24.11.2021 - 2 Einwohnerfragestunde

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Wortprotokoll

Frau Sch. merkt an, dass an der Hagener Straße/Ecke Denkmalstraße viel zu schnell gefahren werde. Sie fragt nach, ob die Möglichkeit bestehe, in diesem Bereich ein Geschwindigkeitsüberwachungsgerät, ähnlich wie am Kindergarten in der Kirchstraße aufgestellt ist, aufzustellen. 

 

Herr Kohaupt sagt zu, das Gerät von der Kirchstraße an die Hagener Straße zu verlegen. Weiterhin wird die Polizei gebeten, vermehrt in diesem Bereich Geschwindigkeitskontrollen zu machen.

 

Herr H. weist darauf hin, dass er eine Frage an Herrn Hennemann habe. Da dieser nicht anwesend sei, hoffe er, dass Herr Kohaupt ihm diese Frage beantworten könne.

 

Anmerkung der Schriftführerin: Die Fragen von Herr H. werden wörtlich im Protokoll wiedergegeben.

 

Herr H. sagt:

„Herr Hennemanns letzter Satz am 25.08.2021 hier in diesem Raum anlässlich meiner Frage zur Translozierung des Vinckegrabes war so („Das Vinckegrab war da und das bleibt da“)

 

  1. Frage: Wie ist es dann zukünftig mit der Nachhaltigkeit, mit den

 Kosteneinsparungen, mit dem Vandalismus, der Wertschätzung vom

 Vincke, wenn zukünftig nachdem es saniert worden ist, was gar nicht

 geht für 330.000,00 Euro weiterhin verschlossen ist. Die Frage hätte

 ich an Herrn Hennemann gestellt.“

 

Herr Kohaupt entgegnet, Herr H. könne diese Frage gerne erneut stellen, jedoch wenn Herr Hennemann anwesend sei.

 

Herr H. sagt:

 

 „Die 2. Frage geht an Sie Herr Kohaupt. In der selben Sitzung am 

 25.08.2021 wollte ich vor meiner Frage, was spricht gegen die 

 Translozierung des Vinckegrabes, diese erläutern. Sie lautete kann ich vor

 meiner direkten Frage an die BV, meine Frage zur Translozierung kurz erklären. Sie wussten weder den Inhalt, noch wie ich es erklären wollte. Der nach mir kommende Bürger, der über die Firma Ambrock sich beschwerte, durfte fünf Sätze voranstellen, bevor er zu seiner Frage kam. Sie haben auf meine Frage die ich gestellt habe, nein geantwortet. Warum haben Sie mir die Frage nicht erlaubt und deutlich mit nein beantwortet, wo es meine 2. Frage war, ich darf ja zwei stellen.“

 

Herr Kohaupt weist darauf hin, dass er Fragen generell beantworte. Man könne sich gerne den dazugehörigen Mitschnitt der Tonaufnahmen in der o.g. Sitzung anhören. 

 

Anmerkung der Schriftführerin: Die Tonaufnahmen vom 25.08.2021 ergaben folgendes Wortprotokoll.

(Die mit …. gekennzeichneten Stellen waren leider zu undeutlich!)   

 

 

 

Herr H.

„Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Anwesende. Mein Name ist W. H., Hagen. Bereits im Juni war ich hier zum Thema Translozierung, sprich Verlegung des Vinckegrabes. Herr Wehner, vielen Dank für die Verbreitung der Unterlagen, das hat bestens geklappt. Herr Vorsitzender, darf ich zu Beginn, bevor ich auf die Frage zum Vinckegrab komme, zwei Sichtweisen aufzeigen?

 

Herr Kohaupt:

Nein. Das ist eine Einwohnerfragestunde. Stellen Sie bitte Ihre Frage. Das ist ein Prozedere nicht nur hier bei uns sondern auch ….. Dann können die Mitglieder der Bezirksvertretung oder auch wir dann entsprechend antworten.

 

Herr. H.:

Ok. Dann frage ich die Anwesenden. Die Antwort von Herrn Kohaupt habe ich bereits. Was spricht gegen eine Translozierung, also Verlegung des Vinckegrabes, zum Waldfriedhof Loxbaum?“

 

Herr Mosch:

 „Wir haben eine Antwort der Fachverwaltung. Ich werde mir jetzt nicht anmaßen, hier die Untere Denkmalbehörde zu vertreten. Ich weiß nicht Herr H., ob Ihnen bekannt ist, dass bei den Denkmalpflegern es so eine Art Codex gibt. Das ist diese Carta von Venedig, die ist zwar noch ein bisschen älter ……. Explizit auf den Artikel 7 darüber gesprochen über die Translozierung von Denkmälern. Und da gibt es also eine dezidierte Aussage, dass ein Denkmal untrennbar mit der Geschichte verbunden ist und mit der Umgebung in die es gehört. Demzufolge könnte eine Translozierung eines ganzen Denkmales oder eines Teiles nur dann geduldet werden, wenn dies zu seinem Schutz unbedingt erforderlich ist oder bedeutende nationale oder internationale Interessen dies rechtfertigen. Ich weiß, dass es Translozierung gibt. Wir kennen das auch alles aus unserem Museum hier in Hagen, wo man Fachwerkhäuser transloziert hat. Das Freilichtmuseum hat auch einen sehr großen Bildunsauftrag. Ich glaube aber, dass man diese Kriterien, wenn man sagt, es werden auch alle möglichen Sachen transloziert, dass sich das auf das Vinckegrab sehr schlecht anwenden lässt. Ich kann verstehen, dass sie sich um dieses Denkmal sorgen, weil der Zustand war nicht besonders, ist immer noch nicht besonders gut. Sie wissen aber auch, dass auch mit Hilfe des Bundestagsabgeordneten Rene Röspel jetzt ein Teil der Finanzierung zumindest gesichert ist für eine Erhaltung und ich glaube, es wäre relativ schwierig, jetzt zu versuchen, dieses ganze Ensemble zu verlegen. Außerdem ist bestimmt noch ein bisschen zu klären. Eigentümer dieser Anlage – ich glaube da gibt es einen Überlassungsvertrag zwischen der Stadt und der Familie – das wäre auch noch die Frage, was da dezidiert drin ist. Ob es überhaupt zulässig wäre, wenn die dem zustimmen würden. Und die andere Frage ist natürlich auch, ob wir als Bezirksvertretung Hagen-Nord bei der Dimension dieser Sache. Das ist nämlich ein Denkmal, was weit über die bezirkliche Bedeutung hinausgeht, ob wir da die gesamte Zuständigkeit haben.

 

Herr Hennemann:   

Ich kann das nur entsprechend unterstützen. Denn letztendlich ist das so ein komplexes Thema. Dafür haben wir unsere Fachbereiche, nämlich die Denkmalbehörde mit denen Sie entsprechend auch in Kontakt waren und ich denke da sitzen die Fachleute, die das entsprechend auch verantwortend klären können.

 

 

 

 

Herr Fritzsche:

Ich möchte mich meinen Vorrednern da nur anschließen. Die Frage, die sich mir stellt, ist, wie das mit der Totenruhe ist. Ich meine es ist ja auch eine Grabstätte. Ob da einfach eine Umbettung stattfinden darf.

 

Herr Kohaupt:

Ok wir eröffnen jetzt keine Diskussion: Herr H. Sie können gerne noch eine Nachfrage oder eine 2. Frage stellen.

 

Herr H.:

Ich möchte noch ein Schreiben von Herrn Röspel vorlesen. 19. August 2021. Sehr geehrter Herr H., vielen Dank für Ihr Schreiben vom 27. Juli, auf dass ich leider erst heute eingehen kann. Die Argumente der Unteren Denkmalbehörde kommen ja nicht überraschend. Sind wie immer. Daher halte ich es in der Tat für sinnvoll, meinen Landtagskollegen Wolfgang Jörg auf das Thema aufmerksam zu machen. Möglicherweise kann er einen Impuls in Richtung …..geben und eine Stellungnahme der NRW-Heimatministerin, in deren Ressort der Denkmalschutz und die Denkmalpflege ja fällt. Ihre Unterlagen habe ich gerne zu Hand zu Herrn Jörg gegeben, der mich … schon angerufen hat und danke noch einmal für Ihr Engagement zu Gunsten des Vinckegrabes und wünsche Ihnen viel Erfolg. Soweit Herr Röspel.

 

Herr Kohaupt:

Fragen dazu?

 

Herr H.:

Wieso wird … Situation durch Herrn Gerbersmann…., der WBH ist, der 160.000 zur Verfügung …..stellt die Pflege des Grabes vorbildlich leistet Im Grund noch nicht mal hinterfragt, warum so etwas nicht vielleicht sinnvoll ist. Wir haben es mit Karl Ernst Osthaus gemacht, wir haben es mit Eugen Richter gemacht, wir haben es mit Kerckhoffs in Hagen gemacht. Warum nicht bei einem Grab, dass …… und Zukunft hat, nämlich keine, wie es jetzt der Fall ist. Das verstehe ich nicht. Ich habe 16 Leute angeschrieben. Von Herrn Gerbersmann, der hat eine E-Mail bekommen, keine Antwort, OB keine Antwort, von Frau Kaufmann keine Antwort und Herr Walter keine Antwort. Die letzten drei persönlich angeschrieben auch keine Antwort und das war vor dem Hochwasser.

 

Herr Gerbersmann:

Aus meiner Sicht gibt es eine klare und eindeutige Stellungnahme der Denkmalbehörden und ich sehe keine Veranlassung an der Expertise zu zweifeln und insofern verbleibt es aus meiner Sicht dabei, dafür haben wir die Denkmalfachleute, die an dieser Stelle einer Verlegung widersprochen haben.

 

Herr Kohaupt:

Gut, das ist, glaube ich, auch allgemeine Ansicht der Bezirksvertretung Hagen-Nord. Insoweit werden wir hier mit Sicherheit keine politischen Aufträge in irgendeiner Weise erwirken. Sie können Herr H. gerne weiter an dem Thema dranbleiben. Das ist Ihr gutes Recht. Ich werde gleich auch nochmal die Mitteilung der Unteren Denkmalbehörde vortragen, die uns ja vorliegt, aber ich sehe keine Möglichkeit, dass die Bezirksvertretung der Verwaltung einen Auftrag gibt, dieses Denkmal zu translozieren. So, Sie können noch gerne eine Nachfrage stellen.

 

Herr H.:

Einen Satz noch von der Unteren Denkmalschutzbehörde.

 

 

Herr Kohaupt:

Also ich werde jetzt hier nicht einen Streit zwischen Kompetenzen ….

 

Herr H.:

Weil sich das widerspricht.

 

Herr Kohaupt:

Nochmal, wir sind nicht das Gremium, was irgendwelche … zwischen der Unteren Denkmalbehörde ….. entsprechend öffentlich diskutieren oder auch nach außen trägt. Da müssen Sie bitte Verständnis für haben. Wenn Sie mit den Aussagen der Denkmalbehörde nicht einverstanden sind, dann können Sie sich gerne an Münster wenden oder sonst irgend etwas, aber da ist die Bezirksvertretung außen vor.

 

Herr H.:

Danke

 

Herr Kohaupt:

Danke auch

 

Ende des Wortprotokolls vom 25.08.2021!

 

Herr Kohaupt macht nochmals deutlich, dass in der Einwohnerfragestunde der BV-Sitzungen den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit geben wird, Fragen von allgemeinem Kommunalpolitischen Interesse zu stellen.

Der Sachstandsbericht zur Vinckegrab Thematik werde unter TOP 6.1 erläutert. 

 

 

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