16.06.2021 - 4.1 Vorschlag der SPD-Fraktionhier: Park-and-Ride-P...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.1
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Mi., 16.06.2021
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:03
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Dominik Lass
- Beschluss:
- zurückgezogen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Meier findet die Maßnahme sehr sinnvoll, fragt sich allerdings, warum sie immer noch im Luftreinhalteplan (LRP) aufgeführt ist, wenn die Stadt diese Maßnahme nicht umsetzt. Man solle ein Gespräch mit der Bezirksregierung führen, um die Maßnahme aus dem LRP herauszunehmen. Gleichwohl sei man der Ansicht, dieses Park-and-Ride-System für Auswärtige einzuführen, um zu einer Entlastung im Innenstadtbereich zu kommen. Deshalb frage man sich, wieso es noch nicht zu einer Umsetzung gekommen ist.
Frau Funke informiert, dass die Maßnahme nicht nur im LRP sondern auch im Masterplan Nachhaltige Mobilität enthalten sei. Sie sei mittelfristig eingeplant, d. h., dass man diese Maßnahme in den nächsten Jahren angehen müsse. Man solle sich hier jedoch nicht auf den Parkplatz Am Höing versteifen sondern ein generelles Gesamtkonzept für den gesamten Stadtbereich entwickeln. Dies sei zumindest das Ziel.
Herr Keune ergänzt, dass der Standort Am Höing nicht zur Verfügung steht. Es sei auch nicht plausibel, warum man dort ein Park-and-Ride einführen solle. Mit einem solchen System wolle man erreichen, sein Fahrzeug auf dem Parkplatz abzustellen, um dann mit dem Bus in die Innenstadt zu fahren, weil es dort zu wenig Parkplätze gibt. Die Ausgangslage in Hagen sei aber die, der Hagener Bevölkerung aus jedem Stadtteil kommend eine gute Anbindung an die Innenstadt zu ermöglichen. Ein solcher Parkplatz mache für die Hagener Bevölkerung keinen Sinn, denn mit einer guten ÖPNV-Anbindung könne man sein Auto von vorneherein zu Hause stehen lassen. Wenn sich das Angebot an Auswärtige richten solle, dann sei die Motivation für dieses System nur dann vorhanden, wenn im Innenstadtbereich nicht ausreichend Parkplätze zur Verfügung stünden. Dies sei jedoch nicht der Fall, denn die privaten Parkhäuser bieten ausreichend Stellplätze. Eine Ausnahme bilde hier lediglich die Weihnachtszeit. Eine Dauermaßnahme sei deshalb hier nicht zielführend.
Herr Meier findet dies zwar nachvollziehbar, das Angebot sollte sich in erster Linie aber an Auswärtige richten. Der Parkplatz Am Höing stehe fast das ganze Jahr komplett leer, und es gebe 2 Buslinien, die direkt dort vorbeifahren. Außerdem diskutiere man seit fast 10 Jahren über dieses Thema, deshalb stelle er sich die Frage, was die Stadt Hagen unter dem Begriff „mittelfristig“ versteht. Man brauche hier auch einmal eine zeitliche Perspektive.
Herr Keune schlägt vor, diese Maßnahme perspektivisch aus den Planungen herauszunehmen. Er sieht auch keinen Vorteil für die genannte Zielgruppe, einen Parkplatz Am Höing zu nutzen, in einen Bus zu steigen, um dann in den Innenstadtbereich zu gelangen, wenn direkt dort genügend Parkplätze vorhanden sind. Der Remberg werde hierdurch auch nicht entlastet. Der Standort Am Höing sei außerdem ein fiskalischer, also kein öffentlicher Parkplatz. Für eine solche Nutzung stehe der Parkplatz somit dauerhaft auch nicht zur Verfügung.
Herr Thieser möchte den Antrag aufgrund der Erläuterungen zurückziehen mit dem Hinweis, dass man auf dieses Thema zurückkommen werde. Man könne nicht immer nur Maßnahmen beschließen ohne diese nicht auch irgendwann einmal umzusetzen. Die Verwaltung solle den Begriff „mittelfristig“ bei Gelegenheit definieren und entsprechend mitteilen.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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