04.11.2021 - 5.1 Masterplan "Nachhaltige Mobilität" - Stand der ...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
Reduzieren

Wortprotokoll

Herr Homm hat zwei Anfragen. Die Priorisierung zu „Hagen lenkt um“ sei von hoch auf mittel herabgestuft worden. Er fragt an, ob für 2022 eine Personalaufstockung zur Umsetzung vorgesehen sei. Zu „Hagen radelt“ möchte er wissen, ob die Verwaltung die Initiative der Bundesbank mit der Möglichkeit zur Fördermittel-Antragstellung in Angriff genommen habe.

 

Herr Keune erläutert, dass man Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung habe, die Priorität aber auch auf dem Radwegenetz/Radfahrkonzept liege. Hier konnte inzwischen aufgestockt werden und bei einer guten Abarbeitung könne man sich auch intensiver der Frage des Fußgängerkonzeptes widmen. Dies begründe auch die Herabstufung. Man gehe maßnahmenintegriert, anders als vor einigen Jahren, an die Fußgängerplanung heran und die Defizite für Fußgänger sowie Radfahrer im Straßen- und Stadtraum werde man gemeinsam angehen.

Bezugnehmend auf das Förderprogramm teilt Herr Keune mit, dass dieses bekannt sei. Man schätze jedoch das regelmäßige Förderprogramm des VRR zum gleichen Thema als lukrativer ein. Hier sei man mit Maßnahmen, wie den Radabstellboxen am Hauptbahnhof dabei, der Förderbescheid liege vor und eine zeitnahe Umsetzung sei zu erwarten.

 

Frau Masuch fragt nach dem inzwischen regelmäßigen Newsletter zum Masterplanprozess, wie viele Abonnenten dieser habe und ob es eine qualitative Befragung der Leser gebe. Als Nutzerin des ÖPNV möchte sie ihr Erstaunen zum Ausdruck bringen, wie sehr die Fenster der Busse zugeklebt seien.

Anmerkung der Schriftführung nach Rückmeldung des Fachbereiches Umwelt:

Mit der Herausgabe eines Newsletters informiert die Verwaltung interessierte Menschen und Akteure regelmäßig über den Realisierungsstand des Masterplans "Nachhaltige Mobilität" der Stadt Hagen.

Seit der ersten Ausgabe des Newsletters (Mai 2020) konnte die Anzahl der Abonnenten erheblich gesteigert werden. Zur Veröffentlichung der letzten, vierten Ausgabe des Newsletters (Stand: Mai 2021) zeigten 160 Personen Interesse an diesem Format.

Die Herausgabe des Newsletters erfolgt mit Bordmitteln: D.h. das Redaktionsteam nutzt die bei der Verwaltung vorhandene Software "First Spirit" für die inhaltliche Gestaltung und Produktion des Newsletters. Qualitative Befragungen und Auswertungen zum Leseverhalten der Abonnenten des Newsletters sind darüber nicht möglich.

Die einzelnen Ausgaben des Newsletters werden nach ihrer Veröffentlichung auf der projekteigenen Internetseite zum Masterplanprozess auf der Internetseite der Stadt Hagen unter der Rubrik "Leben in Hagen" eingestellt. Interessierte Bürger, die sich nicht zum Bezug des Newsletters angemeldet haben, erhalten somit die Möglichkeit, diese Ausgaben nachträglich zu lesen. Der Link dazu lautet: https://www.hagen.de/irj/portal/010906

 

Herr Keune teilt mit, dass das Thema „zugeklebte Fenster in Bussen“ im Rahmen des neuen Nahverkehrsplans aufgegriffen wurde und die HVG diese Werbung erheblich reduzieren müsse.

 

Herr Reinke fragt nach der „Abbruchbrücke“ Altenhagen. Die Formulierung halte er für unglücklich, da es nach einer beschlossenen Sache klinge.

 

Herr Keune teilt mit, dass es tatsächlich nicht abschließend beschlossen sei.

Beschlossen sei aber, dies in den Masterplan aufzunehmen. Daher habe dies hier seine Berechtigung mit einer Priorisierung langfristig. Projektbeschlüsse sind dann noch in den politischen Gremien zu fassen.

 

Herr Römer fragt nach den Verläufen der Verkehrsströme, wenn man die Brücke abreiße. Aus eigener Erfahrung wisse er vom entstehenden Chaos, das durch das Fahren durch die Senke entstehe und eine Fahrzeitverlängerung von 10 Minuten mit sich bringe. Die Anbindung über die Brücke an die Umgehung sei gut und habe sich bewährt. Er würde gerne Gründe oder Fakten für eine Abriss wissen.

Herr Keune erläutert den langfristig zu sehenden Horizont von 6-8 Jahren, mit der Priorisierung auf die Erneuerung der Fuhrpark-Brücke. Erst danach werde man sich der Eckeseyer Brücke in Zusammenhang mit der zweiten Ebene widmen. Dies sei in

Verhandlungen mit der Deutschen Bahn über Sperrzeiten auf Hauptstrecken sinnvoll.

Was den eventuellen Abbruch der Altenhagener Brücke angehe, dürfen man nicht den Fehler machen, die derzeitigen Verkehrsverhältnisse zu Grunde zu legen. In dem Zeitraum plane man auch Optimierungen von Verkehrswegen und Veränderungen im ÖPNV etc.

 

Herr Panzer weist darauf hin, dass die Verkehrswende beschlossen sei. Man wolle den Individualverkehr von 64 % auf 50% reduzieren. Diese könne nur gelingen, wenn man die Fläche zu Gunsten der der umweltfreundlichen Verkehrsträger in Anspruch nehme. Das städtebauliche Monstrum der Althagener Brücke aus den 60er Jahren sei ein Symbol für eine autogerechte Stadt, die im Verkehr ersticke und beseitigt werden müsse. Noch nie habe es eine Nutzung für Bus, Radfahrer oder Fußgänger über die Brücke gegeben. Dies bedeute veraltete Verkehrspolitik und hier stehe noch viel Arbeit an.

 

Frau Masuch sieht in der Verkehrswende eine Steigerung der Lebensqualität in Hagen.

 

 

 

 

Reduzieren

Beschluss:

 

Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

 

Reduzieren

X

 Zur Kenntnis genommen

 

Reduzieren

Anlagen zur Vorlage