06.05.2021 - 2.6 Errichtung einer Mehrzweckhalle im Sportpark Is...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2.6
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 06.05.2021
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Jürgen Plewe
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Herr Oberbürgermeister Schulz weist darauf hin, dass er vor Eintritt in die Tagesordnung vergessen hat, vorzuschlagen, den Tagesordnungspunkt I.5.16 aufgrund des Sachzusammenhangs gleich im Anschluss an den Bericht zu beraten. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses stimmen dem Vorgehen zu.
Herr Fritzsche begrüßt die Errichtung der Mehrzweckhalle und wird das Vorhaben weiter konstruktiv und kritisch begleiten. Bezüglich der Parkplatzsituation hat er noch Bedenken. Er appelliert, ein zeitgemäßes Parkraumkonzept zu etablieren, das nicht mit einer großen Versiegelung einhergeht.
Herr Schmidt teilt die Meinung. Er wird das Vorhaben ebenfalls konstruktiv und kritisch begleiten. Er ist der Meinung, dass eine direkte Konkurrenzsituation zwischen der Mehrzweckhalle und der Stadthalle entsteht. Er hält es für fragwürdig, ob sich die Mehrzweckhalle im Wesentlichen durch Sportveranstaltungen tragen kann, da die sportlichen Leistungen der beiden Vereine derzeit nicht ausreicht. Er befürchtet, dass somit eine Ausweitung des Veranstaltungssegments notwendig wird, damit die Mehrzweckhalle wirtschaftlich ist. Er fragt darüber hinaus, ob es eine Rechtsgrundlage gibt, dem ansässigen Tankstellenbetreiber aufzuerlegen, seine Öffnungszeiten zu begrenzen.
Herr Keune teilt mit, dass bereits in der Bezirksvertretung Mitte einige Fragen aufgeworfen wurden. Es liegen plausible Gutachten seitens des Antragstellers vor. Nun muss bezüglich der Planung im Detail nachgearbeitet und vertieft werden. Vom Grundsatz her wird der Otto-Ackermann-Platz schon heute als Parkanlage für die Krollmann-Arena ausgewiesen. Die Immissionsbelastung für Anwohner muss begrenzt werden. Daher werden die Nutzungszeiten der Halle – zumindest für Großveranstaltungen – begrenzt. Außerdem muss sich die Mehrzweckhalle im Sportstättenmanagement eingliedern. Hier ist berücksichtigt, dass immer Parkflächen für die Nutzer des Westfalenbades zur Verfügung stehen. Der sportliche Erfolg der Vereine kann nicht Grundlage für die Entscheidung sein, da es sich hierbei nicht um eine städtische Investition handelt. Da dem Vorhaben eine private Investition zugrunde liegt, trägt nicht die die Stadt Hagen die finanzielle Verantwortung für die Halle.
Herr Dr. Diepes ergänzt, dass die Halle der Priorität der Förderung des Spitzensports dient. Die Halle ergänzt ein entsprechendes Segment. Bezüglich der Tankstelle fügt er an, dass es einer Synchronisation hinsichtlich der Abendrandzeiten bedarf und sich die Verwaltung hierzu in guten und konstruktiven Gesprächen mit dem Tankstellenbetreiber befindet.
Herr Thielmann begrüßt eine konstruktiv-skeptische Begleitung des Vorhabens. Er äußert sein Missverständnis darüber, dass eine private Investition permanent kritisiert wird. Die Halle befindet sich seiner Meinung nach nicht in einer Konkurrenzsituation zur Stadthalle.
Herr Hentschel erklärt, dass er zu Beginn ebenfalls Bedenken gehabt hat. Aufgrund der Neuausrichtung der Stadthalle fallen diese allerdings nun geringer aus.
Herr Klepper ist froh, dass es einen Investor gibt, der den Spitzensport in Hagen fördern möchte. Die Halle ist ein Garant dafür, dass dieser stattfinden kann.
Herr Schmidt begrüßt ebenfalls das Engagement. Er sieht in dem Vorhaben die Möglichkeit Hagen zu bereichern. Nichtsdestotrotz sollte der Blick auch auf die eigenen Einrichtungen gerichtet werden und welche Auswirkungen die Mehrzweckhalle hat.
Herr Thieser ist dankbar, dass es eine Stiftung gibt, die eine solche Investition tätigt.
Herr Rudel lobt die Hartnäckigkeit des Investors und unterstützt das Vorhaben.
Herr Gronwald stimmt Herrn Thieser ausdrücklich zu. Die Mehrzweckhalle verhilft zu einer großen Imageaufwertung für den Hagener Sportbereich.
Herr Oberbürgermeister Schulz betont, dass trotz aller ausgetauschten Argumente deutlich geworden ist, dass die Stadtpolitik das Vorgehen grundsätzlich begrüßt und es mit dem Blick begleiten wird, wie eine Umsetzung gelingen kann.
Anlagen zur Vorlage
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