02.12.2021 - 5.7 Umwandlung des Hagener Wirtschaftswaldes in ein...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

S. Anlage 2 für den korrekten Text der Begründung der Drucksachennummer 1059/2021.

 

Berichterstatter Herr Bögemann. Er schlägt die Umwandlung der Hagener Wälder im Eigentum des WBH mit einer Fläche von ca. 1.700 ha in einen Klimawald vor, der nur noch der Pflege und nicht mehr der Nutzung unterliegt. Dadurch sollen die klimatischen und gesundheitlichen Bedingungen für die Bevölkerung in der Stadt verbessert werden. Besonders alte Bäume würden sich positiv hierauf auswirken.  

 

Frau Tommack schlägt vor, den WBH in den Naturschutzbeirat zu einem Vortrag über aktuelle und zukünftige Waldbewirtschaftung einzuladen. Herr Alda und Herr Köhler unterstützen diesen Vorschlag.

 

Herr Bögemann erläutert auf Nachfrage von Herrn Lietz zu seinem Verständnis von Klimawald, dass es das Problem sei, dass auf den Flächen des WBHs gerade die größten wirtschaftlichsten Bäume genutzt werden. Er empfiehlt zur sinnlichen Erfahrung eines Klimawaldes einen Spaziergang durch das Wehringhauser Bachtal. Gerade diese Frischluftschneisen seien zu erhalten.

 

Herr Boeker verweist auf die wirtschaftlichen Verpflichtungen des WBHs, das Holz rationell ernten zu müssen mit negativen Auswirkungen auf die Natur. Er regt der Verwaltung Überlegungen zu einem strategischen Waldankauf an für den Aufbau von z.B. Frischluftschneisen. Auch dieses gehöre für ihn zu dem Konzept.

 

Frau Krüger verweist auf die Vereinbarung, operatives Ziel 6.4.3, bzgl. zukünftigen Waldbewirtschaftung städtischer Flächen im Projekt „Global Nachhaltige Kommune“. Diese Vereinbarung passe auch in diese Diskussion und es sollte sich darauf berufen werden.

 

Herr Köhler ergänzt, der Rat habe das Konzept im September 2021 beschlossen, allerdings als Empfehlung, die Verbindlichkeit sei noch vage. Er sichert zu, die Naturschutzinteressen hier noch zu vertreten.

 

Herr Lietz und Herr Alda erläutern, dass eh schon ein Umdenken in der Waldbewirtschaftung stattgefunden habe, es werden keine Monokulturen angepflanzt und der Wald würde als Altersklassenwald aufgebaut und hätte dadurch auch schon positive Auswirkungen auf das Klima.

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Beschluss:

 

Der Naturschutzbeirat empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen, die Hagener Wälder mit einer Fläche von rund 1.700 ha vom Wirtschaftswald in einen Klimawald umzuwandeln.

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Abstimmungsergebnis:

 

x

 Mit Mehrheit beschlossen

 

Dafür:

12

Dagegen:

1

Enthaltungen:

0

 

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Anlagen

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