02.09.2021 - 6.1 Mündlicher Lagebericht der zuständigen kommunal...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.1
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Mitte
- Datum:
- Do., 02.09.2021
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- BV - Bezirksvertretung Hagen-Mitte
- Bearbeitung:
- Iris Kappel
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Zunächst bedankt sich Frau Kaufmann bei allen beteiligten Helfern und Organisationen für die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den städtischen Gesellschaften. Weiter berichtet sie von der Evakuierung von Personen und Einrichtungen durch die Flutkatastrophe. Sie teilt mit, dass bereits 5000 Schecks von der Soforthilfe der Stadt ausgestellt wurden und somit 1,62 Mio. € bereits ausgezahlt wurden. Die Anträge konnten bis zum 31.08.2021 gestellt werden. Für die weitere Auszahlung stehen noch 500.000 € Soforthilfe und 2,85 Mio. € der Landeshilfe zur Verfügung.
Auch berichtet Herr Bihs anhand einer PowerPoint-Präsentation von den Hochwasserschäden im Bezirk Mitte, die als Anlage 1 Gegenstand der Niederschrift ist.
Auf die Frage von Herrn König teilt Herr Bihs mit, dass an der Marktbrücke weitergearbeitet werde, jedoch durch den Bedarf an Arbeitskräften und Maschinen von der Baustelle sei es zu einer kleinen zeitlichen Verzögerung gekommen und so sei mit einer Fertigstellung der Brücke erst Anfang 2022 zu rechnen.
Herr Meier möchte wissen, ob von dem dargestellten Geschiebe auch die Kanalisation betroffen sei und ob sich durch die Flut strukturell etwas ändern werde. Denn durch die Flut sei deutlich geworden, welche Defizite vorhanden seien.
Herr Bihs vom Wirtschaftsbetrieb Hagen erläutert, dass insbesondere für den Wehringhauser Bach, der bereits mehrere Male über die Ufer gegangen sei, durch relativ geringe Maßnahmen die Gefahr einer weiteren Überflutung eingedämmt werden könne. Auch berichtet er, dass am Kanalnetz die geringsten Schäden zu verzeichnet seien. Lediglich Sinkkästen müssten gereinigt werden. Schäden seien hauptsächlich durch die 270 namentlich benannten Gewässer, die sich in Hagen befinden, entstanden.
Als Maßnahmen zum Hochwasserschutz sieht er eine Veränderung der Bebauung an den Flussläufen, um den Gewässern Raum zu geben.
Auch die Ausstattung gefährdeter Kellerräume müsse man überdenken.
Herr Panzer ergänzt, dass durch den Klimawandel weiter mit Starkregenereignissen zu rechnen sei und aus den Folgen Schlüsse zu ziehen seien.
Herr König sieht die Notwendigkeit zunächst die Schäden aufzuarbeiten und entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Seitens der Verwaltung sei es erforderlich für das Zusammenspiel von Kommunalpolitik und Verwaltung einen ausführlichen Bericht bis zum Anfang des nächsten Jahres zu erstellen um die notwendigen Maßnahmen zum Schutz vor einem solchen Ereignis zu ergreifen.
Herr Bihs geht davon aus, dass frühestens in einem Jahr mit einem Bericht zu rechnen sei. Zurzeit sei man noch mit der Gefahrenabwehr beschäftigt und müsse erst den Winter abwarten, da die Gewässer noch nicht in dem Zustand wie vor dem Ereignis stehen. Er sieht dies als ein Jahrhunderthochwasser, was bereits vor 120 Jahren schon einmal gegeben habe. In der Region Hagen habe es am 14.07.2021 mehr Niederschlag als an der auch stark betroffenen Ahr-Region gegeben.
Herr Unterseher-Herold vom Hagener Entsorgungsbetrieb berichtet, dass bereits 6000 t Überflutungsmüll, auch mit Hilfe weiterer kommunaler Betriebe, abtransportiert wurde. In anderen Jahren werde ca. 2000 t Sperrmüll entsorgt. Zurzeit werde versucht, den Normalbetrieb wieder einzuhalten. Den noch verbliebenen Müll werde man nach und nach sammeln und abfahren. Problematisch sei insbesondere der fehlende Raum gewesen. Ein Wertstoffhof wäre hier sehr hilfreich gewesen.
Auf die Frage von Herrn Meier sagt Herr Unterseher-Herold, dass er um etwas Geduld bei der Abfuhr des restlichen Sperrmülls bittet.
Auf die weitere Frage von Herrn Panzer sagt Herr Unterseher-Herold, dass die Kosten noch nicht abzusehen seien. Es sei noch nicht zu sagen, wie sich das auf die Gebühren auswirke. Eventuell werden die Kosten von der Fluthilfe getragen.
Herr Quardt bedankt sich ausdrücklich bei allen Beteiligten für die ausführliche Berichterstattung.
Herr Quardt unterbricht die Sitzung für eine Pause von 17:55 Uhr bis 18:10 Uhr.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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213,6 kB
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Anlagen
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19,1 MB
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