26.10.2021 - 4.5 Drucksachennummer 0819/2021: Bericht zum Starkr...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Diskussion und Abstimmung erfolgte gemeinsam mit TOP 6.1.

 

Frau Selter fragt nach, ob es bereits einen Terminvorschlag für das in der Sitzung des Naturschutzbeirats am 10.09.2021 angesprochene gemeinsame Gespräch von Naturschutzbeirat, Wirtschaftsbetrieb Hagen und Verwaltung gebe. Die Verwaltung werde die Terminfindung nochmal aufgreifen.

 

Herr Fitz vom Wirtschaftsbetrieb Hagen stellt anhand der Präsentation (Anlage 3) das Hochwasserereignis vor. Frau Selter bedankt sich für den Vortrag.

 

Auch Frau Raschke bedankt sich für die sehr aufschlussreiche Ausführung mit Darstellung der abgeleiteten Konsequenzen für den WBH.

 

Herr Bögemann bewertet den Vortrag ebenfalls als sehr gelungen und beantragt die Ergänzung des Beschlussvorschlages.

 

Herr Dr. Dr. Hülsbusch stellt das Thema Hochwasserschutz in Holthausen: Reaktivierung alter Ponore von Holthauser Bach und Milchenbach vor. Bereits vor vielen Jahren sei im Zusammenhang mit der Bebauung der Haßleyer Insel der Vorschlag aufgekommen, zu prüfen, ob der Milchenbach wieder in sein altes Bachbett zurückverlegt werden könne, um in den reaktivierten Ponoren zu schwinden. Das gleiche gelte für den Holthauser Bach. Seiner Meinung nach hätte die Hochwasserkatastrophe abgemildert werden können, wenn ein Teil des Wassers durch die natürlichen Schlucklöcher des Milchenbaches und Holthauser Baches abgeflossen wäre. Er regt als Ergänzung der Ergänzung des Beschlusses von Herrn Bögemann eine erneute Überprüfung an, diese natürlichen Schlucklöcher wieder natürlich funktionieren zu lassen und den Gewässern seinen natürlichen Lauf teilweise wiederzugeben.

 

Herr Köhler begrüßt diese Beschlussfassungen. Er weist auf das erarbeitete integrierte Klimaanpassungskonzept hin, die auch Maßnahmen zum Hochwasserschutz beinhalte. Nach dem Hochwasserereignis habe sich der Stellenwert solcher Maßnahmen erhöht. Auch die Beschlussfassungen des Naturschutzbeirats können als weitere Mosaikstückchen zur Umsetzung der Maßnahmen dienen.

 

Herr Alda erinnert an die Diskussionen um die Verlegung des Milchenbaches im Zusammenhang mit der Errichtung der Enervie-Zentrale während seiner damaligen Zeit im Umweltausschuss. Der Ergänzung von Dr. Dr. Hülsbusch kann Herr Alda uneingeschränkt zustimmen, die Ergänzung von Herrn Bögemann kann er nicht beurteilen. Daher beantragt er eine getrennte Abstimmung der beiden Eingaben.

 

Herr Bögemann ergänzt, dass es nicht nur um den Neubau der Enervie-Zentrale ging, sondern auch um den Neubau der Autobahnbrücke A 45. Der Naturschutzbeirat habe sich seinerzeit dafür eingesetzt, dass das Regenrückhaltebecken vor Inbetriebnahme der neuen Brücke gebaut werde. Nach Aussage der unteren Wasserbehörde hätte dann eine Verlegung der Bachläufe möglich sein können, da die Autobahnabwässer dann nicht mehr in den Milchenbach eingeleitet würden.

 

Herr Köhler und Herr Fitz verneinen die Anfrage von Herrn Freier, dass die Verjüngung der Kanäle in der Schwerter Straße und Eckeseyer Straße Auswirkungen gehabt hätten. Das Kanalnetz habe entsprechend der Berechnungen funktioniert.

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Beschluss:

 

Der Naturschutzbeirat nimmt die Drucksachennummer 0819/2021 zur Kenntnis.

 

Ergänzungen:

Der Naturschutzbeirat schlägt vor, die ausgewählten Maßnahmen, die in der o.g. Drucksache auf Seite 5 letzter Absatz aufgezeigt werden, sollten vom Rat der Stadt Hagen nicht nur zur Kenntnis genommen werden. Vielmehr sollten diese ausgewählten Maßnahmen in eine ausgearbeitete Vorlage münden, die dem Rat der Stadt Hagen und seinen vorgeschalteten Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Der Unterpunkt Schaffung von multifunktionalen Flächen z.B. in Wehringhausen und in der Innenstadt“ sollte um den Halbsatz Grüne Inseln im Stadtgebiet anlegen“ ergänzt werden. Die Beschlussfassung sollte möglichst mit einer Zeitschiene versehen werden. Eine haushaltstechnische Absicherung ist unerlässlich.

 

Begründung:

Die Starkregenkatastrophe hat gezeigt, dass in unserer Stadt Hagen in Sachen Überschwemmungs- und Hochwasserschutz viel zu tun ist. Deshalb ist es zur Stärkung des Vertrauens der Bürgerschaft in das Wirken von Rat und Verwaltung wichtig, dass zeitnah die oben genannte Beschlussfassung vollzogen wird.

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Abstimmungsergebnis:

 

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

9

Dagegen:

0

Enthaltungen:

1

 

 

Beschluss:

 

Der Naturschutzbeirat empfiehlt, den Milchenbach wieder in sein altes Bett umzuleiten und so den natürlichen Abfluss über die sogenannte Milchenbachponorhöhle zu ermöglichen. Zudem empfiehlt der Naturschutzbeirat, im Verlauf des Holthauser Baches insbesondere im Bereich der Holthauser Bachhöhle die alten Schlucklöcher wieder zu öffnen, um auch hier zu ermöglichen, dass ein Teil des führenden Wassers entsprechend natürlich wieder in den Untergrund versickert und Schäden abmildert, die durch zukünftige Hochwasserereignisse möglicherweise verursacht würden. Der seinerzeitige Hinderungsgrund, den Milchenbach wieder in sein ursprüngliches Bett zu legen, ist weggefallen, weil die Entwässerung der Autobahn A 45 jetzt nicht mehr über den Milchenbach erfolgt. Der Arbeitskreis Kluterthöhle e. V. kann hierzu fachliche Anleitung geben.

 

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

10

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

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Anlagen zur Vorlage

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Anlagen

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