26.05.2021 - 3 Mitteilungen

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Wortprotokoll

Herr Becker teilt den aktuellen Sachstand zur Corona Lage in den Einrichtungen Volkshochschule (VHS) und Musikschule mit. In beiden Einrichtungen dürfe aktuell nicht in Präsenz unterrichtet werden. Eine Ausnahme bilden hier lediglich die beiden Schulabschlussklassen der VHS und zwei kleinere Integrationskurse. Beide Einrichtungen haben sich aufgrund dessen intensiv auf den Weg gemacht, Distanzunterricht einzuführen. Dieses sei bereits schon weit vor Corona ansatzweise und in kleinen Teilbereichen durchgeführt worden und sei mittlerweile aber zu einem ganz wichtigen Teil geworden. Wobei die digitale Umsetzung für den musikalischen Unterricht leichter gewesen sei als bei der Belegung von Kursen der Volkshochschule. Insofern habe es bei der Musikschule relativ wenig Abmeldungen gegeben. Beide Einrichtungen warten selbstverständlich sehnsüchtig darauf, dass von den Rahmenbedingungen her die Präsenzunterrichtsmöglichkeit wieder möglich sein werde.

 

Frau Jakobs teilt mit, dass ganz viele Formate und Veranstaltungen des Kulturbüros im vergangenen Jahr Corona bedingt abgesagt werden mussten. Stattgefunden habe die Preisverleihung des Preises „City ARTists 2021. Im Rahmen einer Hagener Fachjurysitzung wurde die Künstlerin Ulrike Rutschmann erneut als Vertreterin für Hagen ausgewählt. Leider wurde Frau Rutschmann dann bei der Gesamtjurysitzung, die im Herbst 2020 stattgefunden habe, nicht weiter berücksichtigt.

Um den geänderten Formaten gerecht zu werden, hat das Kulturbüro im Sommer 2020 eine Streaming-Ausrüstung angeschafft. Dadurch, dass ganz viele Veranstaltungen des Kulturbüros nicht durchgeführt werden konnten, gab es im letzten Jahr einen Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses (Vorlage 0718/2020), die nicht verausgabten Mittel dem Theater an der Volme mit einem kleineren Betrag, sowie einen Sonderzuschuss an die freien Kulturzentren zukommen zu lassen.

Frau Jakobs möchte betonen, dass diese Sonderzuschüsse richtig und wichtig gewesen seien. Die freien Kulturzentren leisteten wertvolle Kulturarbeit in den einzelnen Stadtteilen, wodurch jede Bevölkerungsgruppe und jede Bevölkerungsschicht kulturell erreicht werden könne.

 

Herr Fuchs möchte zunächst den aktuellen Sachstand beim Museums Wasserschloss Werdringen mitteilen. Das Museum sei ganz besonders von der Pandemie betroffen, da weder Schulklassen das Museum besuchen, noch die museumspädagogischen Programme/Veranstaltungen durchgeführt werden konnten. Die Angebote wurden im Laufe der pandemiebedingten Schließung des Museums angepasst. Es wurden einige Programme für den Außenbereich möglich gemacht. Für die Museumspädagogik insgesamt sei es schwierig gewesen, dass die zulässige Teilnehmerzahl nach unten begrenzt werden musste. Dadurch wurde leider das Publikum nicht mehr in der Menge erreicht und das passierte dann auch bei steigenden oder zu mindestens gleichbleibenden Kosten.

 

Herr Fuchs übergibt anschließend das Wort an Herrn Dr. Belgin, der zu den Auswirkungen der Corona Pandemie auf die Kunstmuseen / Osthaus Museum Hagen einige Worte sagen wird.

 

Herr Dr. Belgin berichtet, dass das Jahr 2020 für das Osthaus Museum Hagen fulminant am 01. Februar 2020 mit der Ausstellungseröffnung der „Expressionisten“ begonnen habe. Diese Ausstellung erfreute sich großer Beliebtheit. Bis dann letztendlich am 13. März 2020 die Entscheidung gefallen sei, dass alle Museumseinrichtungen zu schließen seien. Die Wiedereröffnung fand dann am 19.05.2020 statt und die Ausstellung der „Expressionisten“ wurde dann bis August 2020 gezeigt. Im August wurde dann die Ausstellung „Lebensecht? Hyperrealistische Skulpturen“ eröffnet. Diese Ausstellung sollte gemeinsam mit den „Expressionisten“ das Highlight für das Jahr 2020 sein. Bis zur erneuten Schließung des Kunstquartiers, ab dem 02. November 2020, konnten ca. 5000 Besucherinnern und Besucher verzeichnet werden. In der Hoffnung, dass die Ausstellung doch noch dem breiten Publikum präsentiert werden könne, wurde eine Verlängerung ohne Mehrkosten angestrebt. Nur leider reichte dieser Verlängerungszeitraum nicht aus, sodass die Ausstellung in den vergangenen Tagen abgebaut werden musste.

 

Herr Walter begrüßt Herrn Dr. Brauers und Herrn Hüsers von der Theater Hagen gGmbH herzlich. Beide Herren berichten über die bisherigen Auswirkungen der Pandemie auf das Theater Hagen.

 

Herr Hüsers teilt mit, dass die Corona Pandemie auch für das Theater eine große Katastrophe bedeute. Analog der Museen durften auch die Theater ab dem 13. März 2020 bis 26. Mai 2020 und dann wieder ab November 2020 keine Zuschauerinnen und Zuschauer begrüßen. Das Theater Hagen habe, im Vergleich zu anderen Theatern, nur dann geschlossen gehabt, wenn die Landesvorgaben oder die Beschlüsse der Stadt Hagen dies auch so vorsahen. In dieser Zeit wurden Produktionen erstellt, die ausschließlich coronatauglich“ produziert wurden. Diese Anforderungen hätten eine ganz neue Art von Kreativität erforderlich gemacht. Trotz allem konnte in dieser Zeit ein sehr ansprechendes und kreatives Programm angeboten werden. Während der kompletten Schließung konnte das Theater Hagen ein sog. „Couchtheater“ anbieten. Es wurden also Produktionen hergestellt, die digital und von zu Hause angeschaut werden konnten. Diese Erfahrung habe aber auch gezeigt, dass die analoge, ältere Kultur des Theaters als Präsenzveranstaltung auch nur so funktioniere und eine Übertragung auf ein digitales Format nicht einfach so möglich sei. Dies habe sicherlich einen negativen Aspekt, da es in solchen Zeiten schwieriger sei präsent zu bleiben. Allerdings gebe es auch den positiven Aspekt, dass sich dadurch beweise, dass das Analoge, wodurch sich ein Theater auszeichnet, wert sei gepflegt und erhalten zu werden. Während der Schließung habe man aber weiter produziert und man gehe zuversichtlich in die nächste Spielzeit, die dann hoffentlich wieder vor Live-Publikum stattfinden könne. Alle Produktionen seien coronatauglich, also ohne große Orchesterwerke. Der Spielplan für die Saison 2021/2022 werde derzeit in drei verschiedenen Modellen aufgestellt und sei an die jeweilige und aktuelle Corona-Situation anpassbar. Weiterhin möchte das Theater Hagen die Philosophie hochhalten, zu spielen, wenn erlaubt.

 

Herr Dr. Brauers möchte zu der aktuellen und vergangenen Situation im Haus, abgekoppelt von der künstlerischen Sicht, berichten. Als positiv verzeichnen könne man, dass es in den gesamten zurückliegenden 14 Monaten keine einzige Corona-Infektion im Haus gegeben habe. Dies zeige, dass das erarbeitete Hygienekonzept bis dato funktioniert habe. Man sei aktuell in Gesprächen mit dem Impfzentrum und man hoffe, dass zu Beginn der neuen Spielzeit alle Beschäftigten und das Ensemble des Theaters durchgeimpft seien.

Die finanzielle Situation gestalte sich, wie bei vielen anderen Theatern ebenfalls, trotz Pandemie als stabil. Das Kurzarbeitergeld verhindere eine Verlustsituation. Die Sorgenfalten seien insgesamt gerichtet mit Blick auf die Zukunft. Allen Theatern seien durch die Pandemie Abonnenten verloren gegangen. Es wurden Gutscheine als Entschädigung ausgegeben, sodass in der näheren Zukunft davon ausgegangen werden muss, dass wesentlich weniger Abos verkauft werden. Des Weiteren muss das Publikum auch erstmal zurückgeholt werden. Herr Dr. Brauers geht davon aus, dass das Haus in der ersten Öffnungszeit nur mit maximal 250 – 300 Besucherinnen und Besuchern besetzt werden dürfe. Aber bei allen Schwierigkeiten die die Pandemie mit sich bringe, geht Herr Dr. Brauers davon aus, dass das Theater es meistern werde.

 

Herr Walter teilt dem Gremium mit, dass Frau Kaufmann einstimmig durch Beschluss des Rates der Stadt Hagen in den Vorstand der Emil Schumacher Stiftung gewählt worden sei.

 

Herr Bleicher erläutert dazu, dass durch den Tod von Dr. Ulrich Schumacher, ein neues Vorstandsmitglied für die Stiftung zu benennen war. Auf Vorschlag des Oberbürgermeisters wurde dann die Kulturbeigeordnete, Frau Kaufmann, für die Dauer von drei Jahren vom Rat der Stadt Hagen gewählt und benannt.

 

Herr Walter gratuliert Frau Kaufmann herzlich und im Namen des gesamten Gremiums.

Anschließend übergibt Herr Walter das Wort an Herrn Lotz, der einen kurzen Überblick über die Corona-Auswirkungen für das Emil Schumacher Museum geben wird.

 

Herr Lotz bedankt sich für die heutige Einladung und gratuliert Frau Kaufmann ebenfalls herzlich.

Zum Ausstellungsprogramm möchte Herr Lotz berichten, dass eine, noch gemeinsam mit Herrn Dr. Schumacher, gestaltete Ausstellung nur darauf warte, dass die Pforten des Kunstquartiers wieder geöffnet werden können. Die Ausstellung steht unter dem Titel „Roma – Eine Hommage an Italien“. Weiterhin gezeigt werde die Ausstellung „Fritz Winter – Durchbruch zur Farbe“. Diese sei verlängert bis 19. September 2021.

Zur Umbildung der Stiftung aufgrund des Todes von Dr. Ulrich Schumacher sei im Moment nur so viel zu sagen, dass aktuell der Vorstand gewählt werde. Wenn der Vorstand gewählt sei, werde dieser die Museumsdirektion bestimmen. Bis dahin sei er selbst als kommissarischer Leiter benannt. Eine Entscheidung werde im Spätsommer 2021 erwartet.

Herr Lotz bietet an, für sämtliche Fragen rund um die Stiftung und Wahl des Vorstandes etc. zur Verfügung zu stehen.

 

Herr Walter bedankt sich bei Herrn Lotz für den Bericht und beendet damit diesen Tagesordnungspunkt.

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Beschluss: