21.04.2021 - 7.3 Schulentwicklungsplan 2020 ff - Grundschulen im...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Herr Hermann vom Fachbereich Bildung führt ausführlich in die Vorlage ein.

Nach der Prognose zur Schulentwicklungsplanung wird sich an den Grundschulen im Stadtbezirk Eilpe/Dahl bis zum Schuljahr 2024/2025 die Zahl der Schüler*innen von 477 auf 530 erhöhen, womit die vorhandenen Plätze ausreichen. Einzeln betrachtet wird es aber an der Grundschule Astrid-Lindgren eine Unterdeckung von 51 Plätzen geben, wobei es an der Grundschule Volmetal hingegen zu einem Platzüberhang kommen wird.

 

Folgende schulorganisatorische Möglichkeiten wurden in Betracht gezogen, die durch Herrn Hermann der Vorlage entsprechend dargestellt werden:

Zum Einen, die Nutzung des Schulgebäudes der ehemaligen Förderschule August-Hermann-Francke, weiter, die Lenkung von Schüler*innen zum Teilstandort der Grundschule Goldberg in der Franzstraße, die bauliche Erweiterung der Grundschule Astrid Lindgren am Hauptstandort Selbecker Straße 55 sowie die Lenkung von Schüler*innen aus Eilpe zur Grundschule Volmetal.

 

Aufgrund der hohen Kosten für einen Neubau zur Erweiterung an der Grundschule Astrid-Lindgren in Höhe von fast 5 Millionen Euro schlägt die Verwaltung als schulorganisatorische Maßnahme für die nächsten Jahre vor, die Schüler*innen, die an der Grundschule Astrid-Lindgren in der Selbecker Straße keinen Platz mehr bekommen,  zur Grundschule Volmetal zu lenken, zumal der Überhang sich allmählich aufbauen wird. Dennoch seien Sanierungs- sowie bauliche Anpassungsmaßnahmen im Gebäudebestand notwendig, wie beispielsweise den Schimmelbefall der Küche dauerhaft zu beseitigen.

 

An der nachfolgenden Erörterung nehmen Frau Opitz, Frau Peddinghaus, Frau Buczek sowie die Herren Dahme, Schroll und von der Verwaltung Herr Hermann teil.

 

Herr Dahme hält die Nutzung der Grundschule Volmetal für nachvollziehbar, zumal diese Schule gut ausgestattet sei und eine gute Auslastung positiv begleitet werden sollte. Dennoch halte er die Argumentation für nicht passend, wenn man den Schulweg zur ehemaligen August-Hermann-Francke-Schule an der Selbecker Str. 185 aufgrund der Entfernung als schwierig einschätze, die Umlenkung der Schüler*innen zur Grundschule Volmetal nach Dahl aber für eine geeignete Alternative halte.

Ungeachtet dessen, gehe es insbesondere um die Sanierung und baulichen Ertüchtigung des bisherigen Zustandes, ohne Erweiterung, der Grundschule Astrid-Lindgren in der Selbecker Straße. Danach sei diese Schule nicht zukunftsträchtig.

Die Beseitigung der Feuchtigkeit in dem Gebäude, was für die Schimmelproblematik im Küchen- und Mensa-Bereich verantwortlich sei, müsse perspektivisch im Blick behalten werden.

 

Dazu teilt Herr Hermann mit, dass man als Fachamt sowohl für die Astrid-Lindgren-Schule als auch für die Grundschule Volmetal Haushaltsmittel für das Jahr 2022 entsprechend angemeldet habe.

 

Frau Opitz möchte wissen, ob es möglich ist, eine Art Zeitplan für beabsichtigte Umbauten, Sanierungsmaßnahmen oder Sonstiges für die Astrid-Lindgren-Schule zu bekommen. Sich Gedanken zu machen, wo man in 5 Jahren stehen wolle, halte sie für wichtig – auch im Hinblick auf die Notwendigkeit, die Schüler*innen für die erforderlichen Baumaßnahmen frühzeitig anderweitig adäquat unterbringen zu können. Die derzeitige Situation macht eine unbedingte Sanierung erforderlich, was sicher nicht unbedingt alles auf einmal passieren müsse.

 

Herr Hermann teilt dazu mit, dass man nach Beendigung der politischen Beschlussfassung zusammen mit der Gebäudewirtschaft und den Schulleitungen ein Konzept erarbeiten werde, welches die entsprechenden Mängel zur Beseitigung aufweise aber sicher nicht innerhalb eines Jahres abgearbeitet sein wird.

 

Herr Dahme möchte zum Transport der Schüler*innen wissen, ob der Hin- und Rücktransport auch dann gesichert sei, wenn Schulstunden ausfallen, wenn der Unterricht also später beginnt oder aber früher endet. Oder ob diese Fälle die Eltern abdecken müssen.

 

Dies, so Herr Hermann, müsse noch besprochen werden. Eine Möglichkeit könnte der Einsatz eines weiteren Busses für den Rücktransport sein oder aber auch eine Betreuungsstunde auf Kosten der Stadt, um die Kinder gesammelt zurück bringen zu können. Wichtig sei dem Fachamt gewesen, dass auch die OGS-Kinder noch organisiert nach Hause kommen. Aus diesem Grund habe man dies auch in den Beschlussvorschlag mit aufgenommen.

 

Auf die Frage von Frau Opitz teilt Herr Hermann mit, dass das Ministerium seit Jahren keine gebundenen Ganztagsgrundschulen mehr genehmige.

 

Frau Peddinghaus informiert zum Transport der Schüler*innen, dass bereits seit Jahren der Bus die Kinder aus Rummenohl um 8 Uhr zur Grundschule Volmetal bringe. Bei späterem Beginn des Unterrichtes werden die Kinder bis dahin betreut.

Unterschied zur jetzt beabsichtigten Planung zum Rücktransport nach Eilpe, werden die OGS-Kinder aus Rummenohl nicht nach Schulende zurückgefahren. Hier müssen die Eltern ihre Kinder um 16 Uhr abholen.

Wenn dies analog zu den Planungen für die Kinder aus Eilpe kommend auch für die Kinder aus Rummenohl kommend erfolgen könne, wäre das eine enorme Verbesserung.

 

Dies, so Herr Dahme, müsse schon aus Gerechtigkeitsgründen erfolgen.

 

Frau Buczek hält den Punkt 3 zum Beschlussvorschlag für überflüssig. Die Beobachtung der Schülerzahlen sollte doch ohnehin Aufgabe der Schulverwaltung sein.

 

Frau Opitz hält den Punkt 3 inhaltlich für gut, wäre aber dafür, dass diese Zahlen der Bezirksvertretung auch entsprechend vorgestellt werden. Somit bittet sie darum, diesen Zusatz entsprechend mit aufzunehmen.

 

Unter Punkt 4 zum Beschlussvorschlag bittet Herr Dahme darum, diesen wie folgt zu erweitern: Dabei sind bestehende Ersatzbauplanungen perspektivisch mit zu berücksichtigen.

 

Dagegen werden keine Einwände erhoben, sodass ohne weiteren Diskussionsbedarf wie folgt beschlossen wird:

 

 

 

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Beschluss:

Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen folgenden Beschluss zu fassen:

 

1.)   r den nach der Schulentwicklungsplanung perspektivisch zu erwartenden Schülerüberhang an der Grundschule Astrid-Lindgren werden Plätze an der Grundschule Volmetal zur Verfügung gestellt.

 

2.)   Der Transport der Schüler*innen aus dem Einzugsbereich Eilpe zur Grundschule Volmetal erfolgt durch den bereits eingerichteten eigenen Zubringerbus mit zentralen Haltepunkten in Eilpe. Der Einsatz des Busses umfasst auch den Rücktransport der OGS-Kinder.

 

3.)   Die Verwaltung wird beauftragt, die Entwicklung der Schülerzahlen für die Grundschule Astrid-Lindgren und der Grundschule Volmetal kontinuierlich zu beobachten und die oben genannten Maßnahmen für jedes Schuljahr neu zu überprüfen und dies der Bezirksvertretung Eilpe/Dahl zu berichten.

 

4.)   Des Weiteren ist der Hauptstandort der Grundschule Astrid-Lindgren im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel zu sanieren. Dabei sind bestehende Ersatzbauplanungen perspektivisch mit zu berücksichtigen.

 

Sofern baulich umsetzbar, soll hierbei Priorität auf die Verbesserung des Küchenzustandes, der Verbesserung der Raumsituation der Offenen Ganztagsbetreuung und den barrierefreien Zugang für das Hauptgebäude und den Solitär gelegt werden.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

3

 

 

CDU

3

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

 

 

1

Hagen Aktiv

1

 

 

FDP

1

 

 

AfD

1

 

 

 

 

 

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

9

Dagegen:

0

Enthaltungen:

1

 

 

 

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