12.05.2022 - 3.1 Personal- und Organisationsbericht 2021
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 12.05.2022
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:01
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB11 - Personal und Organisation
- Bearbeitung:
- Bianca Martinez
Wortprotokoll
Herr Rudel führt aus, dass es dringend Ziel der Stadt Hagen sein sollte, die vorhandenen freien Stellen zeitnah zu besetzen. Die vielen unbesetzten Stellen führen dazu, dass die Beschäftigten viele Überstunden und Urlaubstage angehäuft haben. Aufgrund der Rückstände und des Priorisierungsdrucks sieht Herr Rudel insbesondere die mentale Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefährdet. Diese Gefahr wächst im Hinblick auf die im Durchschnitt immer älter werdende Belegschaft.
Ihm sind die Aufgabenzuwächse im Rahmen der Coronapandemie und der Hochwasserkatastrophe bewusst und dass dadurch natürlich Mehrarbeiten entstanden sind.
Obwohl die SPD-Fraktion für diese Probleme momentan keine Lösung vorschlagen kann, möchte Herr Rudel trotzdem eine Sensibilität hierfür schaffen.
Herr Oberbürgermeister Schulz betont, dass für die Besetzung der freien Stellen zum größten Teil keine adäquaten Personen gefunden werden können. Dafür ist auch der demographische Wandel sowie der Fachkräftemangel mitverantwortlich. Diese Probleme sind der Verwaltung bekannt und es ist das Ziel, diese in den kommenden Jahren auch zu lösen. Ein Lösungsansatz ist die Ausweitung der Ausbildungsplätze. Der Verwaltungsvorstand wird sich mit der Problematik der vielen Überstunden und der Urlaubsrückstände in den nächsten Wochen verstärkt beschäftigen.
Herr Rudel betont, der SPD-Fraktion sei bewusst, dass die Verwaltung die Problemlage erkannt hat und Maßnahmen ergreifen wird. Dennoch wollte er dafür sensibilisieren, mit dem für die Verwaltung wichtigsten Gut, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, verantwortungsvoll umzugehen.
Er wirbt dafür, insbesondere bei den beschränkten Personalressourcen, eine verstärkte Aufgabenkritik durchzuführen.
Herr Oberbürgermeister Schulz erklärt, dass die Anzahl der Stellen in den vergangenen Jahren schon ausgebaut wurden und es sich nicht um ein Problem handelt, welches erst seit kurzem ins Auge gefasst wurde.
Herr Klepper sieht das Problem, aber nicht die Dramatik, die die SPD-Fraktion heute suggeriert. Er erkennt an, dass bereits Gegenmaßnahmen ergriffen wurden, sieht aber keine generelle Arbeitsüberlastung der Verwaltung.
Herr König berichtet aus den letzten Sitzungen diverser Ausschüsse, dass beispielsweise ein Viertel der Bauingenieurstellen für Hochbauten unbesetzt sind. Im Umkehrschluss müssten geplante und beschlossene Investitionen angepasst werden, weil zur Umsetzung dieser das adäquate Personal fehle. Ähnliches gelte auch für das Klimaanpassungskonzept. Er merkt an, dass der Personalmangel in der kommenden Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses diskutiert werden sollte.
Herr Klepper stimmt Herrn König inhaltlich zu. Die Art des Vortrags suggeriere jedoch, dass die Verwaltung nicht Willens sei, die freien Stellen zu besetzen. Dies ist nicht der Fall, gestaltet sich aber aufgrund des aktuellen Stellenmarktes als schwierig.
Herr Arnusch ist der Meinung, dass die Verwaltung durchaus im Rahmen der Möglichkeiten tätig geworden ist. Dies zeigt auch ein Blick in den Haushalts- und Stellenplan.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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3,4 MB
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