10.09.2021 - 6.2 Hochwasser in Hagen

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Frau Selter liest die E-Mail von Frau Raschke vor (Anlage 2). Frau Selter ergänzt ihre Besichtigungen in Holthausen, dass nach ca. 4 Wochen nach der Hochwasserkatastrophe schon vielfach wieder zugeschüttet, begradigt und betoniert wurde. Als Geo-login plädiert sie vor dem Hintergrund des eingesetzten Klimawandels für ein Umdenken.

 

Herr Bühren kritisiert Inhalte der E-Mail und stellt klar, dass die Holzungen aufgrund des Borkenkäfers durchgeführt werden mussten. Weiterhin gibt er folgende Hinweise und Anregungen. Die Feuerwehr des Märkischen Kreises, in der er auch aktiv ist, arbeite mit Hochwasserkarten von der Bezirksregierung. In vielen Bereichen stimmten die HQ 100-Werte mit der eingetretenen Überschwemmung überein. Wäre der Koenigsee weiterhin als See belassen worden, hätte er einen Großteil des Hochwassers abfangen können. Vor dem Hintergrund des Hochwassers mit der Überflutung von belasteten Abwässern aus metallverarbeitenden Gewerbegebetrieben sollten den Betrieben eine räumliche Verlagerung in hochwassersichere Bereiche ermöglicht werden. Herr Seidel, Frau Kumbruch, Herr Dr. Dr. Hülsbusch diskutieren kontrovers über die Inhalte.

 

Aus Sicht von Frau Kumbruch sei der Bau eines ausreichend dimensionierten Regenrückhaltebeckens an der Stelle, wo der Holthauser Bach in Holthausen einfließt, die einzige Möglichkeit zum Schutz des Dorfes. Das Regenrückhaltebecken müsse dann auch die Ge-schiebe aufhalten. Herr Boeker bekräftigt ebenfalls das Erfordernis eines Regenrückhaltebeckens.

 

Herr Gockel erklärt, dass es geplant sein, die Straße im Bereich des Naturschutzgebietes auf das obere Drittel der angrenzenden Grünlandfläche zu verlegen.

 

Herr Boeker erläutert die schädlichen Wirkungen der Fällung und Entnahme der Bäume. Es entstünden eine Austrocknung des Bodens und des Pilzbestandes und eine Verfestigung durch den Einsatz der Harvester, wodurch eine Anpflanzung unmöglich sei. Ein Stehenlassen und eine natürliche Naturverjüngung wären ökologisch sinnvoller und nachhaltiger gewesen.

 

Herr Bühren weist vor dem Hintergrund, dass auch viele am Gewässer stehende Bäume mitgerissen wurden, auf die Regelung aus dem Wasserhaushaltsgesetz an, dass Bäume am Gewässer nicht geschnitten werden dürfen und regt eine Überdenkung der Maßnahme und ein Auf-den-Stock-Setzen an.

 

Frau Selter fasst zusammen, es sei ein wichtiges Thema, mit dem sich der Naturschutzbeirat auch zukünftig befassen sollte. Es seien viele unterschiedliche gute Meinungen vertreten worden, die auch weitergegeben werden sollten.

 

Herr Alda macht deutlich, dass nicht vor allen Katastrophen vorgebeugt werden könne.

 

Frau Kumbruch erklärt, sie habe sich während des Hochwassers die Situation an der renaturierten Lenne angesehen. Dort sei nicht viel passiert sei. Viel zu tun sei möglich, es müsse nur gemacht werden.

 

Herr Köhler schlägt vor und bietet an, mit den Fachleuten, auch aus dem Umweltamt, dem WBH oder der Feuerwehr, einen fachlichen Austausch, ggf. auch mit Ortsbesichtigung durchzuführen, bei dem das Votum des Naturschutzbeirats sicherlich auch hilfreich sei.

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Anlagen