10.02.2021 - 6.2 Vorschlag der Fraktionen BfHo, CDU und SPD: San...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Schmidt spricht sich für den Erhalt des Richard-Römer-Lennebads aus und hebt die Wichtigkeit für Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit hervor. Er bitte den Rat der Stadt Hagen, trotz angespannter Haushaltslage die dringend benötigten zusätzlichen Mittel für die Sanierung des Bades bereitzustellen.

 

Herr Glod schließt sich Herrn Schmidt an und macht darauf aufmerksam, dass die Anzahl der Nichtschwimmer unter Kindern dramatisch zugenommen habe. Nicht jede Familie könne sich privaten Schwimmunterricht für ihre Kinder leisten, das Schulschwimmen müsse auf jeden Fall erhalten werden. Fahrzeiten von Hohenlimburg zum Westfalenbad und zurück beschneiden den Schwimmunterricht in erheblichem Maße, für den eigentlichen Schwimmunterricht bliebe kaum noch Zeit übrig. Auch das explizite Schwimmangebot für Muslimas könne das Westfalenbad seiner Meinung nach nicht leisten.

Es solle über Zusatzeinnahmen nachgedacht werden, zum Beispiel durch kostenpflichtige Werbung im Bad oder solar- bzw. photovoltaiktechnische Unterstützung.

Er könne nicht nachvollziehen, dass für das Emil-Schumacher-Museum ständig neue Mittel bereitgestellt würden, anfallende Mehrkosten für das Richard-Römer-Lennebad jedoch würden die Sanierung plötzlich gänzlich in Frage stellen.

 

Herr Krippner ist ebenfalls der Meinung, dass die Sanierung priorisiert werden solle, schließlich seien Fördergelder des Landes bewilligt worden. Die Arbeit des Fördervereins und der Vereine in Hohenlimburg gelten als herausragend und stellen ein Alleinstellungsmerkmal im Sport dar. Zwei Kanu-Vereine trainieren im Richard-Römer-Lennebad, die DLRG und der Hohenlimburger Schwimmverein leisten hervorragende Arbeit. Die Kapazität des Westfalenbades sei nicht ausreichend, um allen Bedürfnissen zu entsprechen.

Nicht außer Acht lassen dürfe man die Tatsache, dass der Zuschuss, den der Hohenlimburger Schwimmverein für die Betreibung des Henkhauser Freibades erhalte, wenn im Richard-Römer-Lennebad die Sommerpause einsetze, komplett wegfalle und damit auch der Weiterbetrieb des Henkhauser Freibades in Gefahr sei.

Er stelle grundsätzlich die Frage, ob es bereits andere Pläne der Stadt Hagen gebe, das Gebäude zukünftig zu nutzen. 

 

Frau Peuler-Kampe ergänzt, dass die Kanus der Kanuten im Richard-Römer-Lennebad unter der Decke gelagert werden, diese Möglichkeit würde für die Sportler alternativlos wegfallen. Insbesondere hebt sie das Angebot des Muslimas-Schwimmens hervor, das ihrer Ansicht nach unter diesen Bedingungen im Westfalenbad nicht angeboten werden könne.

Dass Fördergelder eher in das Emil-Schumacher-Museum als in das Richard-Römer-Lennebad fließen sollen, könne sie nicht nachvollziehen.

 

Frau Nigbur-Martini ist der Meinung, dass man die Sanierung des Richard-Römer-Lennebades zukunftstechnisch beurteilen solle. Es biete sich hier die Gelegenheit, ein modernes Bad zu schaffen, das den Bürgerinnen und Bürgern neue Perspektiven biete. Allerdings merkt sie an, dass in der Argumentation nicht die Kultur gegen den Sport ausgespielt werden solle. Die beiden Einrichtungen Emil-Schumacher-Museum und Richard-Römer-Lennebad solle man getrennt betrachten.  

 

Herr Krippner stimmt Frau Nigbur-Martini zu.

Dennoch sei er der Meinung, dass ein ausgeglichener Haushalt der Stadt Hagen nicht von einer Sanierung des Richard-Römer-Lennebades abhänge. Er appelliert an den Verwaltungsvorstand, das Richard-Römer-Lennebad zu priorisieren.

 

Frau Kaufmann unterstützt die vorgebrachten Argumente. Sie gebe aber auch zu bedenken, dass die Stadt Hagen die fehlenden Mittel zur Sanierung aus eigener Finanzierung sicherzustellen habe, die möglicherweise bei anderen wichtigen Aufgaben der Kommune, zum Beispiel im Straßenbau oder im Bildungsbereich fehlen werde. Die weitere haushaltspolitische Diskussion müsse im Rat der Stadt Hagen geführt werden.

 

Herr Schmidt führt aus, dass trotz der zusätzlich benötigten Finanzmittel ein erhebliches Einsparpotenzial bestehe, zum Beispiel durch die zukunftsfähige energetische Modernisierung des Bades und durch die Einsparungen während des Nicht-Betreibens für die Dauer der Sanierung und des eingesparten Eigenanteils der Stadt Hagen in Höhe von 10%.

 

An der weiteren Diskussion beteiligen sich Frau Peuler-Kampe, Herr Heinze und Herr Krippner.

 

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Beschluss:

Die Bezirksvertretung Hohenlimburg bittet den Rat, die Freigabe der für die Sanierung des Richard-Römer-Lennebades erforderlichen zusätzlichen Finanzmittel zu beschließen und somit an der geplanten Sanierung festzuhalten.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

Ja

Nein

Enthalten

CDU

4

 

 

SPD

3

 

 

Bürger für Hohenlimburg

1

 

 

Bündnis 90 / Die Grünen

1

 

 

HAGEN AKTIV

1

 

 

AfD

1

 

 

 

 

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

11

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

 

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Anlagen zur Vorlage

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