufzunehmen, bäten dann darum, diese Familien unterzubringen. Neben der Unterbringung und ärztlicher Versorgung kümmere man sich derzeit auch um die glichkeiten im Hinblick auf Kita und Schule. Das sei eine große Aufgabe angesichts der Tatsache, dass man sowieso zu wenige Kitaplätze habe.  

Sie weist darauf hin, dass als Ansprechpartner und Koordinierungspunkt für Menschen und Organisationen, die sich in dem Bereich engagieren wollten, die Freiwilligenzentrale zur Verfügung stehe.

 

Frau Keller berichtet über die Aufnahme von Flüchtlingen in Hagen (siehe Anlage zu TOP 3.5).

 

Frau Schneidmüller-Gaiser dankt für den Bericht und die Arbeit der Verwaltung in dem Zusammenhang.

Sie fragt, was neben der reinen Unterbringung das Dringendste sei, was diese Menschen benötigten. Könne man bereits jetzt sagen, in welcher Form eine Betreuung der Menschen aufgrund der traumatischen Erlebnisse erfolgen müsse? Seien die Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine bereits in der Lage, in die Strukturen von Kita und Schule überführt zu werden oder stehe diese Planung erst für die kommenden Monate an?   

 

Frau Keller bestätigt, dass viele Kinder und Jugendliche traumatisiert seien. Die Unterbringung vieler Menschen in Hallen sei nicht gerade förderlich. Man prüfe derzeit, wie man Tagesstrukturen für die jungen Menschen schaffen könne. Derzeit sei man dabei, Home-Schooling zu organisieren. Die Freiwilligenzentrale koordiniere die Angebote, die im Freizeitbereich lägen. Es sei ein enormer Beratungsbedarf seitens der Geflüchteten vorhanden, den man zu stemmen versuche. Es gebe eine Hotline, in der viele Fragen beantwortet würden. Diese sei rund um die Uhr besetzt. Mittlerweile gebe es auch eine Hotline der Agentur für Arbeit.

Das Thema Integration sei noch nicht in Angriff genommen worden. Das sei mit dem vorhanden Personalschlüssel auch schwer zu leisten. 

 

Frau Cramer fragt, wie man damit umgehe, dass die Kinder die deutsche Sprache nicht verstünden.

 

Frau Keller betont, dass man da ganz am Anfang stehe, was derartige Angebote angehe. Die aus der Ukraine vertriebenen Menschen teilten sich in zwei Gruppen. Die eine Gruppe wolle möglichst schnell in ihre Heimat zurückkehren. Die andere Gruppe plane, vorerst zu bleiben. Bei der zweiten Gruppe sei das Thema Sprache dringlicher als bei der ersten Gruppe. Man sei gerade dabei, das zu differenzieren.

Sie könne ggf. in der nächsten Sitzung mehr dazu berichten. 

Man dürfe nicht vergessen, dass es erst drei Wochen her sei, seit die ersten Flüchtlinge in Hagen angekommen seien.

 

Frau Engelhardt dankt Frau Keller für die Berichterstattung. 

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TOP

 

Siehe Anlage.

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Anlagen

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