15.09.2021 - 5.2 Offene Ganztagsgrundschulen (Mündlicher Bericht)

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Frau Kaufmann berichtet über den Rhythmisierten Offenen Ganztag. Neben der Aufstockung der OGS-Plätze im additiven System gewinnt der Ausbau des Rhythmisierten Offenen Ganztags (ROG) zunehmend an Bedeutung. Er trägt zu einer engeren Verknüpfung von Unterricht und Ganztag bei. Dadurch, dass jeweils ganze Klassen in die Rhythmisierung einsteigen, ist eine einheitliche Planung von Unterricht und OGS möglich.

 

Zum Schuljahr 2020/21 sind 3 Schulen mit 4 Klassen in die Rhythmisierung eingestiegen (GS Henry-van-de-Velde, Goldbergschule, GS Berchum). Bereits nach kurzer Zeit haben sich aus Sicht der Schulleitungen große pädagogische Vorteile dieses Systems bestätigt. Dies spricht dafür, bei den Planungen zukünftig verstärkt auf diese Ganztagsform zu setzen.

 

Im Frühling 2021 haben daher viele Beratungsgespräche von dafür gebildeten Beraterteams (Schulträger, Beraterin im Ganztag, Fachberatung OGS, OGS-Träger) in den Grundschulen stattgefunden, um vor Ort individuell im Hinblick auf den OGS-Ausbau in Form von ROG zu beraten.

 

Der Beratungsbedarf war sehr groß, das Angebot wurde sehr gerne angenommen. Im Nachgang zu diesen Terminen haben sich viele Schulen bereit erklärt, zusätzliche OGS-Plätze zum Schuljahr 2021/22 anzubieten, so dass zum neuen Schuljahr insgesamt 206 zusätzliche OGS-Plätze geschaffen werden konnten. 148 Plätze davon werden im ROG angeboten.

 

Neue OGS-Gruppen im ROG sind nunmehr an folgenden Schulen eingerichtet worden:

 GS Emst

 GS Gebrüder Grimm

 Heideschule

 GS Henry-van-de-Velde

 GS Hestert

 GS Freiherr-vom Stein

 

Weitere Schulen haben angekündigt, im nächsten Jahr in die Rhythmisierung starten zu wollen. Da dies entsprechende Ausstattungsnotwendigkeiten beinhaltet, ist eine entsprechende Ausbauförderung durch Bund und Land dringend erforderlich, um den vor kurzem beschlossenen, im Zeitraum von 2026 -30 umzusetzenden Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung verwirklichen zu können

Ein Beispiel dafür, wie ein Förderprogramm nicht aussehen sollte, ist das aktuelle Programm zur Förderung des OGS-Ausbaus. Die Kommunen wurden am 22.01.2021 über die entsprechende Förderrichtlinie informiert. Anträge mussten bis zum 19.03.2021 gestellt und die Maßnahmen bis zum 30.06.2021 begonnen werden. Die Umsetzung der Maßnahmen muss bis zum 31.12.2021 erfolgen. Um zumindest einen möglichst großen Teil der Förderung in Anspruch nehmen zu können, hat Hagen die Herausforderung des Förderprogramms angenommen und trotz dieser ungünstigen Rahmenbedingungen den Förderantrag gestellt.

 

Der Stadt Hagen steht im Rahmen des Programms ein Betrag von 2.365.176,47 € zur Verfügung (Fördermittel + Eigenmittel). Aktuell stellt sich der Stand wie folgt dar, wobei es in den nächsten Monaten bis zum Jahresende noch Veränderungen geben wird:

Für den Ankauf von Möbeln und die Ausstattung der Schulen wurden bisher rund 606.000 € verausgabt. Ferner wurden den Schulen 184.750 € für den Direktkauf zur Verfügung gestellt. Hierfür ist der Mittelabruf noch nicht konkret zu beziffern, da noch nicht alle Rechnungen vorliegen. Wichtig ist, dass alle Schulen, die in die OGS-Erweiterung nach den Sommerferien gegangen sind, mit Mobiliar ausstatten werden können.

 

Für Schallschutz und Maßnahmen im Außengelände ist derzeit von Kosten i. H. v. 426.300 € auszugehen. Hinzu kommen noch die Kosten für die Aufstellung von Außencontainern und die Herrichtung der Standorte, die mit 60.000 € geplant wurden.

 

Die Küchensituation begrenzt in vielen Grundschulen den weiteren Ausbau von OGS-Plätzen, da hier trotz bereits praktiziertem Essen im Schichtsystem die Möglichkeiten der Verpflegung der Kinder begrenzt sind. Daher wäre es hilfreich gewesen, wenn die Fristen des Programms auch größere Ausbaumaßnahmen im Küchenbereich ermöglicht hätten. Wg. der engen Fristen konnten jedoch nur kleinere Maßnahmen wie die Aufstellung zusätzlicher Küchengeräte angegangen werden. Hierfür sind derzeit Kosten i. H. v. rund 41.000 € vorgesehen.

 

In Summe ist derzeit von Ausgaben i. H. v. bis zu 1,32 Mio € auszugehen. Dieser Betrag kann aus den dargestellten Gründen im Rahmen der Endabrechnung sowohl über- als auch unterschritten werden.

Die Stadt Hagen wird weiter am Ausbau des Offenen Ganztags und insbesondere des ROG arbeiten. Die Unterstützung durch Bund und Land durch entsprechende realistisch umsetzbare Förderprogramme ist hierfür unverzichtbar.

 

Herr Rudel bemängelt, dass es zu viele mündliche Berichte gibt. Er bittet bei so umfangreichen Informationen um Berichtsvorlagen.

 

An der weiteren Diskussion beteiligten sich Herr Becker, Frau Köppen und Frau Kaufmann.

 

 

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